Telefonakquise/Kontonummer

Hallo!
Obwohl ich auf der Robinson-Liste stehe, bekam ich gestern einen - wir mir scheint - recht merkwürdigen Anruf einer Firma, die sich in etwa folgendermaßen darstellte (in gekürzter Form): „Wir sind die Firma IRS (?) und jetzt auch auf dem deutschen Markt eingeführt, bekommen jeden Tag 2 Mill. Angebote für Reisen und Flüge mit garantiert den günstigsten Preisen und einem weiteren Nachlass von 7%. Außerdem bieten wir eine Möglichkeit des Sparens für eine Reise an, bei der man jeden Monat 69 Euro einzahlt und vom ersten Monat an 7% Zinsen bekommt. Und dieses Guthaben kann man jederzeit - bereits im ersten Monat, wenn man will - einlösen.“ Obwohl ich den Anrufer darauf hinwies, dass ich in seinen Listen garnicht aufgeführt sein dürfte, da ich auf der Robinson-Liste stehe, willigte ich ein, mir Info-Material zuschicken zu lassen, da ich immer wieder an preiswerten Fernflügen interessiert bin. Meine Adresse hatte er schon - angeblich von einem Preisausschreiben.

Was dann aber kam, hat mir echt die Schuhe ausgezogen. Für die Option mit dem Sparkonto wollte er doch tatsächlich meine Kontonummer wissen, woraufhin mir der Geduldsfaden riss und ich das Telefonat sofort beendet habe.

Meine Frage nun aus reiner Neugier: Hat jemand schon einmal von so einer Form der Akquise gehört und weiß, was sich dahinter verbirgt, ob es sich um eindeutig kriminelle Methoden handelt, die daraufhin folgen oder ist es tatsächlich „harmlos“, wie mir der Anrufer noch schnell versuchte zu verklickern?

Danke,
Antje

Moin, Antje,

wenn die Frage nach der Bankverbindung beantwortet wird, dann darf der Frager annehmen, der Gefragte habe das Angebot akzeptiert und eingewilligt, an der Verlosung / Vera…ung / Verwasweißich teilzunehmen. Juristisch dürfte das kaum haltbar sein, aber man muss es halt erstmal probieren. Und den Ärger hast Du auf alle Fälle, wenn Du alle naselang einer Lastschrift widersprechen musst.

Gruß Ralf

Was dann aber kam, hat mir echt die Schuhe ausgezogen. Für die
Option mit dem Sparkonto wollte er doch tatsächlich meine
Kontonummer wissen, woraufhin mir der Geduldsfaden riss und
ich das Telefonat sofort beendet habe.

Meine Frage nun aus reiner Neugier: Hat jemand schon einmal
von so einer Form der Akquise gehört und weiß, was sich
dahinter verbirgt, ob es sich um eindeutig kriminelle Methoden
handelt, die daraufhin folgen oder ist es tatsächlich
„harmlos“, wie mir der Anrufer noch schnell versuchte zu
verklickern?

Danke,
Antje

Hallo Antje!
Diese Art von Kundenfang nimmt immer weiter zu. Wenn man nicht ausdrücklich „NEIN“ sagt, wird ein Vertrag ausgestellt und der Betrag vom Konto abgebucht. Da es sich um eine Lastschrift handelt, kannst Du den Betrag aber im Zweifelsfall innerhalb von 6 Wochen zurückbuchen lassen. Solche Unternehmen geben die zurückgebuchten Rechnungen dann zu einem Inkassounternehmen. Diese Versuchen dann das Geld bei Dir einzutreiben. Da Du aber nichts unterschrieben hast, sollte es für Inkassounternehmen schwer werden. Leider ist dies alles für Dich mit Stress verbunden.

Neulich hat eine großes Deutsches Telefonunternehmen sowas mit meiner Mutter durchgezogen. Ein Subunternehmer der T/Kom hat einen Vertrag geschlossen. Allerdings wusste meine Mutter da nichts von. Nervige Angelegenheit!

MFG
SL

das 6 Wochen-Märchen
Hallo,

Betrag vom Konto abgebucht. Da es sich um eine Lastschrift
handelt, kannst Du den Betrag aber im Zweifelsfall innerhalb
von 6 Wochen zurückbuchen lassen. Solche Unternehmen geben die

man kann den Betrag nicht nur sechs Wochen nach der Abbuchung zurückbuchen lassen, sondern zum Ablauf von sechs Wochen nach dem auf die Abbuchung folgenden Kontoabschluß. Dies kann im Extremfall (Abbuchung am 2. Januar, nächster Abschluß am 30. Juni) bedeuten, daß man über ein halbes Jahr Zeit zur Rückbuchung hat.

Gruß,
Christian

Hallo Christian!
6 Wochen Märchen ?

Ich gehe vom „Normalfall“ aus und dieser ist bei einer Rückbuchung 6 Wochen. Evtl. „Extremfälle“ die Du beschreibst sind immer möglich. Ich kenne jemanden bei der Sparkasse - der kann mir sogar eine normale Überweisung zurückbuchen … aber darum gehts ja gar nicht.

MFG
SL

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Ich gehe vom „Normalfall“ aus und dieser ist bei einer
Rückbuchung 6 Wochen. Evtl. „Extremfälle“ die Du beschreibst
sind immer möglich.

noch mal: Das Rückgaberecht hat man immer bis zum Ablauf von sechs Wochen nach dem nächsten Kontoabschluß. Früher (bis ungefähr 2000) galt eine sechs Wochen-Frist nach Buchung. Diese Änderung, die in den AGB der Kreditinstitute vorgenommen wurde, fand aufgrund des eines BGH-Urteils statt, das die alte Klausel als kundenfeindlich verwarf.

Ich kenne jemanden bei der Sparkasse - der
kann mir sogar eine normale Überweisung zurückbuchen

Das ist zwar ein Verstoß gegen das BGB, aber Du wirst schon recht haben.

Gruß,
Christian