Guten Tag, liebe Entwicklungspolitiker/innen
Im Kaffeehandel bahnen sich Entwicklungen an, welche die Fair-Trade-Idee zum
Handlanger von Monopolisten wie Nestlé machen. Wie können WIR dazu beitragen,
dass sich der faire Handel durchsetzt? Dass die Fair-Trade-Labels nicht
korrumpiert werden? Dass Nestlé das Fair-Trade-Label aberkannt wird?
Hier ein Beispiel aus Mexico:
„Auch in Chiapas regt sich deshalb Widerstand, nicht gegen die Kaffeekonzerne,
sondern gegen die Fair-Label-Organisation und deren internationalen
Mitgliederorganisationen. Die niedrigen Abnahmepreise und die hohen Gebühren
der FLO sowie der Bio-Zertifizierungsorganisation Certimex (Certificadora
Mexicana de Productos y Procesos Ecológicos) machen den Kooperativen zu
schaffen. Noch mehr Angst macht den KleinbäuerInnen die Idee der FLO, auch die
Grossgrundbesitzer in den fairen Handel einzubeziehen. Dies und der Eindruck,
dass die FLO sich zunehmend internationalen Konzernen wie Nestlé annähere,
führen zu einem immer stärkeren Vertrauensverlust bei den Produzenten und
KonsumentInnen. …“ (Jan Braunholz)
http://www.woz.ch/artikel/ressort/wirtschaft.html
Wer hat gute Ideen und Lösungsvorschläge?
Mit freundlichem Gruss
Rolfus
Hallo Rolf,
soweit ich weiß müssen bestimmte Bedingungen eingehalten werden, um das Fair-Trade-Logo benutzen zu dürfen. Wenn jetzt ein großer Konzern wie Nestlé diese Bedingungen einhält, warum sollte ihm dann die Genehmigung für das Logo entzogen werden? Eigentlich sollte Fair Trade doch froh sein, Nestlé mit ins Boot zu holen, weil dadurch der Bekanntheitsgrad und der Umsatz garantiert nach oben gehen.Ansosnten können nur die Bedingungen dahngehend geändert werden, daß kein Kaffeeproduzent mit mehr als z. B. 50 Angestellten das Fair-Trade Logo benutzen dürfen. Das wäre aber wohl kaum im Sinne des Erfinders.
Ralph
Kooperation zwischen Paramilitärs und Nestlé
Danke, Ralph.
Nestlé betreibt z. B. „Fair Trade“-Kaffeehandel in Kolumbien:
«Ich habe in Valledupar und Bucaragrande bei Nestlé gearbeitet. In beiden
Werken hat das Unternehmen die Rechte der Arbeiter abgebaut», erzählt Oscar
Tascón. Im Oktober 2002 wurde er gemeinsam mit neun Kollegen, darunter Luciano
Enrique Romero, entlassen. Laut Nestlé-Pressesprecher François-Xavier Perroud
haben die neun Gewerkschafter an einem illegalen Streik in Valledupar
teilgenommen. «Wir haben damals eine Protestversammlung ausserhalb des
Fabrikgeländes organisiert, keinen Streik», sagt Tascón. «Vom
Arbeitsministerium wurde das aber als illegale Arbeitsniederlegung gewertet und
galt als Grund für unsere Entlassung.» Oscar Tascón und seine Kollegen haben
sich erfolglos dagegen gewehrt. Er selbst musste nach mehreren Morddrohungen
Valledupar verlassen und arbeitet jetzt in der unscheinbaren, aber hoch
gesicherten Sinaltrainal-Zentrale in Bogotá. Auch seine Kollegen mussten sich
in Sicherheit bringen. Luciano Enrique Romero hatte nach der Entlassung längere
Zeit in Europa gelebt, bevor er nach Kolumbien zurückkehrte. Im September 2005
wurde seine gefesselte, mit Folterspuren und vierzig Messerstichen übersäte
Leiche gefunden. …"
…
«Es gibt Indizien für die Kooperation zwischen Paramilitärs und den
multinationalen Unternehmen wie Coca-Cola, Nestlé, dem US-amerikanischen
Bergbaukonzern Drummond und British Petrol.»
http://www.woz.ch/artikel/2007/nr07/international/14…
Gruss
Rolfus
Ich werde mich anderswo kundig machen
Ich werde mich anderswo kundig machen. Von mir aus kann
man dieses Thema abschliessen.
Gruss
Rolf