Hi Peter,
ich will da auch mal „nachsehen/rechnen“…aus dem „la main“ nachrechen…
Beispiel:
6.000,- Einkaufspreis
= Einstandspreis ???
— so viel zum Einkauf —
- feste Kosten (Miete, Telefon, Geld für Lebensbedarf)
Gewinnspanne 12% auf EK ist sehr gut…
- Überführungskosten nach Litauen
- Zollabfertigungsgebühren
geschätzt (Pi x Daumen, da die Werte nicht vorliegen)
(feste Kosten/Monat 1800 €, Überführung NL 300€, LIT 800€,Zollabfertigung 100€)
9.500 €
Wenn du übrigens nicht USt.-pflichtig sein würdest, müsstest du jetzt noch die MwSt. vom Einkauf + die Ausfuhr/Einfuhrsteuern LIT auf den Wert draufschlagen… sonst bleibst du darauf sitzen.
Bei der Ausfuhr gilt dann dein kompletter VK-wert + Transport LIT als Berechnungsgrundlage für Zoll/Steuern
Der Verkaufspreis würde also um ca.714 + 1.710 = 2.424 € steigen.
> 9015,20 > Endpreis Kunde
9500 - ~11.900 €
Suche mal alle Kostenfaktoren im Einzeln zusammen.Rechne alles auf einen kompletten Monat hoch… nicht auf eine einzelne Lieferung… das kommt später.
Wenn dann die Einzelwerte vorliegen kann man genauer berechnen.
Denk auch daran dass du die Kosten für Kranken/rentenvericherung usw… nicht vergisst.
Dann kannst du deinen Gewinn in € feststellen.
Nach meiner Milchmädchenrechnung hast du einen Aufschlag von 50% (Faktor 1,5) + Gewinn auf Netto-EK
Wenn du die Steuern nirgendwo zurückbekommst müsstest du mit Faktor 2 rechnen (inkl. Gewinn)
Bei einem Usatz von fast 12000 € sind 2.300 € Ertrag (500€ Gewinn + Fixkosten 1800)zu wenig.
Dann musst du noch daran denken, dass von dem Rohgewinn (ca. 1500€) noch die Steuern zu zahlen sind.
Du investierst also so viel, dass es sich eigentlich nicht mehr lohnt.
Reinertrag beläuft sich auf ca. 10% vom Verkaufswert.
Rechne mal selbst nach. Denke auch an die Transportkosten… auch wenn die Litauer ihre Ware selbst abholen wollen.(üblich).
Meine Gaaanz-grooob-Berechnung kann nicht alles berücksichtigen… Es soll nur ein kleiner Denkanstoß sein.
Denke auch an die finanzielle Sicherheit:
Ware nur gegen Vorkasse/bei Abholung.
Ich weiß von Fällen, indenen die Ware vor Ort bezahlt wurde… das Geld aber nie ankam… bei anderen fällen kam die Ware nicht beim Kunden an.
Nicht umsonst gibt es den Begriff „Wilder Osten“.
Rechne mit allen negativen Möglichkeiten… nur dann bist du wenigstens etwas auf der sicheren Seite.
Und DANN:
Hole dir einen Steuerberater, der sich im Import/Export auskennt. Der Steuerberater kann eine Fima in die Gewinnzone oder in den konkurs treiben.
Zusätzlich iste s üblich, dass er dich zu deinen gunsten berät.
Alles was du eventuell vergessen hast zu beechnen, aknn er dir noch (rechtzeitig) sagen.
Tipp wenn du mal alle Kostenfaktoren zusammen hast:
Mache dir eine variable Excel-Tabelle. Die Transportkosten schwanken ständig. Du musst deine kalkulation ständig den aktuellen Preisschwankungen anpassen können.
Die Kalkulation passt nur solange, bis sich NICHTS verändert.
Das bedeutet: Jeden Monat ganz scharf nachrechnen. Du hast noch keine Erfahrungswerte. Und genau deshalb brauchst du in den ersten Jahren ganz genaue Daten, so dass du später darauf zurückgreifen kannst.
Es gibt viel zu tun… pack es an
und viel Erfolg !
Gruß
BJ