Koenig Kunde droht mit Rueckkehr

Koenig Kunde kehrt zurueck

Als ein grosses deutsches Nachrichtenmagazin vor einigen Jahren die Kundendienst-Kultur in Deutschland kritisch unter die Lupe nahm gab es, wie nicht anders zu erwarten, neben breitester Zustimmung auch groesste Empoerung.
Zustimmung von allen, die sich sogleich in ihrer Rolle als „Stoerenfried Kunde“ wiedererkannten und mit entsprechend negativen Erfahrungen aufwarten konnten; Empoerung bei all denjenigen, die sich massiv immer dann zu Wort melden, wenn sie sich angegriffen, sprich verteufelt fuehlen; Berufsstaende wie Unternehmens-verbaende, Organisationen wie Gewerkschaften, Ketten wie Multies.

Statt dem Konsumenten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, so schrieb das Magazin, üben sich viele Service-Kräfte hierzulande lieber in typischen Beamtentugenden: Ignorieren, Vertrösten, Abwimmeln. Der Kunde steht im Mittelpunkt und damit im Weg. Das Bild vom Kunden als König scheint nur noch bei Verbraucherschuetzern hoch im Kurs zu stehen, im Alltag taugt es allenfalls als Witzvorlage. Ob im Supermarkt oder Restaurant, am Fahrkartenschalter oder Banktresen: Der Kunde ist Bettler und Bittsteller - schlicht ein Störenfried, so das Magazin weiter.

Ganz oben auf der Klageliste stehen rüder Umgangston, mangelnde Hilfsbereitschaft, schlampige Auftragserfüllung. Zusagen würden häufig nicht eingehalten, Preise stünden nur selten im Verhältnis zur Leistung. Mit einem Wort, der Kunde stoert. Dabei halten diejenigen Unternehmen die Spitzenpositionen in der Negativ-Rangliste, die ueber keine oder wenig Konkurrenz verfuegen und somit nicht die Notwendigkeit zu erkennen scheinen, fuer einen mehr kundenorientierten Service zu sorgen, geschweige denn zu installieren. Uebrigens eine Situation, die international zu beobachten ist, wie entsprechend angelegte Studien zeigen.

Aber selbst nach Jahren revolutionaerer Aenderungen, die auf einer unglaublich rasant voranschreitenden technologischen Entwicklung auf der einen Seite und den Liberalisierungs- und Deregulierungsprozessen in vielen Bereichen auf der anderen basiert, scheint sich in punkto Kundendienst nur wenig veraendert zu haben. Zwar hat dieser neue Abschnitt unter anderem die Care-, Call- und Multimedia-Center, den e-mail Service und die elektronischen Kunden-Foren als neue Kundenkontakt und Kundendienst-Schnittstellen hervorgebracht, eine qualitative Kundenservice-Verbesserung aber nur in seltenen Faellen.

Nach wie vor ist es um das Kundendienst-Management schlecht bestellt, wie durch simple e-mail-Anfragen bei verschiedenen Unternehmen mit einiger Geduld herausgefunden werden kann. Das Ergebnis dieser Uebung ist haeufig ebenso erschuetternd wie ernuechternd; Anfragen werden unzureichend oder gar nicht, nach mehreren Tagen oder erst nach mehrmaligem Nachfassen beantwortet, von der auesseren und inhaltlichen Form der Antwort ganz zu schweigen. Welche Auswirkungen dies auf das Image eines Unternehmens haben muss, bedarf hier keiner besonderen Erklaerung.

Nicht viel besser ergeht es hilfesuchenden Anrufern bei teil- oder vollautomatisiertem Kundendienst; sie werden - falls das permante Besetzzeichen sie nicht schon zur vorzeitigen Aufgabe zwingt - in den meisten Faellen erst einmal auf dem Abstellgleis geparkt und vertroestet - eine Situation, die einige Unternehmen nutzen, ihre Angebote zu bewerben - und oft erst nach langem Warten schliesslich mit einer Reihe von den alternativen Wahloptionen konfrontiert, die es dann schliesslich ermoeglichen sollen, an den richtigen Anschluss zu geraten. Dass es auch anders geht, zeigt das Call Center einer der groessten skanadinavischen Banken, hier erinnern Uhren jeden Operator daran, dass kein Anrufer laenger als 30 Sekunden warten darf.

Vielen Verantwortlichen scheint es normal, die Funktion des Kundendienstes auch weiterhin auf die einer Anlaufstelle fuer Beschwerden und Reklamationen zu reduzieren, die es zunaechst einmal mit vereinten Kraeften abzuwehren gilt. Der Ansatz, Wertschoepfung im Kundendienst zu sehen, liegt ausserhalb taktischer und strategischer Unternehmensueberlegungen; nach wie vor wird die Rolle des Preises isoliert gesehen und gleichzeitig ueberbewertet; das enorme Potential, das sich im Kundendienst verbirgt, bleibt so weitestgehend unberuecksichtigt, wertvolle Zeit, die zum Ausbau der eigenen Marktpostion genutzt werden koennte, geht verloren; dem Wettbewerb kann dies nur recht sein.

Eine unternehmerische Betrachtungsweise, die unverstaendlich erscheint, haben doch Wirtschaftsfachleute schon vor vielen Jahren in ihren Prognosen darauf hingewiesen, dass der eigentliche Wert nicht in der Ware, sondern in den Daten zu suchen ist; nicht Zeit, sondern Informationen sind Geld. Praeziser gesagt, Kundendaten. Um sie dreht sich alles, sie bilden die Bank, sie sichern die Zukunft der Unternehmen. Kunden-daten zentral im Kundendienst-Management erfasst, analysiert und aufbereitet koennen so schnell wieder in den den Verkaufsprozess - gezielt eingesetzt - zurueckfliessen; als Angebote, die den tatsaechlichen Kundenbeduerfnissen und Erwartungen entsprechen. Insbesondere Banken und Versicherungen haben dies fruehzeitig erkannt und fuer ihre Absatzziele instrumentalisiert; American Express liefert dafuer ein sehr anschauliches und wie man hoert, auch ein sehr erfolgreiches Beispiel.

Gezieltes Marketing, hier als Mircro-Marketing verstanden, setzt - vereinfacht ausgedrueckt - die Erstellung von individuellen Kundenprofilen voraus. Ein Prozess, der unter dem Begriff Datamining bekanntgeworden ist und eine komplett neue Serviceindustrie entstehen liess, die rechtzeitig erkannt hat, dass die tatsaechliche Wertschoepfung im Kundendienst zu suchen und zu finden ist. Eine Erkenntnis von zentraler unternehmerischer Bedeutung und fuer viele Unternehmer Anlass zur taktischen und strategischen Neubestimmung ihrer Absatzbemuehungen.

Kundendienst ist keine isoliert zu betrachtete Aufgabe oder Funktion, die sich in erster Linie mit unzufriedenen Kunden herumzuplagen hat, sondern die entscheidende, integrierte Schnittstelle in jedem Unternehmen, die konsequenterweise in den unmittelbaren Verantwortungsbereich der Geschaeftsfuehrung gehoert. Die Dynamik der Maerkte erlaubt keine zweit- oder drittbesten Loesungen; dies aus leicht einsehbaren Gruenden:
· die Angebote werden einander immer aehnlicher;
· das Marktgeschehen verlagert sich zunehmend auf groessere Marktgebiete, bis hin zum globalen Markt;
· die Freiheit der Kunden, On-line und somit unabhaengig von Ort und Zeit Angebote einzuholen, zu vergleichen und zu kaufen, ist im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos;
· Kunden werden anspruchsvoller, entscheiden schneller, sind flexibler - folglich auch eher bereit zu wechseln (Beispiel: On-line Banken, On-line Versicherungen);
· Kundentreue muss erkaempft werden;
· Die Unternehmenspraesenz schrumpft auf Bildschirmgroesse, neue imagebildende Faktoren muessen die bisherigen ersetzen, um neue Unternehmensbilder zu schaffen;
· Der erste Eindruck beim Unternehmensauftritt hat entscheidend Bedeutung gewonnen, eine Chance fuer einen zweiten Eindruck gibt es nur selten;
· die Servicekultur tritt an die Stelle des Produktangebots, intern wie extern;

Die elektronisch vernetzen Maerkte von heute geben nur einen ersten Ausblick auf das massive e-Marketing von morgen. Aber selbst das reicht schon aus, um vielen Unternehmen das Fuerchten zu lehren. Mit Recht, denn wer davon ausgeht, schon allein mit seiner On-line-Praesenz kuenftige Erfolge vorbereitet und gesichert zu haben, wird sich auf manch boese Ueberaschung gefasst machen, wenn es nicht gleichzeitig gelingt, Leistungsangebot und Kundendienst-Management untrennbar miteinander zu verbinden. Unternehmen, die ihren Dienst am Kunden nicht zur tragenden Saeule ihres Unternehmens gemacht haben oder machen, werden auf on-line auf der Strecke bleiben; sie werden ihre Kunden schneller an ihren Mitbewerb verlieren, als ihnen lieb sein kann.

Nur wer es jetzt schafft, vorhandene Kunden durch ueberzeugenden Kundenservice langfristig an das Unternehmen zu binden und Erstkunden durch eben diesen hohen Qualitaetsstandard zu gewinnen, wird den kommenden Herausforderungen hinreichend gewappnet entgegentreten koennen. Nur wer die ueberzeugenderen Service-Loesungen anbieten und seine gemachten Versprechungen auch einhalten kann und weiss, dass Kundentreue nur durch hochqualifiziertes Kundendienst-Management zu erreichen ist, hat die Basis geschaffen, von der aus auf- und ausgebaut werden kann. Unternehmen, denen es nicht gelingt, von produktbezogenem Marketing auf kundenbezogenes Marketing umzuschalten, werden ueber mehr oder wenig zufaellig erreichte Markterfolge nicht herauskommen.

Es wird hoechste Zeit, das Unternehmer begreifen lernen, dass Kundenservice und Dreh-und Angelpunkt des Erfolges - oder Misserfolges ist. Dies gilt ohne jeden Abstrich im On-line Marketing, in dem die Vor- und Nachteile fuer Unternehmen nur einen Tastendruck voneinander entfernt liegen. Der potentielle Kunde entscheidet mit einem Click fuer oder gegen das Unternehmen; ohne den entscheidenden Grund anzugeben zu muessen. Der Kunde hat die freie Auswahl, er wird nicht zoegern, mit seinen Muskeln zu spielen.

Zum Schluss noch ein guter Rat an alle, die in Unternehmen oder Organisationen Verantwortung tragen, unterziehen Sie sich einmal der Muehe, ihren eigenen Kundendienst per Anruf, Fax oder e-mail zu fordern und lassen Sie sich ueberraschen.

Bernd R. Mueller
Consultant Customer Service Strategies
(e-mail: [email protected])

Koenig Kunde kehrt zurueck

…kann jeder VIEL einfacher, weniger kompliziert haben,

am Beispiel WAL*MART’s zB. nachzuvollziehen, dem mit ABSTAND erfolgreichsten Handels-Konzern der Welt, dessen Umsatz in 1999 um 20 % auf 165 Milliarden Dollar , gleich rund 330 Milliarden DM schnellte und bis 2003 = 250 Milliarden Dollar sein sollen / werden…wie sich unschwer bei DIESER Firma glauben laesst.

SAM WALTON, der Gruender in 1962, setzte in Kaff Betonville im US-Staat Arkansas simpel und einfach sowie genial um :

Bedingungsloser Respekt vor dem einzelnem Kunden.

Perfekter Service.

Das Streben nach Optimalem.

"Bauchpinseln des Kunden " durch People Greeters am Eingang

( oft Jugendliche oder Rentner )

"Seid die Allerfreundlichsten "

" Habt fuer alle die uns die Gnade erweisen,unseren Laden zu betreten, ein Willkommens-Laecheln und bietet Eure Hilfe an."

So SAM WALTON ( der verstorbene ) erfolgreichtse Haendler der Welt.

Auch die '10-foot-Attitude ', die WAL*MART seinen Mitarbeitern abverlangt, zielt auf das Wohlergehen der Kunden ab:

" Ich moechte, dass Ihr mir etwas versprecht: Jedes Mal wenn Ihr Euch einem Kunden bis auf 1o Fuss naehert, schaut ihm in die Augen, gruesst ihn und fragt ihn, ob ihr ihm helfen koennt."

Auch die ‚Sundown Rule‘ gehoert dazu:

Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
Vor Sonnenuntergang sollte jeder Kundenwusch erfuellt sein.

Sein Traum war und der Riesen - Erfolg gibt Sam Walton recht:

" Die Masse macht die Kasse: Das ist die Grundregel des Discount Verkaufs," …und weiter " wir ziehen ALLE an einem Strang,das ist das Geheimnis . Wir werden die Lebenshaltungskosten fuer jedermann verringern , nicht nur in Amerika , sondern in der ganzen Welt. Wir werden es ermoeglichen , zu sparen und trotzdem den Lebensstandard zu verbessern. "

Thats it.

Machts nicht zuu kompliziert, des Deutschen Unart.

Kuemmert Euch um Eure Kunden wie WAL*MART…auch des morgens mit den Training ( muss man jedoch nicht ) , mit der positiven choralen Einstimmung fuer den Arbeitstag ( " Give me a W, Give me an A, Give me a L, Give me an A, Give me a R,Give me a T " )

Denn zufiedene Mitarbeiter stellen auch die Kunden zufrieden, so die Intention.

Good luck.

ciao

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Als ein grosses deutsches Nachrichtenmagazin vor einigen
Jahren die Kundendienst-Kultur in Deutschland kritisch unter
die Lupe nahm gab es, wie nicht anders zu erwarten, neben
breitester Zustimmung auch groesste Empoerung.
Zustimmung von allen, die sich sogleich in ihrer Rolle als
„Stoerenfried Kunde“ wiedererkannten und mit entsprechend
negativen Erfahrungen aufwarten konnten; Empoerung bei all
denjenigen, die sich massiv immer dann zu Wort melden, wenn
sie sich angegriffen, sprich verteufelt fuehlen; Berufsstaende
wie Unternehmens-verbaende, Organisationen wie Gewerkschaften,
Ketten wie Multies.

Statt dem Konsumenten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, so
schrieb das Magazin, üben sich viele Service-Kräfte
hierzulande lieber in typischen Beamtentugenden: Ignorieren,
Vertrösten, Abwimmeln. Der Kunde steht im Mittelpunkt und
damit im Weg. Das Bild vom Kunden als König scheint nur noch
bei Verbraucherschuetzern hoch im Kurs zu stehen, im Alltag
taugt es allenfalls als Witzvorlage. Ob im Supermarkt oder
Restaurant, am Fahrkartenschalter oder Banktresen: Der Kunde
ist Bettler und Bittsteller - schlicht ein Störenfried, so das
Magazin weiter.

Ganz oben auf der Klageliste stehen rüder Umgangston,
mangelnde Hilfsbereitschaft, schlampige Auftragserfüllung.
Zusagen würden häufig nicht eingehalten, Preise stünden nur
selten im Verhältnis zur Leistung. Mit einem Wort, der Kunde
stoert. Dabei halten diejenigen Unternehmen die
Spitzenpositionen in der Negativ-Rangliste, die ueber keine
oder wenig Konkurrenz verfuegen und somit nicht die
Notwendigkeit zu erkennen scheinen, fuer einen mehr
kundenorientierten Service zu sorgen, geschweige denn zu
installieren. Uebrigens eine Situation, die international zu
beobachten ist, wie entsprechend angelegte Studien zeigen.

Aber selbst nach Jahren revolutionaerer Aenderungen, die auf
einer unglaublich rasant voranschreitenden technologischen
Entwicklung auf der einen Seite und den Liberalisierungs- und
Deregulierungsprozessen in vielen Bereichen auf der anderen
basiert, scheint sich in punkto Kundendienst nur wenig
veraendert zu haben. Zwar hat dieser neue Abschnitt unter
anderem die Care-, Call- und Multimedia-Center, den e-mail
Service und die elektronischen Kunden-Foren als neue
Kundenkontakt und Kundendienst-Schnittstellen hervorgebracht,
eine qualitative Kundenservice-Verbesserung aber nur in
seltenen Faellen.

Nach wie vor ist es um das Kundendienst-Management schlecht
bestellt, wie durch simple e-mail-Anfragen bei verschiedenen
Unternehmen mit einiger Geduld herausgefunden werden kann. Das
Ergebnis dieser Uebung ist haeufig ebenso erschuetternd wie
ernuechternd; Anfragen werden unzureichend oder gar nicht,
nach mehreren Tagen oder erst nach mehrmaligem Nachfassen
beantwortet, von der auesseren und inhaltlichen Form der
Antwort ganz zu schweigen. Welche Auswirkungen dies auf das
Image eines Unternehmens haben muss, bedarf hier keiner
besonderen Erklaerung.

Nicht viel besser ergeht es hilfesuchenden Anrufern bei teil-
oder vollautomatisiertem Kundendienst; sie werden - falls das
permante Besetzzeichen sie nicht schon zur vorzeitigen Aufgabe
zwingt - in den meisten Faellen erst einmal auf dem
Abstellgleis geparkt und vertroestet - eine Situation, die
einige Unternehmen nutzen, ihre Angebote zu bewerben - und oft
erst nach langem Warten schliesslich mit einer Reihe von den
alternativen Wahloptionen konfrontiert, die es dann
schliesslich ermoeglichen sollen, an den richtigen Anschluss
zu geraten. Dass es auch anders geht, zeigt das Call Center
einer der groessten skanadinavischen Banken, hier erinnern
Uhren jeden Operator daran, dass kein Anrufer laenger als 30
Sekunden warten darf.

Vielen Verantwortlichen scheint es normal, die Funktion des
Kundendienstes auch weiterhin auf die einer Anlaufstelle fuer
Beschwerden und Reklamationen zu reduzieren, die es zunaechst
einmal mit vereinten Kraeften abzuwehren gilt. Der Ansatz,
Wertschoepfung im Kundendienst zu sehen, liegt ausserhalb
taktischer und strategischer Unternehmensueberlegungen; nach
wie vor wird die Rolle des Preises isoliert gesehen und
gleichzeitig ueberbewertet; das enorme Potential, das sich im
Kundendienst verbirgt, bleibt so weitestgehend
unberuecksichtigt, wertvolle Zeit, die zum Ausbau der eigenen
Marktpostion genutzt werden koennte, geht verloren; dem
Wettbewerb kann dies nur recht sein.

Eine unternehmerische Betrachtungsweise, die unverstaendlich
erscheint, haben doch Wirtschaftsfachleute schon vor vielen
Jahren in ihren Prognosen darauf hingewiesen, dass der
eigentliche Wert nicht in der Ware, sondern in den Daten zu
suchen ist; nicht Zeit, sondern Informationen sind Geld.
Praeziser gesagt, Kundendaten. Um sie dreht sich alles, sie
bilden die Bank, sie sichern die Zukunft der Unternehmen.
Kunden-daten zentral im Kundendienst-Management erfasst,
analysiert und aufbereitet koennen so schnell wieder in den
den Verkaufsprozess - gezielt eingesetzt - zurueckfliessen;
als Angebote, die den tatsaechlichen Kundenbeduerfnissen und
Erwartungen entsprechen. Insbesondere Banken und
Versicherungen haben dies fruehzeitig erkannt und fuer ihre
Absatzziele instrumentalisiert; American Express liefert
dafuer ein sehr anschauliches und wie man hoert, auch ein sehr
erfolgreiches Beispiel.

Gezieltes Marketing, hier als Mircro-Marketing verstanden,
setzt - vereinfacht ausgedrueckt - die Erstellung von
individuellen Kundenprofilen voraus. Ein Prozess, der unter
dem Begriff Datamining bekanntgeworden ist und eine komplett
neue Serviceindustrie entstehen liess, die rechtzeitig erkannt
hat, dass die tatsaechliche Wertschoepfung im Kundendienst zu
suchen und zu finden ist. Eine Erkenntnis von zentraler
unternehmerischer Bedeutung und fuer viele Unternehmer Anlass
zur taktischen und strategischen Neubestimmung ihrer
Absatzbemuehungen.

Kundendienst ist keine isoliert zu betrachtete Aufgabe oder
Funktion, die sich in erster Linie mit unzufriedenen Kunden
herumzuplagen hat, sondern die entscheidende, integrierte
Schnittstelle in jedem Unternehmen, die konsequenterweise in
den unmittelbaren Verantwortungsbereich der Geschaeftsfuehrung
gehoert. Die Dynamik der Maerkte erlaubt keine zweit- oder
drittbesten Loesungen; dies aus leicht einsehbaren Gruenden:
· die Angebote werden einander immer aehnlicher;
· das Marktgeschehen verlagert sich zunehmend auf groessere
Marktgebiete, bis hin zum globalen Markt;
· die Freiheit der Kunden, On-line und somit unabhaengig von
Ort und Zeit Angebote einzuholen, zu vergleichen und zu
kaufen, ist im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos;
· Kunden werden anspruchsvoller, entscheiden schneller, sind
flexibler - folglich auch eher bereit zu wechseln (Beispiel:
On-line Banken, On-line Versicherungen);
· Kundentreue muss erkaempft werden;
· Die Unternehmenspraesenz schrumpft auf Bildschirmgroesse,
neue imagebildende Faktoren muessen die bisherigen ersetzen,
um neue Unternehmensbilder zu schaffen;
· Der erste Eindruck beim Unternehmensauftritt hat
entscheidend Bedeutung gewonnen, eine Chance fuer einen
zweiten Eindruck gibt es nur selten;
· die Servicekultur tritt an die Stelle des Produktangebots,
intern wie extern;

Die elektronisch vernetzen Maerkte von heute geben nur einen
ersten Ausblick auf das massive e-Marketing von morgen. Aber
selbst das reicht schon aus, um vielen Unternehmen das
Fuerchten zu lehren. Mit Recht, denn wer davon ausgeht, schon
allein mit seiner On-line-Praesenz kuenftige Erfolge
vorbereitet und gesichert zu haben, wird sich auf manch boese
Ueberaschung gefasst machen, wenn es nicht gleichzeitig
gelingt, Leistungsangebot und Kundendienst-Management
untrennbar miteinander zu verbinden. Unternehmen, die ihren
Dienst am Kunden nicht zur tragenden Saeule ihres Unternehmens
gemacht haben oder machen, werden auf on-line auf der Strecke
bleiben; sie werden ihre Kunden schneller an ihren Mitbewerb
verlieren, als ihnen lieb sein kann.

Nur wer es jetzt schafft, vorhandene Kunden durch
ueberzeugenden Kundenservice langfristig an das Unternehmen zu
binden und Erstkunden durch eben diesen hohen
Qualitaetsstandard zu gewinnen, wird den kommenden
Herausforderungen hinreichend gewappnet entgegentreten
koennen. Nur wer die ueberzeugenderen Service-Loesungen
anbieten und seine gemachten Versprechungen auch einhalten
kann und weiss, dass Kundentreue nur durch hochqualifiziertes
Kundendienst-Management zu erreichen ist, hat die Basis
geschaffen, von der aus auf- und ausgebaut werden kann.
Unternehmen, denen es nicht gelingt, von produktbezogenem
Marketing auf kundenbezogenes Marketing umzuschalten, werden
ueber mehr oder wenig zufaellig erreichte Markterfolge nicht
herauskommen.

Es wird hoechste Zeit, das Unternehmer begreifen lernen, dass
Kundenservice und Dreh-und Angelpunkt des Erfolges - oder
Misserfolges ist. Dies gilt ohne jeden Abstrich im On-line
Marketing, in dem die Vor- und Nachteile fuer Unternehmen nur
einen Tastendruck voneinander entfernt liegen. Der potentielle
Kunde entscheidet mit einem Click fuer oder gegen das
Unternehmen; ohne den entscheidenden Grund anzugeben zu
muessen. Der Kunde hat die freie Auswahl, er wird nicht
zoegern, mit seinen Muskeln zu spielen.

Zum Schluss noch ein guter Rat an alle, die in Unternehmen
oder Organisationen Verantwortung tragen, unterziehen Sie sich
einmal der Muehe, ihren eigenen Kundendienst per Anruf, Fax
oder e-mail zu fordern und lassen Sie sich ueberraschen.

Bernd R. Mueller
Consultant Customer Service Strategies
(e-mail: [email protected])

So ein Blödsinn
Viel geschwaffel um etwas was der Kunde doch selber beeinflusst.
Ist doch ganz einfach: Wer in ständiger Angst lebt zuviel bezahlt zu haben, darf sich nicht wundern, wenn er zuwenig bekommt.

Kunden sind dazu erzogen wurden auf den Preis zu achten,
das Kundendienst Geld kosten könnte weiß heute keiner mehr.
Ja, Walmart ist die Ausnahme. Die verkaufen billig mit viel Service drumherum. Aber auch mit Verlusten in Milliardenhöhe.

Was ist wenn es nur noch Walmart gibt ? Dann muß der Kunde dort kaufen, egal wie teuer. Und er wird dann immer noch glauben, er hätte günstig eingekauft. Und genau deshalb investiert Walmart soviel Geld in diese Vernichtungsstrategie von Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen.

Der Mensch ist leider viel zu dumm um zu merken, wie er hier vera…t wird. Es gibt da eine Branche, die ist schon fast weg vom Fenster. Rundfunk-Fernsehhändler, geschröpft durch den Machtkampf der Pros und Medias. Und wenn der dann bei Reparaturen voll zulangt, weil er selbst das Gerät nicht
verkauft hat, so kann es ihm auch keiner verübeln. Schließlich
hat auch er eine Familie zu ernähren.

Oliver

Viel geschwaffel um etwas was der Kunde doch selber
beeinflusst.
Ist doch ganz einfach: Wer in ständiger Angst lebt zuviel
bezahlt zu haben, darf sich nicht wundern, wenn er zuwenig
bekommt.

Kunden sind dazu erzogen wurden auf den Preis zu achten,
das Kundendienst Geld kosten könnte weiß heute keiner mehr.
Ja, Walmart ist die Ausnahme. Die verkaufen billig mit viel
Service drumherum. Aber auch mit Verlusten in Milliardenhöhe.

Was ist wenn es nur noch Walmart gibt ? Dann muß der Kunde
dort kaufen, egal wie teuer. Und er wird dann immer noch
glauben, er hätte günstig eingekauft. Und genau deshalb
investiert Walmart soviel Geld in diese Vernichtungsstrategie
von Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen.

Sorry, Du simulierst, 1.) wirds nie mehr nuur WAL*MAT geben,
2) verstehst Du offensichtlich ueberhaupt nichts von deren verbrifter , nicht aenderbarer Geschaftspolitik, die ist aehnlich fest in den Statuten steht, wie Duttweiler /Schweiz mit Migro.

Der Mensch ist leider viel zu dumm um zu merken, wie er hier
vera…t wird.

Du unterschaetzt den Kunden total, sorry, bist blind, soo dumm ist er schon lange nicht mehr.

Es gibt da eine Branche, die ist schon fast weg

vom Fenster. Rundfunk-Fernsehhändler, geschröpft durch den
Machtkampf der Pros und Medias.

Du irrst auch hier, der schrumft, klar, aber der Clevere weiss zu ueberleben.

Und wenn der dann bei

Reparaturen voll zulangt, weil er selbst das Gerät nicht
verkauft hat, so kann es ihm auch keiner verübeln.

Achwas, wer soo kurzfristig denkt schadet sich langfristig.

Schließlich hat auch er eine Familie zu ernähren.

…was er kann - und tut - bei geschickter Geschaeftspolitik.

Oliver

ciao

Kunde ist bestimmt nicht doof
Diese „Regeln“ von Sam Walton find ich sehr interessant. Hast Du noch Linktips zu ihm? Werde dann mal noch per Suchmaschine schauen.

Dass der Kunde König ist das ist ganz klar. Wir haben einen Markt mit sovielen Angeboten dass der Kunde wählen kann und genau deshalb ist er der König. Nur wenn er unsere Dienstleistung wählt können wir als Unternehmung überleben und genau deshalb müssen wir auch gut zu unseren Kunden schauen.

Alle die immer noch meinen der Kunde sei zu doof sollten sich dann auch nicht fragen wieso ihre Kundschaft wegbleibt!

Ihr müsst Euch nur selbst ein wenig beobachten. Ich merkte das bei mir: zwei Bäcker ganz nah beieinander. Eine Weile lang kaufte ich bei Nr 1, seit ich den anderen Bäcker (also nr 2) mal ‚ausprobierte‘ gibts für mich nur noch Nr 2. Bei Nr 1 eine ‚normale‘ Bedienung. Nicht unfreundlich aber man fühlt sich auch nicht gerade sehr willkommen, da man ja arbeit macht. Bei Nr 2 ganz anders, sehr freundliche Bedienung und zwar von Herzen und nicht gespielt - das würde man sofort spüren. Was möchte ich wohl am morgen eher erleben? Das Gefühl dass ich willkommen bin, oder das Gefühl das ich Arbeit verursache…? Klar muss auch das Produkt noch stimmen. Aber das ist nicht alles, sobald ich keinen merklichen Unterschied mehr finde dann zählt das menschliche. Und wieso schmecken mir wohl die Sachen aus der Bäckerei Nr 2 besser…? :wink:

Ich finde es nur so schade, dass den Verkäufern das nicht mehr ans Herzen gelegt wird… Denn schlussendlich zahlt der Kunde ihren Lohn!

Liebe Grüsse
Tanja

Hi Tanja !

Diese „Regeln“ von Sam Walton find ich sehr interessant. Hast
Du noch Linktips zu ihm? Werde dann mal noch per Suchmaschine
schauen.

Schau mal hier http://www.walmart.com
und bei google gib walmart ein, da kommts…

Dass der Kunde König ist das ist ganz klar. Wir haben einen
Markt mit sovielen Angeboten dass der Kunde wählen kann und
genau deshalb ist er der König. Nur wenn er unsere
Dienstleistung wählt können wir als Unternehmung überleben und
genau deshalb müssen wir auch gut zu unseren Kunden schauen.

Rcichtig, soo wie der alte SAM es regelrecht predigte, immer wieder permanet.

Alle die immer noch meinen der Kunde sei zu doof sollten sich
dann auch nicht fragen wieso ihre Kundschaft wegbleibt!

Soo ists.

Ihr müsst Euch nur selbst ein wenig beobachten. Ich merkte das
bei mir: zwei Bäcker ganz nah beieinander. Eine Weile lang
kaufte ich bei Nr 1, seit ich den anderen Bäcker (also nr 2)
mal ‚ausprobierte‘ gibts für mich nur noch Nr 2. Bei Nr 1 eine
‚normale‘ Bedienung. Nicht unfreundlich aber man fühlt sich
auch nicht gerade sehr willkommen, da man ja arbeit macht. Bei
Nr 2 ganz anders, sehr freundliche Bedienung und zwar von
Herzen und nicht gespielt - das würde man sofort spüren. Was
möchte ich wohl am morgen eher erleben? Das Gefühl dass ich
willkommen bin, oder das Gefühl das ich Arbeit verursache…?
Klar muss auch das Produkt noch stimmen. Aber das ist nicht
alles, sobald ich keinen merklichen Unterschied mehr finde
dann zählt das menschliche. Und wieso schmecken mir wohl die
Sachen aus der Bäckerei Nr 2 besser…? :wink:

Ja, DAS ists was man glaubt, da der ‚Mensch‘ stimmt.

Ich finde es nur so schade, dass den Verkäufern das nicht mehr
ans Herzen gelegt wird… Denn schlussendlich zahlt der Kunde
ihren Lohn!

Tja , Tanja, ich denke jedoch, da die Zeiten sehr viel haerter
werden kommt die Besinnung, und noch soo, wie der SAM WALTON das ganz richtig erkannt hatte, und WAL*Mart heute noch eisern praktiziert.

Liebe Grüsse
Tanja

Ciao