Woran erkennen Autoverkäufer Kunden?

Hallo zusammen,

gestern waren wir in einem Autohaus - und wir haben vor ein Auto zu kaufen, aber eben auch zu bezahlen. Wir haben uns intensiv mit der ganzen Familie und dem Freund unserer Tochter einen SUV und ein kleineres Modell angeschaut… dabei sind mehrfach Berater an uns vorbeigezogen - niemand sprach uns an! Also sind wir unverrichteter Dinge von Dannen gezogen.

Ich weiss das Bezahler den Autoverkäufern nicht schmecken weil sie eben keine Provisionen für Leasing, Versicherung und Verkauf bekommen… mich würde aber mal interessieren woran die Damen und Herren erkennen das da evtl. ein Bezahl Kunde vor ihnen steht. Wir hatten übrigens im Jahr 2000 die gleiche Situation, niemand sprach uns an ausser einer - der hat uns dann auch ein Auto verkauft. Ich hab allerdings später erfahren das er es nicht nötig hatte Autos auf Teufel komm raus zu vertickern weil er von Haus aus vermögend war und nur gearbeitet hat um guenstig eine Sozialversicherung zu haben.

Gruss Keuper

hallo,
das kenne ich und ich denke, das hat nichts mit „bezahlen“ zu tun. Diese Herren sind einfach zu satt. Hängt aber in großem Maße von der jeweiligen Marke ab. Ich bin z.B. nicht „gebrandet“ und deshalb war es mir bei meinem letzten Kauf egal, welche Marke. Vier Anläufe habe ich gebraucht, bis es jemanden wirklich interessiert hat, dass da jemand ist, der ein Auto kaufen will. Die Herren von Vauwau haben Montagmorgen etwas besseres zu tun als sich um Kunden zu kümmern. Bei Auadi hätte ich einen Termin gebraucht, um eine Beratung zu bekommen (während drei Verkäufer sich über das Fußballspiel vom Tag zuvor unterhielten). Und bei Popel war der Chef sehr erbost darüber, dass ich mir das Auto, das er mir angeboten hat, auch anschauen wollte und Fragen stellte zu einer riesigen schlecht ausgeführten Schweißstelle im Kofferraum eines Neuwagens. Wenn man nichts anderes zu tun hat, dann ist Auto kaufen eine wirklich spaßige Sache.
Grüßerle
Richard
PS: Im Moment wird (von cleveren Autoverkäufern) nicht so gerne verleast, weil die Restwerte so weit im Keller sind, dass einige Autohäuser, die viel damit gemacht haben, große Probleme bekommen.

Hi!

gestern waren wir in einem Autohaus - und wir haben vor ein
Auto zu kaufen, aber eben auch zu bezahlen. Wir haben uns
intensiv mit der ganzen Familie und dem Freund unserer Tochter
einen SUV und ein kleineres Modell angeschaut… dabei sind
mehrfach Berater an uns vorbeigezogen - niemand sprach uns an!
Also sind wir unverrichteter Dinge von Dannen gezogen.

Das passiert immer wieder.
Unabhängig davon, dass das Verhalten solcher VK dumm ist: weshalb fragt man als Interessent nicht von sich aus einen VK, wenn man sich schon den Weg ins Autohaus macht?
Warum zieht man lieber beleidigt ab?

Ich weiss das Bezahler den Autoverkäufern nicht schmecken weil
sie eben keine Provisionen für Leasing, Versicherung und
Verkauf bekommen…

Ist das so?
M.W. erhalten die meisten Auto-VK Provisionen für Autoverkäufe.

mich würde aber mal interessieren woran
die Damen und Herren erkennen das da evtl. ein Bezahl Kunde
vor ihnen steht.

Das ist sehr schwer zu erkennen.
nachdem viele Interessenten seit Jahren die deutschen AHs nur noch als Versorger für Probefahrt-Fahrzeuge sehen und die Autos dann beim EU-Importeur kaufen, hat sich auch bei den VK Frust breit gemacht.
Ein Stück weit kann ich das verstehen.

Wir hatten übrigens im Jahr 2000 die gleiche
Situation, niemand sprach uns an ausser einer - der hat uns
dann auch ein Auto verkauft. Ich hab allerdings später
erfahren das er es nicht nötig hatte Autos auf Teufel komm
raus zu vertickern weil er von Haus aus vermögend war und nur
gearbeitet hat um guenstig eine Sozialversicherung zu haben.

Was ist denn das für eine Geschichte?

Normalerweise verdient ein Auto-VK 500-1000 Eur fix, der rest ist Provision und muss verdient werden - normalerweise durch Autoverkäufe.

In der heutigen zeit ist kaum ein Auto-VK zu „fett“, vielmehr wissen viele VK nicht, wie sie es richtig machen sollen.
Sie sind schlecht trainiert, weil es in der Vergangenheit leichter lief und man echten Verkauf nicht nötig hatte.
Das läuft nun anders, weshalb das grosse Wehklagen ausgebrochen ist.
Hinzu kommt, dass der deutsche Kunde schwierig ist und lieber beim Kauf 300 Eur spart, die er nachher beim Service 4mal wieder drauflegt, anstatt eine langfristige, tragfähige Geschäftsbeziehung mit „seinem“ Autohaus aufzubauen.

Also alles nicht so leicht…

Gruß,
M. (ebenfalls ein sehr untreuer Kunde)

Warum soll man Dich denn ansprechen???

Hallo,

Ist halt das leidige „Kunden“-Thema.

Wenn man sich was anguckt und wird vom Verkäufer „belästigt“ ist es nicht recht, wenn sich der Verkäufer aber nicht kümmert, passt es auch nicht.

Hallo auch

gestern waren wir in einem Autohaus - und wir haben vor ein
Auto zu kaufen, aber eben auch zu bezahlen.
Ich weiss das Bezahler den Autoverkäufern nicht schmecken weil
sie eben keine Provisionen für Leasing, Versicherung und
Verkauf bekommen…

Hmm, erst einmal muss ich zugeben, daß ich dich nicht richtig verstehe. Bisher kenne ich es so, daß man ein Auto eben immer bezahlen muss. Entweder komplett oder die Leasingrate. Ich kenne jedenfalls keinen, der ein Auto vom Händler geschenkt bekam. Oder meinst du Barzahler?

Auch ich habe mich in letzter Zeit mal wieder häufiger in Autohäusern aufgehalten und diverse Autos angesehen und probegefahren. Hier, in der sauerländischen Pampa, war es immer so, daß sich ein Verkäufer kurz vorstellte, fragte ob wir Hilfe brauchten oder erst einmal schauen wollten. Wenn wir fragen hätten, könnten wir ihn jederzeit herbeirufen. Prima Lösung finde ich, man kann ungestört schauen, sich über die Vor- und Nachteile austauschen ohne das man gleich mit Marketing-BlaBla zugetextet wird und wenn man dann wirkliche Fragen hat, ist der Verkäufer sofort zur Stelle.
Nur im hessischen Korbach war das anders… Der Verkäufer meinte doch glatt uns anraunzen zu müssen. Vielen Dank, wir gehen wieder. Gekauft wurde dann beim 150 EUR teureren Händler mit Service, allerdings macht das bei dem Preis nicht mehr viel aus…

Meines Wissens nach verdienen Verkäufer übrigens ein Basisgehalt, welches sie durch Provisionen aufbessern, die es sowohl für Leasing (momentan eher unbeliebt da die Rückläufer zu teuer gehandelt werden) oder Direktkauf gibt. Auch für Wagen, die über die Hausbank finanziert werden, bekommen sie Provision.

Gruss,
Julia