Holzpellet Lieferung an Baumarkt: Pflichtangaben?

Wir sind ein Holzpellet Hersteller und möchten Baumärkte mit 15kg Säcke beliefern. Welche Pflichtangaben müssen auf die Etiketten der Säcke oder genügt es „nackte“ Säcke ohne Etikett zu liefern?

  • Würdest du war im Baumarkt oder Supermarkt kaufen wenn du nicht wüsstest, was drin ist?
  • Kennst du den Unterschied zwischen einem Markenartikel und No-Name-Artikel? Ersterer hat u.a. eine anständige und ansprechende Verpackung! Wo siehst du dich?

Hallo Lars

Als Kunde möchte ich gerne fogendes wissen:

  • Was und wieviel ist in dem Sack. Also 15 kg Holzpellets aus Nadelholz, oder Laubholz, oder gemischt… Wie auch immer

  • Verwendung: Ist es zum Anfeuern, oder für den Garten. Kann ich es als Streuzwecke für Nager nutzen…

  • Ist es naturbelassen, oder habe ich noch Leimrückstände darin, weil die Pellets aus Bearbeitungsabfällen der Holzindustrie stammt

  • Woher kommt es. Ist es Ware aus Deutschland, sammelst du das Holz aus der gesamten EU oder kommt es gar aus Übersee

  • Wer bist du (damit meine ich die Firma). Also Adresse

Wende dich doch an deinen Werbefachmann, oder lege dir einen zu, der dir die Etikette gestalltet.

Dann wird dir der Baumarkt selber noch Auflagen geben. Welcher Barcode muss drauf. Will er seinen Namen darauf (Eigenmarke). Muss der Preis aufgedruckt werden oder ein entsprechendes Feld muss für eine Preisangabe vorbehalten sein, und und und.

Da gibts so vieles und eine gründliche Beratung von mir sehr teuer.

Gruss
HaegarCH

Wir sind ein Holzpellet Hersteller und möchten Baumärkte mit
15kg Säcke beliefern.

Dann sollten es aber keine Jutesäcke sein, der Kunde will ‚sehen‘ was er kauft.

Welche Pflichtangaben müssen auf die Etiketten der Säcke oder genügt es „nackte“ Säcke ohne Etikett zu liefern?

Mindestangaben:

  1. Lieferant/Hersteller
  2. Füllmenge (in kg)
  3. Angabe der Produktnorm DINplus (Qualität/Staubanteil)
  4. Angaben zum Produkt (hier Holzpellets)

Und einen Barcode will der Handel auch sehen. Nur bei Vertrieb durch Abholung ab Werk durch den Verbraucher kann man ‚nackte‘ Säcke verwenden. Oder bei Direktlieferung. Eierkohlen in Jutesäcken haben auch keine Angaben.

Lohnt sich ein Vertrieb über Baumärkte? Die Marge der Baumärkte ist doch beträchtlich.

Man sollte sich überlegen ob eine Kooperation mit den örtlichen Brennstoffhändlern nicht effiktiver ist. Schliesslich findet dort die erste Anfrage eines Verbrauchers für Festbrennstoffe statt.

Denn, 15kg-Säcke kauft nur die Oma für ihren (neuen) Zimmerofen, wenn der überhaupt Pellets verbrennen kann. Und die hat gewöhnlich keine Möglichkeit die Säcke aus dem Baumarkt in ihre Wohnung zu schaffen.

Vorher hat sie ihre Eierkohle/Kohlebriketts auch vom örtlichen Händler bezogen.

Fazit: Nach meiner Meinung lassen sich 15kg-Säcke Pellets über Baumärkte nur schwer verkaufen, besser geht dieser Vertriebsweg mit Holzbriketts in 10 oder 15kg Bündeln. Die kann nämlich jeder in seinem Wohnzimmerkaminofen anstatt Buchenholz verfeuern. Dieser Personenkreis besitzt auch die Transportmöglichkeit gleich mal vier Zentner mitzunehmen.

Gruß
T.