Wenn der Hersteller gerne 9,99 für sein Produkt sehen möchte, es für 4,50 an die z.B. Discounterkette vertreibt und diese es dann für 6,49 verkaufen will -
Was kann der Hersteller dann tun um 9,99 durchzusetzen?
Ich hätte jetzt gedacht, dass das per Gesetz vorgeschrieben ist, also dass die Discounter die UVP nicht einfach umgehen dürfen.
Das hab ich auch schon oft gelesen und gesagt bekommen, dass die UVP nicht umgangen werden darf. Z.b. Apple-Produkte. Die Frage der IHK klang allerdings nicht danach, als könnte man einfach jemanden dazu zwingen, sondern mit welchem Mitteln man es aber so ähnlich hinbiegen kann.
Was sind also legale Mittel um die 9,99 durchzusetzen?
Wenn der Hersteller gerne 9,99 für sein Produkt sehen möchte,
es für 4,50 an die z.B. Discounterkette vertreibt und diese es
dann für 6,49 verkaufen will -
Was kann der Hersteller dann tun um 9,99 durchzusetzen?
In der rechtlichen Theorie meist gar nichts. Eine Bindung der nachgelagerten Handelsstufe an einen von der vorgelagerten Stufe vorgegebenen Weiterverkaufspreis ist - von einigen Besonderheiten abgesehen (z.B. Buchpreisbindung) - in aller Regel verboten.
Rein praktisch gibt es da aber durchaus ein paar Optionen. Beispielsweise kann der Hersteller seinen Händlerabgabepreis so gestalten, dass der Händler - wenn er an der Ware noch was verdienen will - gar keine andere Möglichkeit hat, als die Ware zu dem vom Hersteller gewünschten oder einem noch höheren Preis abzugeben. Außerdem ist der Hersteller, wenn er nicht gerade marktbeherrschend ist, prinzipiell frei zu entscheiden, ob er einen bestimmten Händler nach einem ersten auch noch ein zweites Mal beliefert oder nicht …
Die genannten Optionen haben aber den Nachteil zum einen nicht ganz wasserdicht zu sein (niemand hindert z.B. den Händler, ein Ware - z.B. als Lockangebot - auch mal vorübergehend unter dem eigenen Einstandspreis abzugeben) und zum anderen sich ebenfalls nicht im rechtsfreien Raum zu bewegen. Insbesondere die letztgenannte Methode ist da, selbst wenn man kein Marktbeherrscher ist, nicht ganz risikolos.
@Stefan: Auf Komission anbieten heißt dann, dass der z.B. Discounter lediglich „für“ den Hersteller verkauft und demnach seine Vorgaben einhalten muss?