Motaorradversand nach Vancouver

Ersteinmal vielen Dank für die Antworten zu der vorherigen Anfrage.
Nachdem ich nun etwas schlauer bin und dieser von mir erwähnte 10 Fuss Container wohl kein gängiges Format darstellt, würde ich gerne wissen wollen, ob jemand unter Euch ist der mir sagen könnte auf welchem Wege ich am besten zwei Enduros nach Vancouver transportieren kann.
Es scheint so als wäre es mittels eines Sammelcontainers das sinnvollste oder vielleicht doch mit einem Flieger?

Welche Spedition kommt für so etwas in Frage?
Wie sollten die Motorräder verpackt werden?
Was kostet sowas?
Kann man auch noch diverse Ersatzteile beifügen?
Wie sieht es mit Einlagerungsgebühren vor Ort aus?
Zollformalitäten denke ich werden über den Spediteur abgewickelt…?
Wo müssten die Mopeten abgeliefert werden?

Vielen Dank für die hoffentlich hilfreichen Antworten.

Gruß Jürgen

Hallo, Jürgen,

wende Dich an einen Carrier, der Kanada-Verkehre macht. Oder frage eine große Seehafenspedition. In Hamburg könnte ich Dir Seabridge raten, bei denen weiß ich aus Praktikumszeiten, dass sie dahin fahren.
Carrier fahren ab Hamburg und Bremerhafen dahin Hapag Lloyd und CAST Group Services und Oriental Overseas, alle sollten deutsche Niederlassungen in Hamburg haben und Dir sagen können, welche Spedition Dir das macht.
Lass Dir genau ausrechnen, ob der 20"-Standardcontainer nicht günstiger ist als eine Sammelladung. Ich gehe davon aus.
Luftfracht kommt IMHO nicht in Frage, da Fahrzeuge als Gefahrgut geflogen werden müssen. Das wird zu teuer.
Papierkram macht dann Deine Spedition, bei der Du auch bis Zoll Canada bezahlen kannst. Ab dort entweder über Agent via Spedition oder der Empfänger kümmert sich drum.
Bei weiteren Fragen: Frag.

Lieber Gruß,

Marcus

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Mein Vorschlag wäre der folgende:

Die Bikes auf einer geschweißten Stahl-Einwegpalette fest niederzurren und um diese Palette einen Holzverschlag zimmern/schrauben. Kosten ca. 100-200 Euro. Alles als Sammelgut über eine Seehafenspedition versenden. Das Bike sollte mit einer Palettenhaube (Plastiksack) (siehe www.folag.ch) vor auslaufenden anderen Dingen geschützt werden.

Muster einer EW-Stahlpalette z.B. bei www.sander-dt.de/moto.html oder www.feil-logistics.de

Das Holz muß dem IPPC-Standard / ISPM 15 entsprechen. Goggle mal oder www.ganss-verpackung.de oder www.pfalz.ihk24.de oder www.bba.de/ag/gesund/internat/ippc/texte/ispm15de.pdf oder Lufthansa Cargo etc.

Zitat: " … Verschläge, die komplett aus behandeltem Holz gefertigt sind … dürfen ohne Behandlung in die IPPC-Länder eingeführt werden … " also Spannplatte, Sperrholz etc. …

Weiterhin eine gute Seiten:
Possis Motorrad-verschicken-FAQ: www.possi.de/motorradtipps/verschicken.html, www.bikeword-travel.com, www.usa-reise.net/forum, www.intime-ham.de

Das Bike muß absolut sauber sein: Es dürfen KEIN(E) Insekten, Sand und sonstiger Schmutz am Bike haften!!! Auch nicht im Profil der Reifen, beim PKW muß auch der Unterboden rein sein. Der Tank muß weitgehend leer sein (Rest 2-3 Ltr.), die Batterie muß abgeklemmt sein und die Pole mit Tape isoliert werden.

Laufzeit dt. Seehafen - Ostküste USA/CAN: ca. 14 Tage, dazu jeweils 2-4 Tage Vor- und Nachlaufzeit in den Häfen. Macht Ostküste 2-3 Wochen, Westküste 4 Wochen.

Kosten werden nach Raumgewicht abgerechnet: Oneway ca. 300-400 Euro / Bike, je nach Göße der Kiste und der gewünschten Handlingmaßnahmen.

Was Seehafenspediteure alles machen, z.B. hier bei Hellmann seafreight FAQ www.hellmann.de, siehe auch die Abfahrts- und Ladeschlußzeiten für LCL Verschiffungen (Stückgut) http://hamburg/hellmann.de/abfahrtsplaene
oder www.excel-motorcycle.com

Bei dt. Kennzeichen ist zusätzliche Haftpflicht-Versicherung nötig:
z.B. Tour-Insure, Hamburg oder American Int., Wiesbaden
weiterhin Transportversicherung.

Weitere Seiten (Google mal) z.B. bei
www.motorradonline.de über Motorradtransport
www.cronenbiker.de/Touren
www.enduroreisende.de/stand_der_vorbereitungen.htm
www.sped-zinner.com/wissen.htm
www.weisslogistics.com
www.FAQpanam.htm (??? evtl. Google) hier 30 Seiten FAQ der Panamerican Transport International s.a. über See- und Luftfrachten, sehr gut!

Evtl. verlangt CAN ein deposit von 100-500 Can.$

Ich hoffe, daß diese paar Infos die Bikes sicher nach CAN bringen - mein Bock kommt im nächsten Jahr wieder auf Seereise in die USA.

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Klasse recherchiert! Bin mir nur nicht sicher, ob das sich rechnet im Vergleich zum 20"-Vollcontainer.
Gehen wir von zwei Colli aus.
Nr. 1, die beiden Motorräder:
2,50x1,50x1,50 = 5,625 t = 6 t frachtpflichtiges Gewicht Maß/Gewicht.
Dazu Staugebühr ~150.- EUR, bzw. komplette FOB-Kosten etwa 350.- EUR, denn irgendwie muss das Gebilde ja auch nach Hamburg und dann in den Container kommen. Ab Bremerhafen wäre übrigens billiger.
Zweites Collo mit Ersatzteilen etc. nochmal eine angefangene Tonne.
Zitat: " … Verschläge, die komplett aus behandeltem Holz gefertigt sind … dürfen ohne Behandlung in die IPPC-Länder eingeführt werden … " also Spannplatte, Sperrholz etc. …"
Ist so nicht ganz richtig.
Unter http://www.schrepfer-gmbh.de/download/Auszug%20Biolo… findest Du die notwendigen Dinge, damit das OK ist. Auch die Zeichen, die auf dem Kollo angebracht sein müssen.

Einfach mal erkundigen, auch bei der Spedition. Hellmann ist recht teuer. Kleine speditionen sind oft günstiger. In Hamburg Seabridge oder Alfons Köster.

Lieber gruß,

Marcus

IPPC gilt für Holz, behandeltes „Holz“ ist in diesem Sinne kein Holz mehr, da schon behandelt …

Die preiswertete Möglichkeit ist die Beiladung in einem privaten Umzugscontainer, ansonsten Angebote von den Speditionen einholen, Preise vergleichen und handeln.

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IPPC gilt für Holz, behandeltes „Holz“ ist in diesem Sinne
kein Holz mehr, da schon behandelt …

Die preiswertete Möglichkeit ist die Beiladung in einem
privaten Umzugscontainer, ansonsten Angebote von den
Speditionen einholen, Preise vergleichen und handeln.

Motorräder als Beiladung im privaten Umzugscontainer… ja, ne, is klar…:smile:))

Kopfschüttelnd,

Marcus