in ein paar Wochen fliege ich nach Spanien. Da ich dort einige Artikel (z.B. Wein) bekomme die es in Deutschland nicht gibt würde ich diese gerne per Paket nach Deutschland schicken. Wieviel kostet es? Ist es zu verzollen? Hat jemand Erfahrung mit dem Versand von Paketen von Spanien nach Deutschland?
Und auf was muss ich achten? Ich spreche leider kein Spanisch.
aber die national erhobene Weinsteuer, wie überall in der EU. In D z.B. mit einem Satz von Null.
Mit der Aufhebung der Zollgrenzen im Gemeinschaftsgebiet gestaltet sich der Versand von Wein an Endverbraucher ungeheuer kompliziert: Wenn ich Wein vom Gut in Frankreich haben will, wird das in der Regel mit einem bedauernden „désolé“ beschieden, weil die Anmeldung und Behandlung der Sendung den Deckungsbeitrag frisst. Da ich selber nicht beim Zoll als Bezieher von Wein registriert bin, gibts da keinen Weg…
Es gibt zwar eine Kleinmengenregelung für Kofferraum-Transporte im Reiseverkehr, aber ich bin nicht überzeugt davon, dass die für den Versand von Person A an sich selber auch giltet.
Die spanische Post verlangt neutrale Verpackung, d.h. Schachteln mit
irgendwelchen Werbeaufdrucken müssen nochmal mit neutralem Papier
verpackt werden.
Ausgenommen sind die Schachteln, die man beim Postamt erwerben kann.
Wie sieht es mit Zoll auf den Kanaren aus? Ich habe noch einen Weinkarton ohne Aufdruck zu Hause. Da dieser wenig wiegt könnte ich den mitnehmen. Der passt auch in einen Koffer.
das ist meine jaehrlich hausaufgabe, wenn ich wein fuer unsere kunden in frankreich hole…
die „kofferaumgrenze“ liegt bei rotwein bei 70 liter.
diese grenze gilt pro person!
d.h., wenn ich mit einem kumpel fahre, dann koennen wir 33 kaesten wein a 6 flaschen einbunkern.
diese offerraumgrenze gilt allerdings nur fuer den „privaten verbrauch“ - sobald nur eine flasche von der charge in den handel kommt, muss ich mich beim zollamt „zum bezug verbrauchssteuerpflichtiger waren“ zulassen lassen.
eine geringe ueberschreitung der 70 liter wird allgemein toleriert, solange man glaubhaft nachweisen kann, dass es sich tatsaechlich um privatverbrauch handelt.
mit diesen 33 kaesten ist ein kleiner kombi uebrigens auch schon ganz gut ausgelastet …
inzwischen ist die Frage ganz anders geworden: Es geht nicht um das spanische Binnenland, sondern um die Kanaren; alldieweil es morgen vielleicht um Wein aus Übermengen ohne Etikett gehen wird, ist es wohl doch zu viel des Guten, sich hier ums Detail zu kümmern.
ich will das jetzt wissen.
Der verdammte Wein bringt mich dauernd in irgend einer Form zur Weißglut…und nein, das gibt dann keinen Glühwein!
Ich hab von Kunden:
3 Kisten Wein (von Prof.Dr. ein Urlaubsmitbringsel aus Südafrika per Luftfracht) im Verwahrlager
1 Container Wein aus Chile im Freihafen sowie
eine Palette gemischte Weine aus Spanien unter Zollverwahrung…
Zoll will Agrarabgaben, kann mein System gar nicht, Zollantrag per Hand wird nicht akzeptiert
Zoll will Handunterschriebene Weinverzichtserklärung (ich hab wohl extrem doof geschaut)des Einführers
Zoll will was-weiß-ich-noch-alles
zuerst zum Trost die Episode aus dem Zollamt Wiesbaden, wo vor einigen Jahren eine Palette Sambuca aus Italien erstmal beschlagnahmt worden ist, weil der brave Italiano zwar die Branntweinsteuer ganz sauber angemeldet und entrichtet hatte, aber an jeder Flasche, um das in D populär zu machen, ein kleines Säcklein mit drei in D unversteuerten Kaffeebohnen drangehängt hatte!
Denis Pradal hat mir erzählt, wie er seinerzeit angefangen hatte, per direktem Transport ab Weingut Kunden in ganz Europa zu beliefern, und sich zu diesem Zweck beim französischen Zoll erkundigt hatte, was er denn außer der umsatzsteuerlichen Erfassung bei zehn verschiedenen Finanzämtern in verschiedenen Ländern noch beachten müsste: Die Franzosen hatten ihm erzählt, der Nachweis der Entrichtung der französischen Weinsteuer sei bei Lieferung an Endverbraucher ausreichend. Die Belgier haben ihn daraufhin mit einem vollen 2,7 Tonner aus dem Verkehr gezogen. Worauf er mit dem Bescheid & Procès Verbal der Belgier wieder zu den Franzosen ging und sie fragte, warum die Belgier das anders sehen. Ein Kommissar von den Franzosen hat daraufhin mit einem Inspektor der Belgier eine ziemlich heftige telephonische Diskussion geführt, und am Ende vom Ganzen mussten die Belgier mal den Wein aus Mas d’Intras probieren, und fanden - außerdienstlich, selbstverständlich! - den Cuvée d’Antoine ganz bemerkenswert - so dass immerhin außer dem Knöllchen auch noch ein paar neue Kunden herausgekommen sind…
Wieauchimmer, es ist ein seltsam Ding mit dem Wein.
Hauptsache das landet nicht bei mir als Luftfracht…
Aber Post ist billiger als Übergepäck.
Noch billiger: Kram frei Haus liefrn lassen. Irgendein Stückgut-Trucker zieht das schon mit rüber…
Kommt halt auf die Menge an…