Hallo Experten,
ich möchte für meinen Online-Shop Waren aus den USA importieren.
Eine Zollnummer habe ich bereits. Des Weiteren arbeite ich im Versand mit UPS.
Wie läuft ein solcher Import nun ab? Es handelt sich um Kleidungsstücke und Outdoorausrüstung wie Taschenlampen etc.
Hat jemand Erfahung und kann mir den genauen Ablauf erklären?
Besten Dank!
Chr1s
Hallo,
Eine Zollnummer habe ich bereits.
Sehr gut! 
Des Weiteren arbeite ich im Versand mit UPS.
Bei denen habe ich in der Importabteilung gearbeitet. Ist ein absolut mieser, menschenverachtender Arbeitgeber, aber was den Import angeht das Beste, was du kriegen kannst.
Der Anspruch an schnelle, aber zugleich absolut korrekte Anmeldungen ist dort ganz, ganz hoch. UPS hat die Anforderungen an seine Zolldeklaranten unglaublich hoch angesetzt, mehr als die Hälfte der angenommenen (!) Bewerber fliegt schon in der Schulung wieder raus, weitere fliegen durch die Abschlußprüfungen heraus und weitere überleben die Probezeit nicht. Wer es dort bdauerhaft in die Brockerage schafft hat entweder Vitamin B innerhalb des Hauses oder ist richtig gut und auf Zack. Es ist beinahe leichter Pilot bei Lufthansa zu werden als Zolldeklarant bei UPS. Insofern hast du da mit vielen Top-Leuten zu tun (und ein paar Flaschen, die die richtigen Connections hatten. Aber du merkst schnell wer zu welcher Gruppe gehört).
Wie läuft ein solcher Import nun ab? Es handelt sich um
Kleidungsstücke und Outdoorausrüstung wie Taschenlampen etc.
Wenn du oft importierst wirst du Kunde bei UPS und läßt alle notwendigen Daten in deiner Kundenkartei eintragen. Du kannst dort Verfahrensdanweisungen für Verzollungen hinterlegen, also vermerken lassen dass alle Importe ohne Rückfrage verzollt werden dürfen. Theoretisch kannst du auch angeben dass du für jede Sendung avisiert werden möchtest, aber das macht sowohl dir als auch deinen zuständigen Zolldeklaranten (ist ein Team von 6 Leuten, die für deinen PLZ-Bereich zuständig sind) nur unnötig Arbeit. Da dir ja sowieso nur Sachen geschickt werden, die du bestellt hast, werden kaum ständig falsche Lieferungen für dich kommen. Insofern geht es einfacher, schneller und mit weniger Arbeitsaufwand wenn nicht für jede einzelne Sendung rückgefragt werden muß.
Wenn du immer wieder Sendungen bekommst, in denen Waren sind, die Dritte anhand der Bezeichnungen auf der Rechnung nicht sofort identifizieren können kannst du auch hinterlegen lassen dass von Kunde X immer Wärmeflaschen kommen oder sich hinter der Bezeichnung X immer die Ware soundso verbirgt.
Über dein Kundenkonto werden dann auch die fälligen Einfuhrgebühren abgerechnet, d. h. einmal im Monat gibt’s eine Rechnung mit den angefallenen Einfuhrgebühren. Die Pakete kommen dann automatisch zu dir, wie jede sonstige Sendung auch.
Für dich als Warenempfänger ist es recht einfach. Alternative wäre dass du bei jeder einzelnen Sendung die Einfuhrabgaben an den Paketfahrer zahlen müßtest weil du kein Kundenkonto hast. Das ist der schlechtere Weg weil du dann immer mit Bargeld herumhantieren mußt.
Gruß,
MecFleih
zu ups
Ist ein absolut mieser, menschenverachtender Arbeitgeber, aber was den
Import angeht das Beste, was du kriegen kannst.
moin,
zum ersten punkt stimm ich dir zu, beim zweiten habe ich gaenzlich andere erfahrungen:
ups schafft es nicht, liefer- und rechnungsadresse auseinanderzuhalten!
wir bekommen recht haeufig rechnungen ueber eust, obwohl wir nur als empfangsadresse fungieren und die handelsrechnung klar einen anderen steuerpflichtigen zeigt - natuerlich bezahlen wir das nicht, und ups hat immense probleme , den unterschied ueberhaupt zu vestehen.
privat bestellte ich mir kuerzlich eine etwas teurere sache aus den usa - ups berechnete mir unaufgefordert = ohne auftrag abfertigung und eust.
ich wollte die sache aber gar nicht abfertigen, sondern im transit weiterversenden - das machte durchaus sinn, weil ich als privatperson nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin.
nun „leidet“ der import von ups, da nun niemand so richtig fuer die eust aufkommen wird…
also profis ware das nicht passiert…
gruss
kuddel
Hi,
da hättest du die richtigen Kästchen anklicken müssen, bei Rückfragen …. Und vorher avisieren …., dann wäre es nicht passiert
norddeutsche Grüsse
Me
Hi Kuddel,
über’s Accounting kann ich nix sagen weil ich das nie kennengelernt habe. Ich kann nur die Arbeit der Zolldeklaranten beurteilen und die sind insgesamt wirklich auf Zack. Sicher gehen manchmal Dinge schief und ein paar Nieten hat man immer dazwischen, das bleibt bei vielen Mitarbeitern und vielen Vorgängen wohl nirgendwo aus.
Aber im großen und ganzen legt UPS immens viel wert auf eine besonders gute Schulung - ich habe sie selber, ich muß schon sagen „erlitten“ und da wird wirklich seeeeehr ausführlich und peinlich genau gelernt und abgefertigt. Insofern halte ich die Qualität der Zollanmeldungen für wirklich gut.
Wenn an anderen Stellen, also z. B. der Rechnungsabteilung etc. Flaschen sitzen mag das sein. Klar, als Kunde sieht man immer nur das Gesamtbild…
Und es hat sehr viel mit der Managementstruktur bei UPS zu tun. Man muß sich nur mal http://www.netzwerkit.de/projekte/galeere ansehen und ein bisschen herumschmökern, dann merkt man schnell dass der Fisch vom Kopf her stinkt.
Ich bin froh nicht mehr dort zu arbeiten. Aber mein Punkt war eben der dass man UPS alles nachsagen kann, nicht aber eine schlechte Zollabfertigung zu haben.
Gruß,
MecFleih
moin,
ICH war ja nicht auftraggeber, sondern mein us-lieferant.
die ware wurde mir auch zuegig zugestellt, und die abfertigungsrechnung incl eust kam viel spaeter.
ist halt nur fuer ups dumm gelaufen… moeglicherweise ziehen die nun meinen lieferanten ran, aber der hat sich nicht bei mir gemeldet…fuer mich ist das ding also absolut durch. immerhin 19% gespart…
gruss
kuddel
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Hi,
ICH war ja nicht auftraggeber, sondern mein us-lieferant.
Der war Auftraggeber für den Transport, meistens ist die Verzollung Sache des Warenempfängers. Da hätten sie dich natürlich fragen müssen ob in deinem Auftrag die Anmeldung gemacht werden darf. Wenn das unterblieben ist - Pech für UPS.
Wobei es bei Einfuhrabgaben von bis zu 30, 40 EUR manchmal besser ist ohne Auftrag zu verzollen und zu riskieren dass der Warenempfänger dann die Zahlung der Einfuhrgebühren verweigert als das Paket am Airport liegen zu lassen.
Einzelne Pakete aus dem Standard-Ablauf aussortieren zu müssen ist ein ziemlicher Aufwand, und schnell teurer als die 30 EUR Einfuhrabgaben, die UPS riskiert, weil die meisten Warenempfänger zahlen sie ja doch.
Gruß,
MecFleih