Was genau ist ddp? huhu gitte!

habe einer weltweit operierenden spedition einen frachtauftrag gegeben: vollkommen richtig + unmissverstaendlich formuliert: ddp verwendungsstelle. diese profispedition hat die sendung jedoch nur dem „hausspediteur“ des importeurs uebergeben, und es trat ein, was haette verhindert werden sollen: der hausspediteur baut seinen ueblichen bakschisch + andere kosten ein.
jetzt streite ich mich mit dieser beauftragten spedition rum.
sie argumentiert: ein mitarbeiter des empfaengers habe angewiesen, die sendung zu ueberstellen.
meine meinung ist: mein auftrag war klar, ich bezahl nix ( oder wenig )
wer hat recht?
gruss
khs

mit wer hat recht muss man vorsichtig sein. leider steht hier nicht der sendungsumfang und die final destination, denn ein wenig ist es auch von der rechtslage „einfuhrbestimmungen, etc.“ abhängig.

was die incoterms 2000 angeht, ist das wwww voll mit informationen. das wichtigste habe ich habe ich kurz kopiert:

D-Gruppe; Ankunftsklausel:

Die gesamten Transportkosten und das Risiko bis zum definierten Ort im Bestimmungsland werden vom Verkäufer getragen

DDP: delivered duty paid (…named place of destination) ó geliefert verzollt (…benannter Bestimmungsort)

Diese Klausel stellt die Maximalverpflichtung für den Verkäufer dar. Auch die Einfuhrabwicklung wird durch den Verkäufer durchgeführt.

Transportart: gültig für alle Transportarten

Formalitäten / Lizenzen

Der Verkäufer beschafft alle für die Aus- und Einfuhr notwendigen behördlichen Genehmigungen sowie alle Dokumente die erforderlich sind um die Ware dem Käufer zur Verfügung zu stellen, auf eigene Gefahr (Risiko) und Kosten (ggf. auch für Transporte durch Drittländer).

Der Käufer muss auf Verlangen des Verkäufers sowie auf dessen Kosten und Gefahr (Risiko) jede Hilfe die zur Durchführung der Abwicklung erforderlich ist (insb. bei den Zollabwicklungen) leisten.

Lieferung

Der Verkäufer muss dem Käufer die zur Einfuhr freigemachte Ware an benannter Stelle des benannten Bestimmungsort im Einfuhrland zum vereinbarten Zeitpunkt (Frist) zur Verfügung stellen.

Risiko-/Gefahrenübergang

Der Verkäufer trägt die Gefahr / das Risiko des Verlustes bis die Ware am benannten Bestimmungsort geliefert worden ist. Danach geht die Gefahr / das Risiko auf den Käufer über.

Kostenteilung

Verkäufer:

Kosten für Transport zum benannten Bestimmungsort
Zölle, Steuern, Kosten der Zollformalitäten sowie andere öffentliche Abgaben die für die Aus- und Einfuhr der Waren notwendig sind (ggf. auch für Transporte durch Drittländer).

Käufer:

Alle Kosten, die nach dem Übergang der Ware auf den Käufer anfallen.

Liefernachweis, Transportdokumente, DFÜ-Nachrichten

Der Verkäufer muss dem Käufer den Auslieferungsauftrag und/oder das übliche Transportdokumente zum Nachweis der erfolgten Lieferung auf eigene Kosten ausstellen und dem Käufer übergeben/übermitteln.

Prüfung, Verpackung, Kennzeichnung

Der Verkäufer muss zu seinen Lasten Prüfungen der Lieferqualität der Waren durchführen bzw. durchführen lassen (Qualitätsprüfung, Messen, Wiegen, Zählen).
Der Verkäufer muss auf eigene Kosten die Waren in einer dem Transport angemessene Verpackung bereitstellen. Die Verpackung ist zu Kennzeichnen.

Ist nichts anderslautende vereinbart, muss der Käufer die Kosten von Warenkontrollen vor der Verladung im Verschiffungshafen tragen.
Ausnahme: für die Ausfuhr notwendigen, behördlich angeordnete Kontrollen.

sonstige Verpflichtungen:

Der Verkäufer muss auf eigene Kosten und Gefahr (Risiko) alle notwendigen Dokumente für die erforderlichen Aus- und Einfuhr- Formalitäten beschaffen. Der Käufer muss hierbei auf Aufforderung von und zu Lasten des Verkäufers behilflich sein.

Angaben in Anlehnung der ICC Incoterms 1990

Abschliessend noch ein wort aus eigener erfahrung: ein guter spediteur hält im zweifel immer rückfrage mit seinem auftraggeber sofern sich etwaige änderungen ergeben :wink:

  1. ganz so klar war dein auftrag auch nicht gerade.
    was bedeutet verwendungsstelle ???

  2. ddp kurz ausgedrückt heisst:
    frei haus verzollt, inkl. zollabgaben, exkl. mwst.
    der käufer hat sich also nur um die eigene landesspezifische mwst zu kümmern. der rest kann ihm egal sein.

aber auch im täglichen geschäft (spedition) gibt es hier immer wieder diskussionen (vorallem mit ddp und ddu)

  1. das mit dem hausspediteur kann aber auch landesspezifisch sein. zum beispiel griechenland: jedes haus hat seinen eigenen verzollungsagenten. dort gibts du meistens die sendung ab und der hausspediteur (gewählt vom empfänger) macht das weitere.
    meistens wird da dann auch ein bisschen über die lieferkondition hinweggeschaut.

übrigens zu deiner frage wegen den kosten: wenn du keinen preis abgemacht hast, weisst du ja auch nicht ob die ‚hausspediteurkosten‘ bei einem transport wie deinen einfach dazugehören (eben landesspezifisch…)

wäre wirklich noch daran interessiert, wohin das ganze ging und ob es eine preisabmachung gegeben hat.

grüsse

hironimus

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hi,
ich schreib mal in deinen text rein, damit das klarer wird:

  1. ganz so klar war dein auftrag auch nicht gerade.
    was bedeutet verwendungsstelle ???

verwendungsstelle heisst: lieferort ist eine baustelle eines kraftwerkes in der tuerkei. wir wollen, dass das teil einer bestimmten person direkt an seinen bauabschnitt gebracht wird, und nicht etwa an eine zentrale warenannahme.

  1. ddp kurz ausgedrückt heisst:
    frei haus verzollt, inkl. zollabgaben, exkl. mwst.
    der käufer hat sich also nur um die eigene landesspezifische
    mwst zu kümmern. der rest kann ihm egal sein.

das bezweifel ich: auch die eust wollen wir uebernehmen, weil das teil im zuge des gesamtprojektes bereits bezahlt ist. wenn sukzessive teile nachkommen, ist kein búdget fuer eust beim empfaenger vorhanden.

aber auch im täglichen geschäft (spedition) gibt es hier immer
wieder diskussionen (vorallem mit ddp und ddu)

sa kann ich nen lied von singen…

  1. das mit dem hausspediteur kann aber auch landesspezifisch
    sein. zum beispiel griechenland: jedes haus hat seinen eigenen
    verzollungsagenten. dort gibts du meistens die sendung ab und
    der hausspediteur (gewählt vom empfänger) macht das weitere.
    meistens wird da dann auch ein bisschen über die
    lieferkondition hinweggeschaut.

genau das wollten wir vermeiden, dass der hausspediteur ins spiel kommt, weil wir wissen, dass da „hintenrum“ was laeuft…

kosten ( ueberwiegend kommunikation ) sind entstanden, WEIL der beauftragte spediteur das aus bequemlichkeit dem hausspediteur uebergeben hat, und das werden wir ausbremsen.
gruss + danke
khs

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hi khs,
ich halts mal genauso:

hi,
ich schreib mal in deinen text rein, damit das klarer wird:

  1. ganz so klar war dein auftrag auch nicht gerade.
    was bedeutet verwendungsstelle ???

verwendungsstelle heisst: lieferort ist eine baustelle eines
kraftwerkes in der tuerkei. wir wollen, dass das teil einer
bestimmten person direkt an seinen bauabschnitt gebracht wird,
und nicht etwa an eine zentrale warenannahme.

kenn ich - wenn du unter 2.000 usd weggekommen bist, dann war es preiswert. der versender sollte bitteschön ne telefonnummer des empfängers haben. ich hab dann den empfänger angerufen und ihn gefragt wie es vorort aussieht. damit bin ich bisher am besten gefahren.

  1. ddp kurz ausgedrückt heisst:
    frei haus verzollt, inkl. zollabgaben, exkl. mwst.
    der käufer hat sich also nur um die eigene landesspezifische
    mwst zu kümmern. der rest kann ihm egal sein.

das bezweifel ich: auch die eust wollen wir uebernehmen, weil
das teil im zuge des gesamtprojektes bereits bezahlt ist. wenn
sukzessive teile nachkommen, ist kein búdget fuer eust beim
empfaenger vorhanden.

ist mgl. und gerade beim kraftwerksbau nicht unüblich.

aber auch im täglichen geschäft (spedition) gibt es hier immer
wieder diskussionen (vorallem mit ddp und ddu)

sa kann ich nen lied von singen…

  1. das mit dem hausspediteur kann aber auch landesspezifisch
    sein. zum beispiel griechenland: jedes haus hat seinen eigenen
    verzollungsagenten. dort gibts du meistens die sendung ab und
    der hausspediteur (gewählt vom empfänger) macht das weitere.
    meistens wird da dann auch ein bisschen über die
    lieferkondition hinweggeschaut.

genau das wollten wir vermeiden, dass der hausspediteur ins
spiel kommt, weil wir wissen, dass da „hintenrum“ was
laeuft…

kosten ( ueberwiegend kommunikation ) sind entstanden, WEIL
der beauftragte spediteur das aus bequemlichkeit dem
hausspediteur uebergeben hat, und das werden wir ausbremsen.
gruss + danke
khs

frei haus auslieferungen in der türkei sind ne katastrophe. denn türken fällt immer mal wieder ne neue gebühr ein und dann sind so verdammt schnell mit der abfertigung. ich wollt schon einige sdg. zu diversen baustellen und fabriken haben. im endeffekt hab ich den kunden gesagt: das beste ist wenn ich die sdg. bis istanbul oder ankara schicke und der empfänger holt sie sich dort ab. es war für den kunden im endeffekt preiswerter und stressloser.
gruss
kc

Türkei…
Hallo zusammen,

jetzt wo das Thema Türkei aufkommt, muß ich meinen Senf dazugeben :smile:)

Bin seit über 8 Monaten in Istanbul mit diversen Projekten der Lagerlogistik beschäftigt und habe daher umfangreiche Erfahrungen mit den türkischen Spediteuren/Frachtführern gesammelt (negative aber auch sehr positive!!).
Weiterhin aber auch mit Transporten in die angrenzenden Turk-Länder, Iran und Syrien.

helfe gerne weiter, wenn jemand zu diesem Thema „Expertenwissen“ benötigt.

Dann aber bitte Anfrage an meine e-mail.

Gruß
Karl-Heinz

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