in publikationen der unternehmensberatung manner-romberg und auch
anderswo ist davon die rede, dass jährlich ca. 330 mio sendungen durch
kuriere ausgeliefert werden.
ich habe nun ein problem:
wenn diese 330 mio sendungen auch fahraufträgen entsprechen würden
und ein kurier im (sehr hoch gewählten) durchschnitt täglich 25 aufträge
bewältigt, dann müssten bei 220 arbeitstagen im jahr (330mio/25x220)
ja sage und schreibe (mindestens) 60.000 kurierfahrzeuge täglich in
deutschland unterwegs sein.
aus anderer quelle habe ich, dass im hamburger grossraum ca. 3.700
fahrzeuge fahren, grob hochgeschätzt käme ich auf der basis höchstens
auf 20.000 fahrzeuge deutscher kuriere.
daraus könnte man schliessen, dass sendung eben nicht mit auftrag
gleichzusetzen ist und ein auftrag im durchschnitt 3 sendungen
beinhaltet oder aber…
… dass irgendwas nicht stimmt.
bitte,
(und leider brauche ich die antwort sehr schnell)
was stimmt nicht?
es geht bei der geschichte um einen groben businessplan
(der fürchterlich eilt - sagte ich das schon?)
zu einem telematiksystem für kuriere.
ich muss abschätzen können, welche marktpenetrierung
nötig ist für diverse returns usw.
ich denke, Du hast da in Deiner Betrachtung einen falschen Ansatz, du betrachtest den Mitarbeiter (220 Arbeitstage) und nicht das Betriebsmittel, den PKW (wie häufig kann ich dieses einsetzten??)
Der Einsatz des PKW richtet sich i.d.R an der Anzahl der Arbeitstage und da in Deutschland der Samstag ein Arbeitstag ist -es werde ja auch Waren Dinge zugestellt- kannst Du eigentlich nur die Sonntage und gesetzlichen Feiertage von den 365 Tagen im Jahr abziehen.
Da das Betriebsmittel, der Pkw, aber auch länger als die 8 Stunden Arbeitstag eines Mitarbeiters zur Verfügung steht, wird dieses Fahrzeug auch für 2 Schichten eingesetzt (so kenne ich es persönlich!)
Wenn Du diese Parameter berücksichtigst, sieht Deine Kalkulation schon etwas anders aus.
Einen schönen Gruß
Karl-Heinz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ein anderer möglicher Fehleransatz ist die nicht beachtete Bündelung von Abholungen bzw. Zustellungen. Jedes international operierende, mittelständische Unternehmen oder auch jedes Unternehmen, das im Netzwerk arbeitet wird eine Vielzahl von täglichen Dokumentenversendungen und -empfängen aufweisen. Und diese werden einmal am Tag zugestellt und einmal am Tag abgeholt unabhängig von der Anzahl der Sendungen. Ich denke, daß gerade große und mittelständische Unternehmen die Schwerpunkte der Kurierdienstaktivitäten ausmachen, und daher die zitierte Bündelung besonders gewichten.
…ein anderer möglicher Fehleransatz ist die nicht beachtete
Bündelung von Abholungen bzw. Zustellungen. Jedes …
… Unternehmen … wird eine … Vielzahl von täglichen
Dokumentenversendungen und -empfängen aufweisen.
Und diese werden einmal am Tag zugestellt und
einmal am Tag abgeholt unabhängig von der Anzahl der
Sendungen.
ich glaube, dass kurierunternehmen gerade das eher selten
machen (können), denn der focus der kuriere ist die individual-
zustellung bzw. -abholung.
aber das glaube ich eben nur und mit dem glauben kann man
keinen businessplan machen (obwohl man dran glauben muss,
in des wortes doppelsinniger bedeutung).
Ich denke, daß gerade große und mittelständische
Unternehmen die Schwerpunkte der Kurierdienstaktivitäten
ausmachen, und daher die zitierte Bündelung besonders
gewichten.
ich glaube (schon wieder), daß die mehrzahl kleinbetriebe sind.
die können sicher nicht „bündeln“. das dumme ist, dass ich ‚kuriere‘
nicht definieren kann - nach wegfall des postmonopols könnte die hohe sendungszahl ja durch
bündelnde briefzusteller kommen…
vielen dank für deine mühe,
wir werden den knoten erkennen, aber nicht aufmachen können.
… Der Einsatz des PKW richtet sich i.d.R an der Anzahl der
Arbeitstage und da in Deutschland der Samstag ein Arbeitstag
ist -es werde ja auch Waren Dinge zugestellt- kannst Du
eigentlich nur die Sonntage und gesetzlichen Feiertage von den
365 Tagen im Jahr abziehen.
hmm, ok: 60.000 x5/6 = 50.000
viel hat’s nicht gebracht, aber immerhin
Da das Betriebsmittel, der Pkw, aber auch länger als die 8
Stunden Arbeitstag eines Mitarbeiters zur Verfügung steht,
wird dieses Fahrzeug auch für 2 Schichten eingesetzt (so kenne
ich es persönlich!)
ok, wenn du’s so kennst…
nehmen wir an, bei 1/4 sei es so: 50.000 x3/4 = 37.500
hmm, wird schon…
jetzt könnte noch sein, dass meine hochrechnung von hamburg
auf deutschland nicht das gelbe vom ei ist.
tja, keiner wird’s mir sagen können,
vielen dank für deine mühe
cu
scope
hi logistiker!
in publikationen der unternehmensberatung manner-romberg und
auch
anderswo ist davon die rede, dass jährlich ca. 330 mio
sendungen durch
kuriere ausgeliefert werden.
ich habe nun ein problem:
wenn diese 330 mio sendungen auch fahraufträgen entsprechen
würden
und ein kurier im (sehr hoch gewählten) durchschnitt täglich
25 aufträge
bewältigt, dann müssten bei 220 arbeitstagen im jahr
(330mio/25x220)
ja sage und schreibe (mindestens) 60.000 kurierfahrzeuge
täglich in
deutschland unterwegs sein.
aus anderer quelle habe ich, dass im hamburger grossraum ca.
3.700
fahrzeuge fahren, grob hochgeschätzt käme ich auf der basis
höchstens
auf 20.000 fahrzeuge deutscher kuriere.
daraus könnte man schliessen, dass sendung eben nicht mit
auftrag
gleichzusetzen ist und ein auftrag im durchschnitt 3 sendungen
beinhaltet oder aber…
… dass irgendwas nicht stimmt.
bitte,
(und leider brauche ich die antwort sehr schnell)
was stimmt nicht?
es geht bei der geschichte um einen groben businessplan
(der fürchterlich eilt - sagte ich das schon?)
zu einem telematiksystem für kuriere.
ich muss abschätzen können, welche marktpenetrierung
nötig ist für diverse returns usw.
ein gedanklicher Fehler: Fahraufträge sind nicht den Sendungen gleichzusetzen.
Kurierdienste liefern regelmäßig bei Großkunden säckeweise Sendungen an, oftmals mehrere Hundert in Säcken verpackt.
Als Sendung bezeichnet man das einzelne Transportgut, unabhängig davon, ob ein Empfänger eine einzelne Sendung erhält oder hunderte.
hi,
das kann so sein.
dagegen spricht, dass kuriere im ggs. zur post u.a.
point-to-point (direkt)
ohne umschlag- bzw. sammelplatz (verteilung)
arbeiten.
ausgenommen bestimmte sendungen nach wegfall des postmonopols,
die von spez. kurieren gefahren werden. diesen fall habe ich
aber bes. berücksichtigt.
hilft also auch nicht weiter, aber trotzdem vielen dank
cu
scope
ein gedanklicher Fehler: Fahraufträge sind nicht den Sendungen
gleichzusetzen.
Kurierdienste liefern regelmäßig bei Großkunden säckeweise
Sendungen an, oftmals mehrere Hundert in Säcken verpackt.
Als Sendung bezeichnet man das einzelne Transportgut,
unabhängig davon, ob ein Empfänger eine einzelne Sendung
erhält oder hunderte.
das ist so nicht richtig. In der Kurierdienst-Branche unterscheidet man zwischen diesen Direktfahrten (point-to-point) und festgelegten Touren.
Die Unternehmer in Abstimmung mit ihren Auftraggebern gehen immer mehr dazu über, Touren und zusammengefaßte Sendungen zu disponieren, weil dies ökonomischer ist.
Der Anteil solcher Dispositionen beträgt etwa 50% mit Tendenz nach oben.
Die Einzel- und Direktfahrten bilden für den Auftraggeber mittlerweile die Ausnahme.
Diese Entwicklung steht in direktem Zusammenhang mit den Fortschritten in der Telekommunikations- und IT-Branche.
Schriftstücke, die früher dringend mit einem Direktkurier zum Empfänger gebracht werden mußten, erübrigen sich heute durch die Möglichkeit zu faxen oder zu mailen.
das ist so nicht richtig. In der Kurierdienst-Branche
unterscheidet man zwischen diesen Direktfahrten
(point-to-point) und festgelegten Touren.
stimmt.
Die Unternehmer in Abstimmung mit ihren Auftraggebern gehen
immer mehr dazu über, Touren und zusammengefaßte Sendungen zu
disponieren, weil dies ökonomischer ist.
d. h., daß hier die sendungsanzahl in korrelation mit nur
*einem* auftrag steht. die kosten eines solchen auftrags
werden wohl aus der summe der ablieferstellen abzüglich
eines abschlags für den tourencharakter ermittelt und dann
vereinbart werden. diese point-to-multipoint-aufträgen sind
imho sonderfälle von point-to-point-aufträgen.
da es mir (primär) um die anzahl der kuriere und den abliefer-
stellen je fahrzeug/tag geht, findet die preistellung erstmal
keinen eingang in meine überlegungen.
Der Anteil solcher Dispositionen beträgt etwa 50% mit Tendenz
nach oben.
Die Einzel- und Direktfahrten bilden für den Auftraggeber
mittlerweile die Ausnahme.
erbitte quellenangabe.
zur info: es geht um einen modularen lowestcost on-/offboard-
naviagations-hybriden zur steuerung von kep-diensten.