Cashflow

Von: , Frage gestellt am So, 4. Jul 2004

Hallo!
Kann mir mal jemand erklären wie das mit dem (Stufen-)Cashflow funktioniert. Das Ganze ist für mich etwas unlogisch. Warum werden Abschreibungen zum Jahresüberschuss dazugerechnet? Mir ist zwar klar das dies auszahlungsunwirksame Ausgaben sind und als solche dem Unternehmen "zufließen". Aber was ist dann mit z.B. den Personalkosten, hätte ich geringere Personalkosten so wäre mein Jahresüberschuß höher und folglich der Cashflow auch.... irgendwie steh ich glaub ich voll auf der Leitung??? HELP ME ;o)

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Cashflow

    Eigentlich ganz einfach, wenn man einmal die Logig verstanden hat: Hier eine Erklärung aus dem FAZ Börsenlexikon:

    Der Cash Flow ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende Gewinnkennzahl zur Unternehmensanalyse. Er beschreibt den Zugang an flüssigen Mitteln in einer Abrechnungsperiode Seine Höhe ergibt sich im Wesentlichen aus der Addition von Jahresüberschuss, Steuern vom Ertrag und Einkommen, Abschreibungen sowie Veränderungen der langfristigen Rückstellungen. Aus seiner Höhe und Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf das Finanzierungspotenzial eines Unternehmens ziehen.

    Wenn das Brett immer noch da ist, weiterfragen.
    Gruß
    C.

    • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Cashflow

      Hallo Christoph!

      Leider ist das Brett immer noch da. Ich verstehe schon den Gedanken hinter dem Cashflow und für was er gut sein soll. Ich habe eben nur ein Problem mit der Berechnung. Schau mal: Ich rechne zum Jahresüberschuss die Abschreibungen hinzu, da sie ja eigentlich dem Unternehmen zugeflossen sind, d.h. wenn die Abschreibungen nicht gewesen wären, wären der Gewinn entsprechend höher. Das gleiche gilt allerdings auch für Personalkosten oder? Ich versteh einfach nicht warum man Abschreibungen hinzurechnet? Ich benötige doch z.B. eine Maschine zur Leistungserstellung. mmmhhhh this keeps me awake.... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Cashflow

        Ok! ICh versuch mir mal selbst eine Antwort zu schreiben... hehe ;o)
        Also im ersten Jahr der Anschaffung einer Maschine habe ich Auszahlungen, dies senken mir meinen Jahresüberschuss in Höhe der Abschreibungen. In der Bilanz entsteht ein Aktivtausch... nee damit hat es auch nichts zutun.... mmmhh warum werden diese Abschreibungen zum Cashflow gezählt.... eigentlich würden die Abschreibungen den Gewinn erhöhen, wenn sie nicht da wären, aber diese Ausgaben müssen doch da sein sonst hättte ich kein Maschinen (z.B.) folglich auch keinen Gewinn... aber Personalkosten werden am abgezogen udn die Verhgalten sich doch gleich, wären Sie nicht vorhanden würden sie den Gewinn erhöhen, aber sie müssen doch da sein da ich ohne Personal floglich auch keinen Gewinn mache.... Was sagt mit dann eine hohen Abschreibung die hinzugerechnet wird über die Selbstfinazierungskraft des Unternehmen....
        ... ich glaube das Brett ist nun so groß, da könnte man drauf surfen... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Cashflow

        Hallo, Leider ist das Brett immer noch da. Ich verstehe schon den
        Gedanken hinter dem Cashflow und für was er gut sein soll. Ich
        habe eben nur ein Problem mit der Berechnung. Schau mal: Ich
        rechne zum Jahresüberschuss die Abschreibungen hinzu, da sie
        ja eigentlich dem Unternehmen zugeflossen sind, d.h. wenn die
        Abschreibungen nicht gewesen wären, wären der Gewinn
        entsprechend höher. Das gleiche gilt allerdings auch für
        Personalkosten oder? Ich versteh einfach nicht warum man
        Abschreibungen hinzurechnet?
        Abschreibungen sind nicht liquiditätswirksam, sondern nur ertragswirksam. D.h. bei der Buchung einer Abschreibung fließt keine Liquidität aus dem Unternehmen ab. Der Cashflow soll jedoch genau diese Veränderungen darstellen. Um also den Cashflow indirekt aus dem Jahresabschluß zu ermitteln, addiert man alle nicht liquiditätswirksamen Aufwandsposition zum Jahresüberschuß, also eben die Abschreibungen, die Aufwendungen für die Bildung zu Rückstellungen usw. und zieht nicht liquiditätswirksame Erträge entsprechend ab.

        Das ist aber eine relativ ungenaue und unnötige Methode, weil in den Jahresabschlüssen inzwischen mit der Kapitalflußrechnung eine direkte, zuverlässigere Möglichkeit zur Verfügung steht.

        Gruß,
        Christian

        • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Cashflow

          Hallo Christian!

          Danke für die Hilfe! Und vor allem für die Kritik am CF! Jetzt habe ich es verstanden *freu* ... das Brett ist weg... eigentlich echt easy... da werde ich mal meine Prof damit konfrontieren.... hehe... nachmals vielen Dank!

          Gruß Christian

          • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Cashflow

            Hallo erstmal, Danke für die Hilfe! Und vor allem für die Kritik am CF! Jetzt
            habe ich es verstanden *freu* ... das Brett ist weg...
            eigentlich echt easy... da werde ich mal meine Prof damit
            konfrontieren....
            mach das ruhig, aber sei sattelfest ;-) Im Ernst: Ich kenne genug BWL-Studenten, die bis zum Abschluß keinen Geschäftsbericht in der hatten.

            Ich habe Dir mal zwei rausgesucht, die etwas ausführlicher sind, als der übliche Mist:
            http://www.garant-schuh.de/ir.htm (nach IAS)
            http://www.salzgitter-ag.de/de/content/investor/info... (nach IAS)
            http://www.vossloh.de/de-DE/173_4_34_98.php (nach US-GAAP)

            Da könntest Du Dir mal den Spaß machen, den Cashflow selbst zu berechnen und zwar einmal nach GuV-Rechnung und einmal nach GuV-Rechnung zzgl. Erlätuerung. Das Ergebnis kannst Du dann mit der abgedruckten Kapitalflußänderung vergleichen und weinen.

            Über jedes Wort, das Du in den Berichten nicht verstehst, können wir hier gerne reden - zumindest, wenn ich die Zeit habe ;-). Wie gesagt: Bilanzstudium ist ein heißer Tip von mir. Es werden Dir wahrscheinlich einige Dinge klarwerden, die Du vorher nur in Rechnungswesen oder wie auch immer das Fach bei Euch heißt, erzählt worden sind ohne daß sie mit Leben gefüllt wurden.

            Gruß,
            Christian


            hehe... nachmals vielen Dank!
            Gruß Christian

            • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
              Re^6: Cashflow

              Hallo Christian!

              Ich hab die ganze Rechnung (eher die schnelle Version) mal für Garant Schuhe gemacht... ja und was zeigt uns das Ganze? Der Cashflow ist super mega gut.... und die Kapitalflußrechnung super schlecht... und dann staune ich und freu mich auf das Hauptstudium damit ich das auch aml verstehe... als 4 Semestern überfordert mich das irgendwie noch... oder ich amch mal ein 2monatiges Praktikum bei Dir! Noch Plätze frei? ;o)

              Gruß Christian [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^7: Cashflow

              Hallo nochmal, Ich hab die ganze Rechnung (eher die schnelle Version) mal für
              Garant Schuhe gemacht... ja und was zeigt uns das Ganze? Der
              Cashflow ist super mega gut.... und die Kapitalflußrechnung
              super schlecht...
              hm, müßte eigentlich eher andersherum sein, aber ich habs jetzt so nicht vor Augen. Garant Schuh hatte einiges an Aufwandspositionen, die nicht liquiditätswirksam waren, was aber auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Insofern sollte die indirekte Berechnung eher auf ein schlechteres Ergebnis kommen als die direkte Methode.

              Nicht liquiditätswirksam sind im Zweifel bspw. die Aufwendungen aus Verlustübernahme von rd. 18 Mio. und andererseits (ganz sicher nicht) die Erträge aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages von rd. 10 Mio. Der cashflow lt. Kapitalflußrechnung sollte also mindestens 8 Mio. Euro besser sein, als der manuell errechnete, wenn ich jetzt aus dem Kopf nicht irgendwas vergessen habe. Der Cashflow lt. Kapitalflußrechnung liegt rd. bei 5 Mio. Euro.
              und dann staune ich und freu mich auf das Hauptstudium damit ich das auch aml verstehe...
              Ich fürchte, da wirst Du das auch nicht lernen, wenn nicht zufälligerweise jemand ein gutes Praxisseminar anbietet. Semestern überfordert mich das irgendwie noch... oder ich amch
              mal ein 2monatiges Praktikum bei Dir! Noch Plätze frei? ;o)
              Naja, zumindest kannst Du hier Deine Fragen stellen, auch länger als zwei Monate von heute an. ;-)

              Gruß,
              Christian

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^8: Cashflow

              Hello again!

              Ja Du hast recht, habe mich vertippt! Aber sei Dir sicher, das war nicht die letzte Frage!

              gruß Christian [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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