Re: Unbegrenztes Drucken von Geld
Hallo,
unbegrenzt wäre ja sinnlos. Vielleicht darf ich die Frage umformulieren: was wäre, wenn unser Bundesfinanzminister das fehlende Geld des Bundeshaushaltes drucken lassen würde ?
Dabei lassen wir mal ausser Acht, dass es keine Bundesbank mehr gibt.
Nun, erstmal würde die Währung weniger wert sein. Das kann man natürlich in Zahlen messen, aber der Wert einer Währung ist immer sehr von einem psychologischen Faktor abhängig. Wenn der normale Bundesbürger gar nicht wüsste, dass ein Minister immer Geld nachdrucken lässt, dann würde er ja die Währung für Wertstabil halten und sich entsprechend verhalten. Stichwort Kaufverhalten, Investitionen.
Andererseits sieht es so aus: der Haushalt beträgt (aus dem Kopf heraus) 450 Mrd. Euro. Schulden = 66 Mrd. Euro, grob gerechnet 15 %.
Wenn jetzt für 66 Mrd. Euro Geld gedruckt wird, dann spart der Minister ca. 4 % Zinsen, als wäre die reale Inflation bei 11 %, vielleicht noch 1 % dazu für die Druckkosten.
Bei den Zinsen ist noch zu bedenken, dass diese Jahr für Jahr bis in alle Ewigkeit gezahlt werden, da keine Tilgung stattfindet.
Wenn zu viel Geld im Umlauf ist, dann werden die Waren teuerer, es muss mehr Geld gedruckt werden, um Ausgleich zu schaffen, und eine Spirale setzt sich in Bewegung.
Kurzfristig kann die Ausgabe von mehr Geld eine Lösung sein. Leider hat die vorige und auch die jetzige Regierung dieses Instrument unverantwortlich aus der Hand gegeben, indem der Euro eingeführt wurde und die Bundesbank kein eigenes Geld mehr ausgeben kann.
Gruss
Andreas