Re: Frage zur BWl..ich komm nicht weiter..bitte Hi
Hallo,
Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines
Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!
Hallo Kathrin,
komische Antworten hast Du hier bekommen.
Das ökonomische Prinzip basiert grundlegend auf zwei Annahmen: Der Mensch sei ein homo oeconomicus - er würde also rational handeln. Dies ist erwiesenermaßen falsch, auch in der BWL (Marketing).
Es ermöglicht die Berechnung eines Optimums, indem ein Faktor fix ist (das Ziel oder das Mittel). Die Dritte Möglichkeit einer Mittelabwägung gibt es hier nicht (generelles Extremumprinzip, d.h. mit geringsten Mitteln das maximale Rausholen). In der Psychologie wird es so beschrieben: Aufwand des Einsatzes * Wertigkeit des Zieles * Wahrscheinlichkeit der Erreichung des Zieles = Entscheidung, ob das Individuum dieses Ziel angreift. Der Vergleich hinkt etwas, aber folgendes wird deutlich:
Das ök. Prinz. ist kein Naturgesetz, weil Menschen sich irrational verhalten, während die Naturgesetze ständig und überall gelten.
Menschen verhalten sich im Gegensatz dazu völlig anders. Die Ausnahme vom ök. Prinz. ist also die Regel.
Beispiel Du kaufst bei Deinem Lieblingslebensmittelhändler ein, nicht, weil er näher dran liegt als ein anderer, oder weil er günstiger ist (wir rechnen ja nur in Preisen), sondern, weil die Bedienung so hübsch ist, obwohl die Brötchen woanders leckerer sind und dichter dran leigen und günstiger sind.
(Wenn Du willst, ist es natürlich ökonomisch sich über diesen Weg einen Partner zu suchen, wenn man bedenkt, dass eine Anzeige oder das Warten auf eine andere Chance, mehr Aufwand bedeuten würde - Ziel fix, Mittel variabel).
Wie Du siehst, kann man ordentlich damit diskutieren, aber nicht von vorneherein das Verhalten von Menschen bestimmen. Von Atomen und Kräften schon. Menschen sind einfach nicht durchschaubar, zu irrational. Solange dies so ist, ist das ök. Prinzip kein Naturgesetz. Schonlange nicht, wenn die Erklärungen aus der Soziologie und der Psychologie keine sind.
Na, hat es geholfen?
Viele GRüße, Ingo