Hauskauf ohne Eigenkapital....

Von: , Frage gestellt am Mo, 24. Jan 2000

Hi,

wir beabsichtigen ein Haus (230.000,--) zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage darüber machen, welche Finanzierung in diesem Falle die günstigste ist (Hypothek, über gleichzeitig abgeschlossenen Bausparer etc.)?

Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man ohne Eigenkapital realistisch erfeilschen?
(maximale Zinsbindung, kein Disagio, 1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

Danke

Alex.

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Hauskauf ohne Eigenkapital....

    Hi,
    ohne Eigenkapital bekommen nur Beamte eine 100% Finanzierung. Ihr solltet Euch überlegen, ob es nicht besser wäre, die von den Banken und Finanzvermittlern geforderten 20-30% anspart.
    BB
    wir beabsichtigen ein Haus (230.000,--)
    zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
    vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
    darüber machen, welche Finanzierung in
    diesem Falle die günstigste ist
    (Hypothek, über gleichzeitig
    abgeschlossenen Bausparer etc.)?

    Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
    ohne Eigenkapital realistisch
    erfeilschen?
    (maximale Zinsbindung, kein Disagio,
    1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

    Danke

    Alex.

    • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
      Re^2: Hauskauf ohne Eigenkapital....

      Hi,
      ohne Eigenkapital bekommen nur Beamte
      eine 100% Finanzierung. Ihr solltet Euch
      überlegen, ob es nicht besser wäre, die
      von den Banken und Finanzvermittlern
      geforderten 20-30% anspart.
      BB
      Genau! Außer da ist ein drängender Hang zum existentiellen Risiko. Aber vieleicht gibt es ja doch entsprechende nichtliquide Vermögenswerte, die als Sicherheiten dienen können?

      bent

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Hauskauf ohne Eigenkapital....

    ohne Eigenkapital ein Haus zu finanzieren geht idR schief. Was dabei herauskommt, kannst unter http://www.zwangsimmobilien.de nachlesen. Laß Dir dies von einem sagen, der täglich mit Immobilien zu tun hat. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Hauskauf ohne Eigenkapital....

    Klar ist es riskant ohne Eigenkapital etwas zu kaufen, andererseits muß ich auch monatlich ganz schön Miete abdrücken. Und den Vermieter möchte ich sehen, der mich bei einer finanziellen Durstperiode aus lauter Freundlichkeit mietfrei wohnen lässt. Trotzdem, nicht zu knapp kalkulieren und auch an schlechte Zeiten denken!

    Zum Darlehen: Ich denke, momentan lässt sich um 6,5% (+1%Tilgung) bei 10 Jahren finanzieren. Um die günstigsten Zinsen zu kriegen hilft nur eines: von Bank zu Bank rennen. Schau auch mal auf die öffentlichen Fördermittel (z.B. junge Familie). Bei mir hatte die Nürnberger Hypothekenbank die besten Konditionen (ist aber schon etwas her).

    Und noch was: wenn's ein Neubau ist, oder wenn's was zu renovieren gibt zählt Eigenleistung (sog. Muskelhypothek) wie bares Geld.

    Denk auch daran dass es nicht langt nur die Kohle fürs Haus zu finanzieren. Rechne mal mit fast 10% mehr für Finanzamt, Umzug, Neuanschaffungen etc. Und da ist nix mit Bankfinanzierung.


    Viel Glück
    Heinz


    Hi,
    wir beabsichtigen ein Haus (230.000,--)
    zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
    vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
    darüber machen, welche Finanzierung in
    diesem Falle die günstigste ist
    (Hypothek, über gleichzeitig
    abgeschlossenen Bausparer etc.)?

    Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
    ohne Eigenkapital realistisch
    erfeilschen?
    (maximale Zinsbindung, kein Disagio,
    1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

    Danke

    Alex.

    • Antwort von nach 15 Tagen hilfreich
      Re^2: Hauskauf ohne Eigenkapital....

      Klar ist es riskant ohne Eigenkapital
      etwas zu kaufen, andererseits muß ich
      auch monatlich ganz schön Miete
      abdrücken.
      Und da sind wir wieder bei dem Thema, dass die meisten Finanzierer und Verkäufer lieber aussen vor lassen. In der Miete sind ja auch die Instandhaltungen am Gebäude und innerhalb der Wohnung enthalten. Hierfür ist erfahrungsgemäß ein jährlicher Betrag in Höhe von ca. 2% des Grundstück- und Gebäudewertes anzusetzen. Größere Instandhaltungen erscheinen periodisch, das erste mal nach Ablauf der Gewöhrleistung, dann nach 8 Jahren und nach ca. 20 Jahren kommt der große Hammer, weil dann die Standzeiten diverser Anlagen und Bauteile gleichzeitig auslaufen. Und den Vermieter möchte ich
      sehen, der mich bei einer finanziellen
      Durstperiode aus lauter Freundlichkeit
      mietfrei wohnen lässt. Trotzdem, nicht zu
      knapp kalkulieren und auch an schlechte
      Zeiten denken!
      Tschja, was ist denn, wenn in den nächsten 10 Jahren plötzlich Einkommenseinbußen hingenommen werden müssen (Arbeitslosigkeit, Trennung von mitverdienenden Partner, eigene Kinder, Krankheit usw.)?
      Zum Darlehen: Ich denke, momentan lässt
      sich um 6,5% (+1%Tilgung)
      Nach Möglichkeit sollte die Tilgung Höher sein, sonst zahlt man unendlich lange nur Zinsen. Rechnet Euch die Zinssumme über die Gesamtlaufzeit doch einmal aus, es ist immer wieder erstaunlich, was denn da zusammenkommt. bei 10 Jahren
      finanzieren. Um die günstigsten Zinsen zu
      kriegen hilft nur eines: von Bank zu Bank
      rennen.
      Die genannten Konditionen gibt es sicher nur für den ersten Rang = ca. 60% des Immobilienwertes.

      Schau auch mal auf die öffentlichen Fördermittel (z.B. junge
      Familie). Bei mir hatte die Nürnberger
      Hypothekenbank die besten Konditionen
      (ist aber schon etwas her).:wenn's was zu renovieren gibt zählt
      Eigenleistung (sog. Muskelhypothek) wie

      Und noch was: wenn's ein Neubau ist, oder
      bares Geld.
      Man muss aber auch in der Lage sein, die Eigenleistung zeitlich und fachlich zu erbringen!
      Denk auch daran dass es nicht langt nur
      die Kohle fürs Haus zu finanzieren.
      Rechne mal mit fast 10% mehr für
      Finanzamt, Umzug, Neuanschaffungen etc.
      Und da ist nix mit Bankfinanzierung.
      Genau!

      Viel Glück
      Heinz
      Nichts für Ungut :-) bent

      Hi,
      wir beabsichtigen ein Haus (230.000,--)
      zu finanzieren. Eigenkapital ist nicht
      vorhanden. Kann jemand schon eine Aussage
      darüber machen, welche Finanzierung in
      diesem Falle die günstigste ist
      (Hypothek, über gleichzeitig
      abgeschlossenen Bausparer etc.)?

      Wenn Hypothek, welchen Zinssatz kann man
      ohne Eigenkapital realistisch
      erfeilschen?
      (maximale Zinsbindung, kein Disagio,
      1%-Tilgung mit Sondertilgungsrecht)

      Danke

      Alex.

  4. Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
    Re: Hauskauf ohne Eigenkapital....

    Logisch bekommst du eine 100% Finanzierung - wenn du ausreichend solvent bist! Soll heissen, die monatliche Belastung muss in einem bestimmten Verhältnis zum freien Einkommen stehen. Es wird nur teurer, weil die meisten Banken nur einen bestimmten Prozentsatz auf die erste Rangstelle schreiben lassen.

    Du solltest aber für dich selber kalkulieren. Nimm mal deine monatliche Kaltmiete und die Hälfte von dem, was du monatlich zurücklegen kannst, ohne das es wehtut. Wenn du diesen Betrag als maximale monatliche Belastung nimmst, bist du auf der sicheren Seite.

    Noch ein paar Tipps:
    - die Eigenheimzulage NICHT in die Finanzierung einrechnen lassen. Stattdessen lieber Sondertilgungen vereinbaren
    - Muskelhypothek ist riskant! Nicht überschätzen!!!
    - Im Zweifel sich nach einem guten Finanzierungsmakler umhören (nur auf Empfehlungen gehen - keine Werbung beachten!)

    Gruß
    Stefan

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