Hi,
Genau. Die fehlenden 87000-63000=24000 Euro müssen woanders
finanziert werden. Die BSV-Rate liegt (10 Jahre Rückzahlung
mal angenommen) irgendwo bei 435 Euro, dazu noch (8%Zinsen, 1%
Tilgung) der normale Kredit von 24000 Euro mit 180 Euro
monatlich. Macht im Vergleich zu der Monatsrate in den ersten
10 Jahren (Deine 5% Zinsen, 1% Tilgung - Annahme entspricht
500 Euro monatlich) eine Mehrbelastung von 115 Euro. Wie war
das nochmal mit der Sicherheit? Und wenn die Zinsen auf 10%
steigen, dann klafft da eine Lücke von 155 Euro monatlich.
Diese Finanzierungslücke wird von den BS-Beratern gerne
vergessen...
Obenrum habe ich nicht nachgerechnet, das wird schon so stimmen, wie Du gerechnet hast. Ich hatte relativ stur grob überschlagen ;-) (...und zugegeben ersparte Zinsen außer acht gelassen).
Das mit der Sicherheit - damit meinte ich nicht, das man immer das gleiche bezahlt, sondern, das ich vorher weis, wieviel ich zu zahlen habe.
Bei dem hier zitierten Punkt hast Du außerdem beim Bausparer schlicht unterschlagen, das eine wesentlich höhere Tilgung bei der Rate drin ist - daher auch die höheren Gesamtraten. Bei einem 8- oder 10jährigen Bausparer muss man aber nicht zwingend in 10 Jahren zurückzahlen. Insofern sehe ich dies etwas anders.
Ich habe vor kurzem eine Variante gerechnet (für die Freundin, und ohne solche Kleinigkeiten wie Zinsen zu vergessen ;-) ), da läuft bereits seit 3 Jahren ein Grundstückskredit, nun wird ein Haus drauf gebaut (2. Kredit). Ich habe ein Modell aus normalen Darlehen und Bausparern so gerechnet, das bis zur kompletten Abzahlung eine konstante Rate entsteht. Das Modell kippt ungefähr bei 8%, sprich, sind die Zinsen in 7 (Grundstück) bzw. 10 Jahren niedriger, macht sie miese, sind sie höher, gewinnt sie. Sind sie in 7 jahren niedriger, kann sie aber auf dann abzuschließende Bausparer verzichten und damit den Verlust minimieren. Hier ist es aber eben so, das hohe Zinsen bei Auslaufen des Grundstückskredits ziemlich tödlich wären, daher muss dieses Risiko minimiert werden - das ist aber eben auch so ziemlich das einzige Risiko, welches umgangen werden muss, insofern wäre ein abraten vom Hausbau in dem Fall auch Unfug. Das hat auch noch den unschätzbaren Vorteil, das die Bauspardarlehen mit wilden Sondertilgungen verkürzt werden können, sofern da Bedarf besteht. Und der könnte bestehen. Zugegeben sind da auch Rahmenbedingungen gegeben, die nicht unbedingt Standard sind. Deshalb hab ich ja auch nicht geschrieben, man muss das machen, sondern:- es könnte sich lohnen, das mal durchzurechnen. Kommt dabei raus, das es Unsinn ist - das wird sicher oft der Fall sein, dann macht mans eben anders.
Und etwas off topic - meine Wohnung finanziere ich zum größten Teil über nen Bausparer, in diesem Fall aber nur, weil ich 10 Jahre vorher weiß, was ich wann kaufen will ;-)). Aber das ist ja ein eklig typischer Fall, oder?
Gruß,
Micha