weiss jemand mit wieviel mehr man bei einer Versteigerung
rechnen kann ? So ungefähr?
Was denn für eine Versteigerung? Zwangsversteigerung?
Bei Zwangsversteigerungen gibt es keine Mindestsumme oberhalb einem geringsten Gebots, die man bieten kann.
Der angegebene Verkehrswert ist nur Richtwert, der angeben soll, wie teuer zum Zeitpunkt der Begutachtung das Objekt ungefähr auf dem Markt gehandelt worden wäre. Er bestimmt außerdem im ersten Termin die Grenzen zum Schutz von Schuldner (5/10) und nachrangigen Gläubigern (7/10).
Bei freiwilligen Auktionen ist in der Regel ein Mindestgebot festgelegt unter dem nichts geht.
Es wird ein Richtpreis vorgegeben, sind die meistens hoch oder
niedrig angesetzt?
Richtpreise in dem Zusammenhang sind mir unbekannt.
Bei einer Zwangsversteigerung wird halt der reelle Marktwert
angegeben. Die Gebote liegen meist darunter. Liegt das Gebot
unter einer bestimmten Grenze, kann der jeweilige "Eigentümer"
(Bank...)das Gebot ablehnen.
Die Bank ist hier nie Eigentümer - sondern bis zum Zuschlag bleibt der Schuldner der Eigentümer.
Allerdings geht das meines Wissens nur einmal, bei der
nächsten Versteigerung muss der Gläubiger das Gebot so
annehmen!
Wenn es nur einen betreibenden Gläubiger gibt, ist dieser unabhängig von der Höhe des Gebots und der Anzahl der bereits stattgefundenen Termine immer Herr des Verfahrens! Das heißt: Selbst wenn im dritten Termin 150% des Verkehrswert geboten würde, könnte der Gläubiger das Verfahren einstellen lassen.
Zur Zeit sind meiner Erfahrung nach(in Berlin) 70%-75% im 1.Termin, und 50-60% im zweiten Termin möglich/üblich.