Re^3: Wohnung oder Hauskaufen ? Unrealistisch ?
Hallo Graptem,
mir fällt spontan noch eine andere Möglichkeit ein: Schau doch
einfach mal in die Rubrik Zwangsversteigerungen. Zugegeben,
eigener Neubau ist das nicht, aber muß es das denn sein?
Gerade bei den Objekten, bei denen die 5/10tel Grenze gefallen
ist, kann man eine Menge sparen, was dann letztendlich die
monatliche Belastung senkt und ein Wohneigentum bezahlbar
macht.
MfG M.P.
Danke für die Antworten.
Ich dachte nicht unbedingt an eine Zwangsversteigerung, aber
der Tipp ist echt ne Überlegung Wert. Nochmal zur
Ausgangsfrage : Bekomme ich mit meinem Einkommen einen
entsprechenden Kredit ???
Ein Haus will ich vielleicht Ende nächsten Jahres, Anfang
übernächsten Jahres bauen. Gesamtkosten werden, so hoffe ich
200.000 nicht übersteigen. Eigenleistung werden wir erbringen,
Wert etwa 15.000 bis 20.000 €. (Böden, Wände,
Außenbereich, Putzarbeiten, Elektroverlegung im Haus und einen
Teil der Sanitäranlagen, sowie Ausschachtarbeiten). Es soll
ein Fertighaus werden (liegen mehrere konkrete Möglichkeiten
vor von Weber, Allkauf bzw. Heinz von Heiden. Daher kann ich
auch diese Angaben machen.
Die Gehaltssituation wird sich bei mir wie folgt ändern. Ab
Dezember Nettoeinkommen von 1.900 - 2.000 €. Ab nächsten
Jahr dann Lebenszeitbeamter. Freundin verdient derzeit neben
dem Studium 400 - 500 €, Ab Ende nächsten Jahres im
Referendariat etwa 900 - 1.000 € Es sind 2 10.000er
Bausparverträge vorhanden, sowie 2 große und 1 kleine
Kapitalbildende LV, die wenn es denn sinnvoll wäre, beliehen
werden könnten. Scheinbar ist dies aber keine gute
Alternative.
Vorbelastung derzeit 15.000 wegen Auto, denke dann im nächsten
Jahr noch etwa 10.000 €
Ziel ist, kfw miteinzubeziehen. Die Häuser sind so geplant
(und auch schon berechnet) das ein Teil über KFW finanziert
werden könnte.
Nun die Frage: Bekomme ich dann wohl den entsprechenden
Kredit???
Nochmals hallo, Graptem,
bezüglich des Kredits stelle doch einfach mal Kreditanfragen bei verschiedenen Banken. Manchmal sind auch Finanzierungen über die mit den Bausparkassen verbundenen Banken möglich. Genaues können Dir wirklich nur die Banken sagen. Achtung: Soviel wie möglich vergleichen. Die Eigenleistungen, die Ihr eingeplant habt, sind gut, aber denke daran: Die körperliche und seelische Belastung bei Hausbau und gleichzeitiger Volltätigkeit ist nicht zu unterschätzen. Wenn Ihr in dieses Hinsicht weniger kalkuliert und dann mehr schafft, ist das goldwert, anderes herum ist es äußerst schlecht.
Der bereits unterbreitete Vorschlag, ein Jahr lang des überzählige Geld brav zur Seite zu packen und fest zu parken (auch dabei unbedingt Zinsen vergleichen), sollte unbedingt berücksichtigt werden.
Auch die Bausparkassen bieten die Möglichkeit, gemeinsam anhand Eurer genannten Eckdaten verschiedene Finanzierungsmodelle durchzurechnen.
Wir selbst haben z. B. mit einem Kredit der DG Hyp gute Erfahrungen gemacht, wobei wir mehrere Kreditsummen mit unterschiedlichen Fälligkeiten vereinbart haben, sodaß kostenfreie Zwischentilgungen möglich sind.
Neben den bereits genannten Nebenerwerbskosten, die sich bei Eurem Plan summieren werden (evtl. Makler?), sind immer noch Sicherheitsposten einzukalkulieren, z. B. für ungeplante Dinge - Krankheit, Auto defekt, Waschmaschine kaputt, weitere Erschließungskosten des Grundstücks (z. B. wenn die Straße ausgebaut wird ect.).
Diese ganzen Nebenerwerbskosten haben wir uns bei der Zwangsversteigerung erspart, da dort die Eintragung von Amts wegen ohne weitere Kosten erfolgt. Zwischen dem ursprünglich ins Auge gefaßten Objekt und dem ersteigerten lagen damals ca. 45.000 DM, die letztendlich für erforderliche Renovierungsarbeiten (das ersteigerte Objekt war noch nicht verputzt) genutzt werden konnten und somit nochmals die monatliche Belastung senkten, da die erforderlichen Arbeiten über einen längeren Zeitraum gestreckt werden konnten und das Geld nicht sofort komplett zur Verfügung stehen mußte.
Du sieht, die Beantwortung Eurer Frage könnte ein abendfüllendes Programm werden und sprengt sicher den Rahmen dieses Forums. Gerade weil diese Entscheidung für Euren weiteren Lebensweg so einschneidend (und schön) ist, unbedingt einen Fachmann des Vertrauens suchen und dabei auch auf den Bauch hören.
MfG und alles Gute M.P.