Antwort von
nach 10 Tagen
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Re: Goethe und das Kindsmordmotiv im Faust
Hallo Mia ,
heisses Thema. Goethe (meisterhaft) verbirgt natürlich in der so weltlich scheinenden Thematik seines Faust ein viel tieferes Wissen. (Schlagworte: Reinkarnation "zur Erde muß es wieder, ewig wechselnd...",// Schuld und Sühneprinzip: Es gibt "eigentlich " keine ewige Schuld. "es ist gar hübsch für einen hohen Herrn so menschlich mit dem Teufel gar zu reden"= beide Prinzipien ermöglichen erst unser weiterschreiten und dadurch zu erkennen, was wir vorher noch nicht kannten und wußten). Diese Themen sind
als Urprinzip in allen Religionen, war auch einmal in der christl. Esoterik. Grete ist,wie er sagt: eine junge Seele (sie muß noch viel lernen - wir auch.) Sie kommt (wie in HOMO FABER) unbewußt in diese Schuld. Sie
hoffte Liebe zu finden, aber sie wurde e n t täuscht!! Sie erkennt dies zum Schluß (ist ja einfach wenn einer den Teufel an der Seite hat), und wendet sich höherem zu. Sie
ist zwar befreit, ob sie im urchristlichen Sinne auch erlöst ist, weiß ich nicht zu sagen. Das Kind das sie tötet, könnte auch im Sinne des inneren Kindes (Christkind) gemeint sein (gäbe, glaube ich noch mehr Sinn. Im Kerker singt sie:"..meine Mutter die Hur....", hier kann auch nicht die leibliche Mutter, sondern unser aller Mutter, diese bipolare Welt gemeint sein.
An den Urfaust habe ich mich noch nicht herangetraut.
Liebe Grüße Paul