Bildungsbuch v. Schwanitz

Von: , Frage gestellt am Fr, 11. Feb 2000

Hallo Leseratten,

hat jemand von Euch das Buch "das moderne Bildungsbuch" (oder so aehnlich) von Herrn Schwanitz gelesen und etwas Zeit und Lust einen kleinen Abriss/Verriss/Kritik hier zu "veroeffentlichen"?
Ich weiss nicht, ob ich es mir zulegen soll oder nicht.

Gruss
Chris

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Bildungsbuch v. Schwanitz

    Huhu!

    Meinst du das, wo er alles - seiner Meinung nach - Wissenswerte zusammengetragen hat?

    Bye, Vanessa

    • Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
      Re^2: Bildungsbuch v. Schwanitz

      Meinst du das, wo er alles - seiner
      Meinung nach - Wissenswerte
      zusammengetragen hat?
      Jo, genau... klingt da schon etwas Kritik heraus?

      • Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
        Re^3: Bildungsbuch v. Schwanitz

        Hi! Jo, genau... klingt da schon etwas Kritik
        heraus?
        Jou ;-)
        Obwohl ich es nicht gelesen habe.

        Wie kann der Mensch sich anmassen bestimmen zu wollen, was jeder wissen sollte???

        Und das auch noch in einem! Buch zusammenzutragen? Neeee...

        Bye, Vanessa

        • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
          Ein beliebter Einwand

          Liebe Vanessa,

          der Einwand ist beliebt und berechtigt. Schwanitz argumentiert, dass wir (nächste Frage: wer ist das?) auf einen bestimmten Bildungskanon einigen müssen, der neben anderen Aspekten unseren Zusammenhalt garnantiert.

          Ich finde diesen Ansatz richtig uns sein Buch mutig. Es ist doch so: jeder weiss, was nicht reinsoll oder dass er sich nicht von anderen vorschreiben lassen will, was er zu wissen hat (obwohl jeder Lehrplan das tut).

          Schwanitz hat also einen Vorstoß gewagt und wird dafür natürlich kritisiert. Aber niemand sonst hat es gewagt und sich damit hervorgetan. Man könnte ja kritisiert werden.


          Ich finde also, dieses Buch ist lesenswert und diskussionswürdig.

          Andreas

          P.S. Lesenswert ist übrigens auch von Manfred Fuhrmann "Der europäische Bildungskanon des bürgerlichen Zeitalters", ein Schwanengesang auf das, was Schwanitz wiederaufbauen möchte.

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re: Ein beliebter Einwand

            Hi Andreas, "Der europäische Bildungskanon des :bürgerlichen Zeitalters", ein :Schwanengesang auf das, was Schwanitz :wiederaufbauen möchte.
            Was moechte denn Schwanitz "wiederaufbauen"?
            Gab es schon mal so etwas wie eine Uebereinkunft ueber das, was man wissen muss, sprich Allgemeinbildung ist?
            Dass deren Umfang/Inhalt staendig neu definiert werden muss, leuchtet ein.
            Wie hat Schwanitz dieses Problem Deiner Meinung nach geloest - wenn´s denn eines ist?

            Gruss
            Chris

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re: Ein beliebter Einwand

            Hallo! der Einwand ist beliebt und berechtigt.
            Schwanitz argumentiert, dass wir (nächste
            Frage: wer ist das?) auf einen bestimmten
            Bildungskanon einigen müssen, der neben
            anderen Aspekten unseren Zusammenhalt
            garnantiert.
            Sehe ich gar nicht so. Das 'Warum' wird durch deine Frage beatnwortet 'Wer sind denn wir'? Man kann die Menschen aller Nationen nicht gleich setzen. Warum sonst gibt es denn verschiedene IG Tests? Oder soll das Buch nur für den zivilisierten Westeuroper gelten? Womit es sich für mich schon gleich disqualifiziert hat. Ich finde diesen Ansatz richtig uns sein
            Buch mutig. Es ist doch so: jeder weiss,
            was nicht reinsoll oder dass er sich
            nicht von anderen vorschreiben lassen
            will, was er zu wissen hat (obwohl jeder
            Lehrplan das tut).
            Nunja... so arg schreibt der Lehrplan nicht vor.
            Davon aber mal abgesehen, wenn sich niemand vorschreiben lassen will, was er wissen muss, warum schreibt er dann das Buch? Schwanitz hat also einen Vorstoß gewagt
            und wird dafür natürlich kritisiert. Aber
            niemand sonst hat es gewagt und sich
            damit hervorgetan. Man könnte ja
            kritisiert werden.
            Sicher - tu ich ja auch ;-) Ich finde also, dieses Buch ist
            lesenswert und diskussionswürdig.
            Diskussionswürdig (was den Inhalt angeht)bestimmt, und damit man darüber diskutieren kann, muss man es erst lesen.
            Aber ich glaube nicht, dass der Inhalt wirklich für jeden wissenswert ist.

            Ich bin ja auch der Meinug, das Wissen wichtig ist. Ich lerne auch gerne und habe auch gerne ein fundiertes 'Allgemeinwissen', doch finde ich es anmassend zu sagen 'Was ich alles weiss, dass mussst du auch wissen.'

            Bye, Vanessa

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^2: Ein beliebter Einwand

              Sehe ich gar nicht so. Das 'Warum' wird
              durch deine Frage beatnwortet 'Wer sind
              denn wir'? Man kann die Menschen aller
              Nationen nicht gleich setzen. Warum sonst
              gibt es denn verschiedene IG Tests? Oder
              soll das Buch nur für den zivilisierten
              Westeuroper gelten? Womit es sich für
              mich schon gleich disqualifiziert hat.

              ICh denke Schwannitz geht davon aus, das man , wenn man in unserer Gesellschaft soziale Anerkennung erreichen möchte es gewisse Sachen gibt, die als Bildung gelten und die man kennen sollte. Er versucht das mal zusammenzufassen was denn diese Sachen sind. Damit schreibt er nicht vor das das alle wissen müssen, sondern nur die , die den Anspruch an sich haben Bildungskriterien zu entsprechen. Er will doch diese Sachen nicht aufstellen und jedem aufquatschen, sondern das ist aus seiner Sicht das, was sowieso schon in unserer GEsellschft zählt, er hats nur mal versucht zu formulieren.

              Was ist für welchen Menschen wissenswert?
              Wenn man einfach nur stumpfsinnig überleben will ist eigentlich fast alles was unter Bildung verstanden wird überflüssig. BIldung ist meines erachtens auch kein "Wissen" das man auswendiglernt (das vergißt man eh wieder), sondern eher eine Lebenseinstellung.
              "Neugierige Bereicherung des Geistes" vielleicht.

              Gruß Meike

            • Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
              Re^3: Ein beliebter Einwand

              Hallo Meike,

              wozu braucht man Anerkennung, und was trägt Bildung zum Dasein (ich sage jetzt nicht "Sinn des Lebens") bei? Was hältst Du vom "Glasperlenspiel" (m.e. ein Modell, wie man Bildung "verwendet")?

              Gruß

              Rudi ICh denke Schwannitz geht davon aus, das
              man , wenn man in unserer Gesellschaft
              soziale Anerkennung erreichen möchte es
              gewisse Sachen gibt, die als Bildung
              gelten und die man kennen sollte. Er
              versucht das mal zusammenzufassen was
              denn diese Sachen sind. Damit schreibt er
              nicht vor das das alle wissen müssen,
              sondern nur die , die den Anspruch an
              sich haben Bildungskriterien zu
              entsprechen. Er will doch diese Sachen
              nicht aufstellen und jedem aufquatschen,
              sondern das ist aus seiner Sicht das, was
              sowieso schon in unserer GEsellschft
              zählt, er hats nur mal versucht zu
              formulieren.

              Was ist für welchen Menschen wissenswert?
              Wenn man einfach nur stumpfsinnig
              überleben will ist eigentlich fast alles
              was unter Bildung verstanden wird
              überflüssig. BIldung ist meines erachtens
              auch kein "Wissen" das man auswendiglernt
              (das vergißt man eh wieder), sondern eher
              eine Lebenseinstellung.
              "Neugierige Bereicherung des Geistes"
              vielleicht.

              Gruß Meike

            • Antwort von nach 14 Tagen hilfreich
              Re^4: Ein beliebter Einwand

              Hallo Meike,

              wozu braucht man Anerkennung,
              Anerkennung braucht jeder. Es gehört zum positiven Selbstwertgefühl dazu. Die dimensionen dieser Anerkennung sind nur unterschiedlich.
              und was trägt Bildung zum Dasein (ich sage jetzt
              nicht "Sinn des Lebens") bei? Was hältst
              Du vom "Glasperlenspiel" (m.e. ein
              Modell, wie man Bildung "verwendet")?

              *g* Das Glasperlenspiel will ich eigentlich schon lange mal lesen.
              Also, ich habe es leider noch nicht gelesen, aber es steht hier schräg über mir im Regal. Wäre ein Anreiz es mir denn jetzt doch mal zu GEmüte zu führen...



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!