Hallo Kitty,
ich habe gerade Deine weit ausführlichere Frage in gleicher Sache auf dem Religionsbrett gelesen. Zu Deiner Anfrage: Ja, natürlich sind die Todsünden vielfach Thema der Weltliteratur, aber da gibt es Leute, die davon viel mehr Ahnung haben als ich.
Was mir als nachdenkenswertes Thema in den vergangenen Jahren immer bewusster wird, ist, dss sich an diesen sieben Sünden der Wertewandel der Gesellschaft ablesen lässt. Vor allem beim Stolz wird das deutlich. Wenn ich als Journalist jemanden positiv würdigen will, dann schreibe ich ihm Stolz zu: "Auf diese Leistung kann er stolz sein." "Der Jubilar blick voller Stolz auf sein Lebenswerk zurück." Stolz ist keine Todsünde mehr, sondern eine positive Eigenschaft. Das Gegenteil hingegen, die Demut, ist eine Versager-Eigenschaft, die man nicht in Verbindung bringt mit erfolgreichen Menschen. Eigentlich taucht sie im öffentlichen Wortschatz fast gar nicht nicht auf.
Gruß friedhelm
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