Antwort von
nach 3 Tagen
hilfreich
Re: Texte über Turmbau zu Babel
Hallo Cordula,
mein kluger Brockhaus gab folgende Information preis:
babylonischer Turm, ein Turmbau, der nach 1. Mose 11 bis zum Himmel reichen sollte, dessen Ausführung Gott aber durch die „Babylonische Sprachverwirrung“ vereitelte. Die Sage geht auf den mehrfach, bes. unter Nebukadnezar II., erneuerten Stufentempel in Babylon zurück, der sich als Hauptheiligtum des Gottes Marduk auf quadrat. Grundfläche mit ca. 90 m Seitenlänge ca. 90 m hoch erhob u. von R. Koldewey archäologisch untersucht wurde. Die Errichtung des babylon. Turms ist in der europ. Malerei oft dargestellt worden, u. a. von P. Bruegel d. Ä.
Babylon, Babilu, Babel, Ruinenstadt am Euphrat, 80 km südl. von Bagdad, seit 1700 v. Chr. (Hammurapi) Hptst., Kultur- u. Kultmittelpunkt Babyloniens, zeitweilig (um 1531 v. Chr.) auch Hptst. der kassitischen Herrscher; seit 1250 v. Chr. mehrfach, zuletzt 689 v. Chr. durch Sanherib, von den Assyrern zerstört, immer wieder, am prächtigsten durch Nebukadnezar II. (605–562 v. Chr.), neu aufgebaut. 539 v. Chr. von Kyros II., 522 v. Chr. von Dareios II., 331 v. Chr. von Alexander d. Gr. erobert, verfiel es unter den Seleukiden. Die Inschriften Nebukadnezars u. die Beschreibungen verschiedener antiker Schriftsteller künden von Pracht, Ausdehnung u. Reichtum der Stadt. Dt. Ausgrabungen (1899–1917) legten die Stadt Nebukadnezars frei (die von Hammurapi liegt unter dem Grundwasserspiegel). Länge der Außenmauern etwa 18 km, 8 Tore, Prozessionsstraße, großer Palast mit Thronsaal u. „Hängenden Gärten“; Tempel, Sommerpalast.
Brockhaus ENDE
Beim Turm zu Babel könnte es sich auch um eines der 7 Weltwunder handeln, nämlich die hängenden Gärten der Semiramis.
Zum Abschluß habe ich noch eine lustige Fassung von Eugen Roth aus seinem Buch: Die Frau in der Weltgeschichte. ;-))
Hier sei erwähnt auch, wie blamabel
Es ausging mit dem Turm zu Babel!
Die Sache mit der Sprachverwirrung
Ist zwiefelsohne eine Irrung
Der späteren Geschichteschreiber:
Es waren bloß die Mörtelweiber,
Die schrien und schimpften durcheinand,
Bis keiner mehr sein Wort verstand.
Gruß
Harald
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]