Buddenbrooks und Bürgerlichkeit

Von: , Frage gestellt am Fr, 28. Apr 2000

Hallo!

Wer kann mir sagen, was Thomas Mann in seinem Roman "Buddenbrooks" mit dem Begriff "Bürgerlichkeit" meint...- ich weiß nicht, wo er genannt ist, ich weiß nur, daß ich darüber einen Aufsatz schreiben soll, und mir ein Ansatz fehlt, der nicht auf Spekulation basiert ist!
Soll er vielleicht einfach die soziale Ebene der Buddenbrooks beschreiben?

Ich wäre sehr dankbar, wenn man mir helfen könnte!

Rolf

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
    Re: Buddenbrooks und Bürgerlichkeit

    Hallo!

    Wer kann mir sagen, was Thomas Mann in
    seinem Roman "Buddenbrooks" mit dem
    Begriff "Bürgerlichkeit" meint...- ich
    weiß nicht, wo er genannt ist, ich weiß
    nur, daß ich darüber einen Aufsatz
    schreiben soll, und mir ein Ansatz fehlt,
    der nicht auf Spekulation basiert ist!
    Soll er vielleicht einfach die soziale
    Ebene der Buddenbrooks beschreiben?

    Ich wäre sehr dankbar, wenn man mir
    helfen könnte!
    Das ist aber ein weites Feld, ganz schön umfangreich für einen Aufsatz. Ich kann ja mal sagen, wie ich das sehe: Die B. sind eine Kaufmannsfamilie und Bürger Lübecks, die einen Konsul und später Senator stellen; Bürger im besten Sinne. Es ist aber so, daß nach langen Jahren des Wachstums und Erfolges einzelne Familienmitglieder dem Anspruch nicht mehr gerecht werden können und an dem Ideal "Lübecker Bürger" scheitern; vor allem die Generation Tony/Christian/Thomas: jeder der drei scheitert in einem anderen Sinne an dem Bürgerideal: Tony, die zwei auf gescheiterte Ehen zurückschauen kann und es nicht geschafft hatte, durch eine gute Partie Ehre für die Familie einzuholen, Thomas, dem es letztlich nicht gelingt, die Firma wesentlich weiter zu bringen und der schon beunruhigende Tendenzen zur Kunst (hier das Gegenteil zum Kaufmannsdasein) spürt und Christian, definitiv der größte
    "Versager", dem es nie gelingt, sich ordentlich "einzurichten" in seinem Leben.
    Der Todesstoß für die Familie kommt mit Gerda und Hanno, die nur noch die Musik leben und mit Kaufmännischem an sich nichts mehr am Hut haben. Es ist generell der Gegensatz zwischen Kaufmannstum und Kunst. Die "Bürger" sind stolz auf ihren Stand und ordnen der Firma ihre Interessen und ihr Glück unter (Tony/Thomas), das Gegenteil hierzu ist der Entwurf des Künstlers (Gerda/Hanno). So ungefähr. Ein weites Feld. Vielleicht habe ich Dir einen kleinen Ansatz liefern können, würde mich freuen.
    Charlotte

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