Antwort von
nach 2 Tagen
hilfreich
fakten: hoho...
hi,
gemeint waren listen von verkaufsschlagern, also knallharte
fakten...
gruß, isa
Hi,
genau die meinte ich auch.
Ein Beispiel: die Spiegel-Beststellerliste wird ermittelt, indem eine Anzahl großer Buchhandlungen nach ihren Verkaufsschlagern befragt wird. Gerne geben diese Buchhandlungen dann Titel an, die sie gerne loswerden würden, weil sie sich verkalkuliert haben und darauf sitzenzubleiben drohen.
Ein Paradebeispiel: als vor Jahren "Salz auf meiner Haut" von Benoite Groult in Frankreich ein Bestseller war, haben die deutschen Großbuchhandlungen Unmengen von dem Buch gekauft - jedoch kein Mensch hier wollte das Ding haben, weil die Übertragung von Lesevorlieben gerade zwischen Frankreich & Deutschland oft problematisch ist. Also wurde das Buch als Bestseller ausgegeben, um auf die Bestsellerliste zu gelangen, WODURCH es erst oft verkauft wurde. [Das klappt nicht immer! Die Fortsetzung von "Vom Winde verweht" ging verdientermaßen trotzdem den Weg allen Ramsches] Es gibt so viele Leute, die ein Buch kaufen, "weil es gerne genommen wird", nicht weil sie jemals einen eigenen Geschmack entwickelt hätten (als Buchhändler mit mehrjähriger Berufserfahrung mußte ich das leider beobachten). Soviel zu Deinen "harten Fakten"...
Daß die Verkaufszahlen absolut nichts mit inhaltlicher Güte zu tun haben, muß man wohl auch nicht mehr groß diskutieren, oder?
Aufgrund der Grundprobleme solcher Marktforschungen neige ich dazu zu unterstellen, daß das in andern Ländern auch nicht viel anders läuft.
Mehr Glück dürftest Du dagegen mit Steadysellern haben, also Büchern - gutes Beispiel: Lord of the Rings -, die schon lange keine Bestseller mehr sind, sich aber über Jahre & Jahrzehnte hinweg kontinuierlich verkaufen.
Ich wünsche viel Glück bei der Suche!
hendrik