Antwort von
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hilfreich
My very Favourite
Hi!
Ich will Dir drei Kurzgeschichten nennen, die mir aus sehr verschiedenen Gründen sehr am Herzen liegen - vielleicht ist etwas für Dich dabei.
URSULA K. LeGUIN
Die Sterne unten / The Stars Below
In: Die 12 Striche der Windrose / The Wind's Twelve Quarters
URSULA K. LeGUIN
Die Omelas den Rücken kehren / The Ones Who Walk away from Omelas
In: - wie oben -
JACK VANCE
Die Mondmotte / The Moon Moth
z.B. in: Verlorene Monde oder diversen anderen Story-Anthologien von Vance
Alle drei Geschichten sind phantastischer Natur und von gutem literarischen Niveau, meist auch passabel übersetzt, was bei phantastischer Literatur leider meist die Ausnahme ist. In den beiden Geschichten LeGuins geht es um philosophische Konzepte - in "Sterne" eher um den Geist des Menschen, die Angst vor und die Neugier auf das Fremde (beides Grundtriebe unserer Spezies); in "Omelas" um eine philosophische Grundfrage: Wenn das Glück von Tausenden ermöglicht würde durch das Unglück eines Einzelnen, könnte dieses Glück dann moralisch gerechtfertigt sein? Beide Geschichten sind literarische Hochgenüsse - "Omelas" bietet sich für eine Deutung sehr an; "Sterne" ist diesbezüglich etwas sperriger - dennoch ist für mich Vielleser diese letztere Geschichte die allerwichtigste Geschichte, die ich je traf.
"The Moon Moth" ist - neben dem Umstand, eine sehr spannende Krimihandlung mit exotisch-phantastischer Kulisse zu bieten - ein schöner Anlaß, über Kulturen & Kulturdarstellungen, auch über Kommunikation zu sprechen.
Man merkt schnell, daß alle diese Geschichten weniger phantastisch sind (und das macht sie - in anderem Sinne - noch viel phantastischer), als man auf den ersten Blick annehmen mag...
Gruß,
hendrik