Re^3: bücher gratis: rezensionen schreiben
hallo wolfgang,
1.) du müßtest du einen autor/in (oder verlag) kennen und dem
auf den geist gehen.
Autoren werden bei Anfragen nach Rezensionsexemplaren in den
meisten Fällen was husten,
DAS stimmt.
für so etwas haben sie ja einen
Verlag.
es war einmal eine zeit, als verlage ihre autoren liebten und pflegten, mit ihnen zusammen manuskripte erarbeiteten und auch angemessene werbung für das fertige buch machten.
dann aber kamen böse mächte über das land: (süd)amerikanische oder angelsächsische autoren kamen in mode! die verlage gaben all ihr geld her, um hinter diesem trend hinterzuhecheln - und hatten dann nichts mehr übrig für die autoren im eigenen lande...
märchen ist hier zuende. aber: es ist keins!
die wahrheit ist, daß die meisten verlage (es gibt ja eigentlich nur noch 3 große! der rest sind imprints) heutzutage nach den gleichen gesetzen funktionieren, wie jeder andere konzern auch: maximale gewinnerzielung bei minimalem aufwand. d.h. lektoren sind heute eher produktmanager denn literaturhebammen.
am liebsten verzichtet ein verlag sogar inzwischen ganz auf lektorat und verlangt vom autor auf anhieb das fertige endprodukt.
in werbung (und richtig platzierte rezensionen von den richtigen leuten SIND werbung!) wird ebenfalls nur großartig investiert, wenn ein buch schon auf anderen kontinenten entsprechende erfolge verbuchen konnte.
Es sei denn natürlich, sie haben ein Buch im
Eigenverlag herausgegeben, sind also selbst auch der Verleger.
das ist quatsch! wenn man nicht grass oder walser heißt oder rowlings oder follet, trommelt man gefälligst selbst, und macht nimmermüde sein werk publik durch lesungen, rezensionen und interviews. der verlag leistet dabei bestenfalls unterstützung.
(wobei ich betonen möchte, daß es natürlich auch hier ausnahmen gibt. zur zeit arbeiten wir mit einem verlag zusammen, der noch lektorat im eigentlichen sinne betreibt - sehr zur freude aller beteiligten, wie ich hoffe, und zum wohle des manuskripts bzw. fertigen buchs.)
Nun, die Adresse eines Verlages rauszubekommen, ist dank (...) nicht die wirklich große Kunst.
ja, das geht abe rauch einfacher. wie habe ich einige postings weiter unter unten erklärt.
Vielleicht gibt es auch Verlage, die Newcomern eine Chance
geben.
wohl kaum. warum sollten sie?
Wenn man mit dem betreffenden Verlag noch nie Kontakt
hatte, könnte man als Arbeitsprobe ein oder zwei
selbstverfasste Rezensionen beilegen, die zeigen, dass man
auch tatsächlich in der Lage ist, eine ordentliche Rezension
abzufassen.
was bitte soll das bringen? diese arbeitproben werden unmittelbar in der rundablage landen.
auch ohne solche ungefragt eingesandten texte haben verlage mit fluten von text zu kämpfen. da werden sie sich nicht freiwillig noch antun, so etwas zu lesen.
Nach Veröffentlichung der Rezension ist es üblich,
dem Verlag ein Belegexemplar der Rezension zur Verfügung zu
stellen. Wer das nicht kann braucht nicht damit zu rechnen,
von dem betreffenden Verlag jemals wieder ein
Rezensionsexemplar zu erhalten.
ein belegexemplar einer rezension????
ich glaube, hier bringst du was durcheinander.
gruß
ann