Onkel Toms Hütte

Von: , Frage gestellt am Di, 5. Okt 1999

Hat schon mal einer von euch das Buch "Onkel Toms Hütte" von Harriette Beecher Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch mal was dazu! Danke,
Galli

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Onkel Toms Hütte

    Hat schon mal einer von euch das Buch
    "Onkel Toms Hütte" von Harriette Beecher
    Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch
    mal was dazu! Danke,
    Galli
    was möchtest du hören? ist halt ein aufschrei gegen die sklaverei. und mitverantwortlich für den stimmungswandel in der nordamerikanischen bevölkerung, ohne den der sezessionskrieg für die yankees nicht führbar gewesen wäre, denke ich.

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: Onkel Toms Hütte

      Hallo!
      Klar, der Inhalt des Buches ist unumstritten. Aber was haltet ihr davon? Findet ihr, daß es ein gutes Buch ist?
      Gefallen euch die Charaktäre?
      Was haltet ihr von Tom selbst? usw. ...
      Meiner Meinung nach ist das ein großartiges Buch, das nicht nur historisch, sondern auch moralsich und ethisch von großer Bedeutung ist. Abgesehen von dem Thema der Sklaverei spielt ja auch das Thema Reliogion eine wichtige Rolle in diesem Buch. Es geht nicht nur um die Sklaverei in diesem Buch...!
      Es geht um die Menschen!
      Dazu möchte ich gerne wissen, was ihr davon haltet!
      Tschüssi,
      Galli [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
        Re^3: Onkel Toms Hütte

        hey

        ich fands ganz gut. gut lesbar. trotzdem nicht simpel oder gar trivial. die botschaft ist gerade im historischen kontext kalr zu erkennen. ich kann aber jetzt nichts spezielles sagen, ist schon ne zeit her, das ich es gelesen habe. tom ist jedenfalls korrekt. und dann ist da doch noch diese quäker-familie. die ist natürlich auch korrekt. die adnern fallen mit jetzt nich mehr ein. Hallo!
        Klar, der Inhalt des Buches ist
        unumstritten. Aber was haltet ihr davon?
        Findet ihr, daß es ein gutes Buch ist?
        Gefallen euch die Charaktäre?
        Was haltet ihr von Tom selbst? usw. ...
        Meiner Meinung nach ist das ein
        großartiges Buch, das nicht nur
        historisch, sondern auch moralsich und
        ethisch von großer Bedeutung ist.
        Abgesehen von dem Thema der Sklaverei
        spielt ja auch das Thema Reliogion eine
        wichtige Rolle in diesem Buch. Es geht
        nicht nur um die Sklaverei in diesem
        Buch...!
        Es geht um die Menschen!
        Dazu möchte ich gerne wissen, was ihr
        davon haltet!
        Tschüssi,
        Galli

        • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
          Re^4: Onkel Toms Hütte

          hey

          ich fands ganz gut. gut lesbar. trotzdem
          nicht simpel oder gar trivial. die
          botschaft ist gerade im historischen
          kontext kalr zu erkennen. ich kann aber
          jetzt nichts spezielles sagen, ist schon
          ne zeit her, das ich es gelesen habe. tom
          ist jedenfalls korrekt. und dann ist da
          doch noch diese quäker-familie. die ist
          natürlich auch korrekt. die adnern fallen
          mit jetzt nich mehr ein. Hi!
          Danke für deine Antwort!
          Ja, Tom finde ich auch korrekt. Mehr als das. Er ist zwar nur eine erfundende Figur, aber für mich der Inbegriff von absoluter Charakterstärke. Es gibt noch so viele interessante Figuren: der Senator, der Eliza und ihr Kind rettet, obwohl er gegen die Aufnahme der entlaufenen Sklaven im Norden gestimmt hat, oder die Tochter St.Clares, die am Ende stirbt. Die ist so völlig unschuldig und hat eine bestimmte Art, ihren Glauben an Gott gegenüber ihrer Mutter und allen anderen zu bestreiten.
          Oder der Mann Elizas, der aus der Sklaverei flieht und nach Kanada reist.
          Es gibt so viele....
          Lies es doch noch einmal?!
          Tschüssi,
          Galli

          • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
            Re^5: Onkel Toms Hütte

            Hi!
            Danke für deine Antwort!
            Ja, Tom finde ich auch korrekt. Mehr als
            das. Er ist zwar nur eine erfundende
            Figur, aber für mich der Inbegriff von
            absoluter Charakterstärke. Es gibt noch
            so viele interessante Figuren: der
            Senator, der Eliza und ihr Kind rettet,
            obwohl er gegen die Aufnahme der
            entlaufenen Sklaven im Norden gestimmt
            hat, oder die Tochter St.Clares, die am
            Ende stirbt. Die ist so völlig unschuldig
            und hat eine bestimmte Art, ihren Glauben
            an Gott gegenüber ihrer Mutter und allen
            anderen zu bestreiten.
            Oder der Mann Elizas, der aus der
            Sklaverei flieht und nach Kanada reist.
            Es gibt so viele....
            Lies es doch noch einmal?!
            warum nicht? mal schaun. schlage mich gerade durch Kafka. Dann mal wieder was einfaches...

  2. Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
    Re: Onkel Toms Hütte

    Hat schon mal einer von euch das Buch
    "Onkel Toms Hütte" von Harriette Beecher
    Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch
    mal was dazu! Danke,
    Galli
    by the way, ich wollte immer schon wissen, ob das _literaturwissenschaftlich_ als Literatur oder Schundliteratur klassifiziert wird. Ich wiederhole sicherheitshalber, es geht nur um literarische Qualität, niemand will die gesellschaftliche Bedeutung dieses Buches diskreditieren oder die Lauterkeit seiner Motive in Abrede stellen!

    Grüße Benjamin

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: Onkel Toms Hütte

      Hallo!
      So ganz habe ich deine Antwort nicht verstanden.
      Scheint mir, als magst du das Buch nicht, oder besser gesagt magst du nicht, wie es geschrieben ist. Richtig oder falsch?
      Klär mich doch noch mal auf!
      Danke,
      Galli [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Eine etwas längere Antwort

        Scheint mir, als magst du das Buch nicht,
        oder besser gesagt magst du nicht, wie es
        geschrieben ist. Richtig oder falsch?
        Nein, kann man so nicht sagen. Ich hab das Buch vor einiger (i.S.v. längerer) Zeit in der Hand gehabt - eher aus "historischem" Interesse, eben wegen seiner großen Wirkungsgeschichte. Ja, es hat mir damals nicht so gut gefallen; ich hab es irgendwie zu "süsslich" in Erinnerung, wie soll man sagen, zu sehr auf eine (moralisch beabsichtigte) Wirkung beim Leser hin berechnet ... oder so, aber vielleicht stimmt dieses Gefühl ja gar nicht, und es handelt sich nur um (zeitbedingte) Probleme mit dem Stil der Autorin? Jedefalls hat das Buch literarisch keinen großen Eindruck und keine deutliche Erinnerung bei mir hinterlassen.

        Jetzt (na ja, auch schon ein Jahr her oder so) lese ich einen Text des amerikanischen Philosophen Richard Rorty ("Kontingenz, Ironie und Solidarität", sehr empfehlenswert!), der sich mit dem Problem einer Begründung für moralisches Verhalten beschäftigt, und dort den Satz: "'Onkel Toms Hütte' hat mehr für die Moralität der Menschheit geleistet als Kants 'Kritik der praktischen Vernunft'" (so ungefähr schreibt er). Dahinter steht ein Streit um zwei mögliche Arten der Ethikbegründung: (1) eine, die moralische Normen aus einer philosophischen Deduktion erklärt und ihnen deswegen eine unbedingte, für alle und immer zutreffende ("universale") Sollensgeltung zuschreibt - die bekannteste und stärkste Form dieser Argumentationsfigur ist Kants "Kategorischer Imperativ"; und (2) eine andere, die sich in der Frage nach den Ursprüngen moralischer Handlungen (wie dem opfer- und risikoreichen Kampf gegen die Sklaverei) mehr auf die Gefühlsebene, auf Mitleid, Sympathie etc. bezieht - was natürlich viel plausibler für unsere Erfahrungen mit diesen Dingen ist, aber argumentativ Probleme mit sich bringt, wenn man in bestimmten Situationen Normen aufstellen und auch durchsetzen muss und feststellt, dass diese Gefühle nicht bei allen und nicht in gleichem Masse da sind. Eine Option für die zweite Variante, auch wenn sie sympathischer erscheint, bringt also gewisse Gefahren.

        Und jetzt sind wir bei meiner Frage: Wenn Rorty wenigstens "Dostojewskijs 'Die Brüder Karamassow'" oder "Tolstois 'Krieg und Frieden'" geschrieben hätte! Rorty ist ein ziemlicher Zyniker. Kann sein, dass er auch andeuten will, er hielte den Einsatz für Menschenrecht etc. zwar für wichtig und lobenswert (an seinem politischen Engagement in dieser Richtung kann auch kein Zweifel bestehen!), aber begründen, nein, begründen könne man das gar nicht, auch nicht durch Literatur und den Rekurs auf Gefühle, man könne nur leise in die eine oder andere Richtung zu manipulieren versuchen (und da ist sicher auch was dran.) Klär mich doch noch mal auf!
        Danke,
        Galli
        Erschöpfend aufgeklärt? :-)

        Schöne Grüße
        Benjamin

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!