Märchen

Von: , Frage gestellt am Mi, 3. Jan 2007

Hallo!
Könnte jemand im 13. Jhdt. schon das Märchen vom Goldesel (Tischlein deck dich etc.) gekannt haben? Natürlich nicht wie bei Grimm, sondern die evtl. Urform?

"Das lateinische Märchen Asinarius haben die Brüder Grimm unter
dem Namen „Das Eselein“ bekannt gemacht. Die Fassung in den
„Grimmschen Kinder- und Hausmärchen“ lehnt sich an die
Übersetzung eines Gedichtes an, die in acht Handschriften in
verschiedenen Städten von München bis Leningrad vorliegt. Die
älteste dieser Handschriften stammt spätestens aus dem 14.
Jahrhundert. Der Ursprung des lateinischen Originals lässt sich bis
in die Römerzeit zurück führen, nämlich auf das Motiv der
Erzählung von „Amor- und Psyche“."

Wie man oben sieht, haben die Märchen, wie man sie heute kennt, teils einen sehr alten Kern.

Gruß,
Eva

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 55 Minuten 0 hilfreich
    Re: Märchen

    Könnte jemand im 13. Jhdt. schon das Märchen vom Goldesel
    (Tischlein deck dich etc.) gekannt haben? Natürlich nicht wie
    bei Grimm, sondern die evtl. Urform?
    Hallo, Eva,
    das glaube ich schon. Schließlich haben die Grimms ja nur aufgeschrieben, was schon seit Jahrhunderten an belehrenden und unterhaltenden Geschichten im Umlauf war.
    Ganz sicher könnten zumindest gebildetere Kreise Äsops Fabeln gekannt haben, auch Stories aus der germanischen, römischen und Griechischen Dichtung, wenn auch z.T. in etwas veränderten Form.

    Grüße
    Eckard

    • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Märchen

      Ganz sicher könnten zumindest gebildetere Kreise Äsops Fabeln
      gekannt haben, auch Stories aus der germanischen, römischen
      und Griechischen Dichtung, wenn auch z.T. in etwas veränderten
      Form.
      Hallo Eckard!
      Ich habe auch beschlossen, dass mir die Wahrscheinlichkeit genügt. Die Sache mit dem Goldesel passt an der fraglichen Stelle einfach vorzüglich, außerdem darf man das Zeitproblem nicht zu eng sehen. Ich stolpere auch im Original dauernd über Vokabeln, die 1235 noch nicht gebräuchlich waren, eben z.B. "rogue". Wenn man historische Romane daraufhin durchforsten wollte, müsste man sie wegschmeißen (empfohlen!) oder komplett in Althochdeutsch verfassen. Oder so ;-)))

      Grüße,
      Eva

  2. Antwort von nach 6 Tagen 1 hilfreich
    Re: Märchen, Anmerkungen zu den Brothers Grimm

    Hallo Eva,

    zum Teil stimmt das sicherlich. Die Brüder Grimm wie auch viele andere Sammler von Volks- und Hausmärchen bedienten sich aus dem reichen Schatz überlieferter Sagen und Fabeln. Es liegt jedoch nahe das die Grimmschen Brüder sich bei z.B. "Tischlein deck Dich", "der gestiefelte Kater", "König Drosselbart", "Dornröschen" und "Schneewittchen" von dem in Anlehnung an die Decamerone verfasste Werk "Pentameron" http://gutenberg.spiegel.de/basile/pentamer/toc.htm
    von Giambattista Basile(1575 – 1632)inspirieren ließen. Charles Perrault (1628-1703)rezensierte das Pentameron und schrieb den Band "Märchen für Erwachsene". Aus dieser "Sekundärliteratur" stammen die Märchen „Dornröschen“, „Rotkäppchen“, „Blaubart“, „Der gestiefelte Kater“,„Frau Holle“ und „Aschenputtel“. Die Gebrüder Grimm machten daraus quasie dann die extended Version für ihre Sammlung :-)

    Gruss Mirko

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