von der Wiege bis zur Bahre...

Von: , Frage gestellt am Mo, 19. Nov 2007

... Formulare, Formulare

Ach, von wem ist nur dieses schöne Zitat???
und aus welchem Gedicht ist es entnommen?

Vielen Dank,

Geert

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
    Re: von der Wiege bis zur Bahre...

    Lieber Geert,

    vielleicht leitet sich Sprichwort von diesem Gedicht von Hesse ab:

    Von der Wiege bis zur Bahre
    Sind es fünfzig Jahre,
    Dann beginnt der Tod.
    Man vertrottelt, man versauert,
    Man verwahrlost, man verbauert
    Und zum Teufel gehn die Haare.
    Auch die Zähne gehen flöten,
    Und statt daß wir mit Entzücken
    Junge Mädchen an uns drücken,
    Lesen wir ein Buch von Goethen.

    Aber einmal noch vor'm Ende
    Will ich so ein Kind mir fangen,
    Augen hell und Locken kraus,
    Nehm's behutsam in die Hände,
    Küsse Mund und Brust und Wangen,
    Zieh ihm Rock und Höslein aus.
    Nachher dann in Gottes Namen
    Soll der Tod mich holen. Amen.

    Viele Grüße
    Simone

  2. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    AB INCUNABILIS = von der Wiege, von klein auf


    Guten Tag, Geert

    Die Redensart taucht erstmals bei Livius auf:

    ab incunabilis = von der Wiege, von klein auf
    (Livius, Ab urbe condita 4.36,5)

    Titus Livius wurde wohl 59 v. Chr. in Padua geboren und
    starb daselbst ca. 17 n. Chr. Er war ein römischer
    Geschichtsschreiber zur Zeit Augustus'. Über Livius’
    Leben ist wenig bekannt. Er war anders als die meisten
    römischen Historiker (zum Beispiel Sallust oder
    Tacitus) nicht politisch aktiv. In Padua mag Livius
    auch seine philosophische und rhetorische Ausbildung
    erworben haben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Livius


    Freundlich grüsst

    Rolfus

  3. Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
    Re: von der Wiege bis zur Bahre...

    Hallo, Geert,

    im Redewendungsduden, Band 11, S. 804 steht:

    Der Glaube deiner Väter begleite dich von der Wiege bis zur Bahre und führe dich sicher durch die Fährnisse des Lebens.

    Leider gibt es keine Herkunftsangabe. Doch das klingt sehr nach einem protestantischen Segensspruch zur Konfirmation.

    In der Richtung müsste man forschen. Da ich so unprotestanisch bin, wie man nur sein kann, empfehle ich andere Gewährsleute. Vielleicht im Relibrett.

    Wenn man den erst mal identifiziert hat, lässt sich leicht ein Juxkopf ausdenken, der den weltlichen Reim darauf macht.

    Gruß Fritz

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