Gedichte ect.zum Thema Licht

Von: , Frage gestellt am Fr, 24. Nov 2000

Hallo!

Für eine Ansprache anläßlich der Einweihung eines Kunstobjektes (Lichtobjekt) in einen Stadtviertel, suche ich noch nach Gedichten oder kleineren Texten zum Thema Licht. Es wäre wunderbar, wenn mir jemand mit Tipps weiterhelfen könnte

Grüße

Angelika

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
    kleine Auswahl:

    Manche müssen das Licht anderer ausblasen, damit ihr eigenes zu sehen ist. .
    Unbekannt

    Ohne Schatten gibt es kein Licht; man muß auch die Nacht kennenlernen.
    Albert Camus (*1913), französischer Novellist, Essayist, und Dramatiker, 1957 Nobelpreis für Literatur

    Wie viele Lichter verdanken nur ihrem Leuchter, daß man sie sieht!
    Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker

    Zum Dank dafür, daß sie das Licht bescheint, werfen die Dinge Schatten. Die Menschen auch, besonders die Schüler großer Männer.
    Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker

    Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.
    Johannes 8,12

    Der Herr ist mein Licht.
    Psalm 23,1

    Der Mönch ist ein Licht, das wegen der Glut seines Herzens nie erlischt.
    Johannes Klimakus

    Unsere Adventslichter sind ein vorauslaufender Glanz jener Herrlichkeit, die sich aufmacht, um über der Finsternis des Erdreichs aufzugehen.
    Helmut Thielicke (*1908), deutscher evangelischer Theologe

    Sehnsucht zum Licht ist des Lebens Gebot.
    Henrik Ibsen (1828 - 1906), norwegischer Dramatiker

    Es werde Licht!
    1. Mose 1,3

    Ex oriente lux. (Das Licht kommt aus dem Osten.)
    Lateinisches Sprichwort

    Der Mensch muß lernen, den Lichtstrahl aufzufangen und zu verfolgen, der in seinem Inneren aufblitzt.
    Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist

    Auch die Dinge, die man nicht sieht, haben ihr Licht.
    Drukpa Rinpoche (gest. 1989), tibetanischer Meditationsmeister und enger Vertrauter des Dalai Lama in "ðTibetanische Weisheiten"

    Ich find', jede Beleuchtung is unangenehm. Wenn man jemanden haßt, is
    man froh, wenn man ihn nicht sieht - wozu die Beleuchtung? - Wenn man
    jemanden liebt, is man froh, wenn einem d' anderen Leut nicht sehn

    Johann Nepomuk Nestroy, 7.12.1801 bis 25.5.1862, österreichischer
    Dichter und Schauspieler.

    Was ist herrlicher als Gold? Das Licht! Was ist erquicklicher als Licht?
    Das Gespräch!

    (Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie)

    Der Letzte macht das Licht aus.


    Liebe Grüße Zauber@us *DunkelheitisteineErfindung*

  2. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    Licht-Limerick

    Autor (mir) unbekannt.

    Oft kann schon ein kleineres Lichtchen
    den Weg dir weisen, den richtchen.
    Wo größere Leuchten
    ins Dunkel dich scheuchten.
    Lass nie dich durch Größe beschwichtchen.

  3. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    Re: Gedichte ect.zum Thema Licht

    Lasers are a new way to fondle your retina.

    Nam June Paik, Licht- &Laserkuenstler.

  4. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    Re: Zwei Gedichte zum Thema Licht

    Licht ist Liebe

    Licht ist Liebe... Sonnen-Weben
    Liebes-Strahlung einer Welt
    schoepferischer Wesenheiten -

    die durch unerhoerte Zeiten
    uns an ihrem Herzen haelt,
    und die uns zuletzt gegeben

    ihren hoechsten Geist in eines
    Menschen Huelle waehrend dreier
    Jahre: da Er kam in Seines

    Vaters Erbteil - nun der Erde
    innerlichstes Himmelsfeuer:
    dass auch sie einst Sonne werde.

    (Christian Morgenstern)

    ----------------------------------------

    Die Gunst des Augenblicks

    Und so finden wir uns wieder
    In dem heitern bunten Reihn,
    Und es soll der Kranz der Lieder
    Frisch und gruen geflochten sein.

    Aber wem der Goetter bringen
    Wir des Liedes ersten Zoll?
    Ihn vor allen lasst uns singen,
    Der die Freude schaffen soll!

    Denn was frommt es, dass mit Leben
    Ceres den Altar geschmueckt?
    Dass den Purpursaft der Reben
    Bacchus in die Schale drueckt?

    Zueckt vom Himmel nicht der Funken,
    Der den Herd in Flammen setzt,
    Ist der Geist nicht feuertrunken
    Und das Herz bleibt unergetzt.

    Aus den Wolken muss es fallen,
    Aus der Goetter Schoss, das Glueck,
    Und der maechtige von allen
    Herrschern ist der Augenblick.

    Von dem allerersten Werden
    Der unendlichen Natur -
    Alles Goettliche auf Erden
    Ist ein Lichtgedanke nur.

    Langsam in dem Lauf der Horen
    Fueget sich der Stein zum Stein,
    Schnell, wie es der Geist geboren,
    Will das Werk empfunden sein.

    Wie im hellen Sonnenblicke
    Sich ein Farbenteppich webt,
    Wie auf ihrer bunten Bruecke
    Iris durch den Himmel schwebt -

    So ist jede schoene Gabe
    Fluechtig wie des Blitzes Schein,
    Schnell in ihrem duestern Grabe
    Schliesst die Nacht sie wieder ein.

    (Friedrich von Schiller)


    Lilly x

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