Die Sprache, die Wortwahl ist grauenhaft - inflationärer Gebrauch des Wortes "und", zT. falsche Grammatik, leere, abgenutzte Bilder. Phrasen. Gestelzte Redewendungen, die sich mit simplen Satzkonstruktionen abwechseln.
Wenn Sie schreiben möchte, sollte sie vorab eins tun:
Sich schulen - durch Lesen, Lesen, Lesen der Klassiker, moderner Literatur, Trivialliteratur, Lyrik, Shakespeare & King, meinethalben. Das Gespür für Sprache, das gehör für Satzmelodien wird so entwickelt und verfeinert.
Eine Fülle von sprachgewaltigen Bildern bieten die beiden Säulen, auf denen die abendländische Literatur ruht: Die Bibel und die griechisch/römische Antike - fast alle Bilder, Themen kommen aus dieser Tradition. Und wer, wie sie, so mächtige bilder wie "DEN TOD" bemüht, sollte sich damit auskennen.
Wenn sie glaubt genug gelesen zu haben - von vorn beginnen. Gleichzeitig beginnen, ihre eigenen Geschichten zu überarbeiten. Wer etwas neues schaffen will, muß sich mit dem alten gut auskennen.
Picasso hat monatelang die Klassiker kopiert, bevor sein eigener Stil gereift war. Auch Schriftsteller arbeiten so - Marcel Proust fertigte perfekte Nachahmungen seiner Vorbilder an, bevor er sich von ihnen absetzte und etwas eigenes schuf.
Schriftsteller sind nicht zuletzt Handwerker - die Kunst besteht darin, aus einem Rohling eine vollendete (oder gewollt inperfekte) Form zu gestalten.