Zitate aus 'Die Glocke'

Von: , Frage gestellt am Fr, 22. Jun 2001

Halali!

Habe eine Frage zu Schillers "Die Glocke":
Die Zeilen
"Wehe, wenn sie losgelassen" und
"Wo rohe Kräfte sinnlos walten"
sind die aus diesem Gedicht so bekannt, oder hat er die selbst als Zitat übernommen?

Danke für Eure Antworten!

Sebastian

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 45 Minuten 1 hilfreich
    Re: Zitate aus 'Die Glocke'

    Halali Sebastian,

    es gibt sicher Spruchsammlungen, wie etwa die im Alten Testamen - Sprüche, Prediger, Weisheit, die wiederum von ägyptischen oder mesopotamischen Quellen stammen - und Predigten, Sprichwörter oder Fabeln, die ähnliche Weisheiten enthalten, wie etwa die von Lafontaine, Luther oder Abraham a Santa Clara, dessen Predigten Schiller sicher kannte - siehe dazu Kapuzinerpredigt aus Wallensteins Lager - ,aber in dieser markigen Form stammen diese Weisheiten wohl schon vom Meister selbst.
    Jedenfalls ist mir nichts Gegenteiliges bekannt.
    Das Motto allerdings: Vivos voco, mortuos plango, fulgura frango! stammt von einer Glocke, die jetzt in Schaffhausen steht.

    Gruß Fritz Ruppricht

    • Antwort von nach 48 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Zitate aus 'Die Glocke'

      Und was heißt

      "Vivos voco, mortuos plango, fulgura frango!"

      ???

      • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
        Re^3: Zitate aus 'Die Glocke'

        "Vivos voco, mortuos plango, fulgura frango!"
        Die Lebenden rufe ich (zum Gottesdienst, in Notfällen zu Hilfe, z. B. bei Feuersbrünsten), die Toten beklage ich (als Sterbeglocke), Blitze breche ich (es iat ein alter Aberglaube, dass durch Läuten von Glocken Gewitter vertrieben werden können).

        Gruß Fritz

        • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
          Re^4: Zitate aus 'Die Glocke'

          Die Lebenden rufe ich (zum Gottesdienst, in Notfällen zu
          Hilfe, z. B. bei Feuersbrünsten), die Toten beklage ich (als
          Sterbeglocke), Blitze breche ich (es ist ein alter Aberglaube,
          dass durch Läuten von Glocken Gewitter vertrieben werden
          können).
          Aha! Sehr interessant! Danke!
          Aber ich hab da noch eine Frage zum Gedicht "Die Glocke":
          Wodurch wurde das Feuer, von dem Schiller hier schreibt, ausgelöst?

          Sebastian

          • Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
            Re^5: Zitate aus 'Die Glocke'

            Lies selbst, Sebastian:
            Wohtätig ist des Feuers Macht,
            Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
            Und was er bildet, was er schafft,
            Das dankt er dieser Himmelskraft,
            Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
            Wenn sie der Fessel sich entrafft,
            Einhertritt auf der eignen Spur
            Die freie Tochter der Natur.
            Wehe, wenn sie losgelassen
            Wachsend ohne Widerstand
            Durch die volkbelebten Gassen
            Wälzt den ungeheuren Brand!

            Es geht also nicht um eine bestimmte Feuersbrunst, sondern unm die Feuersbrunst als solche.

            Die ganze "Glocke" findest Du z.B. unter http://www.kombu.de/glocke.htm

            Gruß Eckard

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Apropos Glocke

              Die ganze "Glocke" findest Du z.B. unter
              http://www.kombu.de/glocke.htm
              Als er kam an diese Stelle:
              "Friede sei ihr erst Geläut!",
              äußerte der Altgeselle:
              "Meister, ihr seid zu zerstreut.
              Fertig, glaubtet ihr,
              wär die Glocke hier.
              Doch ihr habt da unterdessen
              ja den Klöppel ganz vergessen."

              Viele Grüße
              Stefan

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Kurzfassung der Glocke

              Kurz vor Ende meiner Schulzeit hat unser Deutschlehrer folgendes zum Besten gegeben.
              Wenn ihr in Zukunft die Glocke rezitieren müßt, haltet euch an die Kurzfassung.

              Loch gebuddelt
              Bronze rin
              aufgehangen
              bim bim bim

              (da ich im Rheinland aufgewachsen bin und mein Lehrer auch dort lebte klang die Fassung von ihm allerdings etwa so

              Loch jebuddelt
              Bronkse rin
              uffjehange
              bim bim bim)


              Die Fassung hab ich mir gemerkt, für die Langfassung muß ich immer noch nachlesen *schäm*

              Gandalf

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re: *lach* - und ich hab mich sooo geplagt!

              Liebe Grüße
              Birgit

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^2: *lach* - und ich hab mich sooo geplagt!

              wer wagt es ? Rittersmann oder Knapp
              zu tauchen in diese K...
              drei rostige Groschen werfe ich hinab
              schon verschlungen hat sie die hochauspritzende k....

              da tritt aus dem ---- bethlehemschen Chor ein blonder jüngling hervor
              ich tu's sprach er
              und sprang in die hochaufspritzende k........
              doch schon nach drei minuten erschien er wieder oben
              und rief
              hilfe hilfe
              die k...... is mir doch zu dicke

              aus eines knaben zitatenschatz



              Liebe Grüße
              Birgit



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