ich hätte gerne einen Pfarrer gesprochen zu Ahnenf

Von: , Frage gestellt am Do, 28. Feb 2002

gutem morgen,
ich hätte gerne einen Pfarrer (korrekte Berufsbezeichnung?) gesprochen, der mir eine Auskunft geben kann, wo Kirchenbücher aufbewahrt werden, nach deren Einträgen man Ahnenforschung betreiben kann und was eine Kopie (oder Abschrift) in Größenordnung kostet. Ich möchte gerne in dem Ort Fürth in einem evang=luth Kirchenbuch eine Abschrift haben, bzw. einmal nachforschen, was das heissen soll, wenn der Vater nicht mit Namen sondern ".. als der Gemeinde namentlich bekannt" benannt wird.
Also eine sehr spannende Sache, Danke im voraus!

2. Ich möchte auch gerne wissen, welche Karriere ein Pfarrer innerhalb des Berufes gehen kann, wo es Hindernisse gibt, und ob der Pfarrer auch ausserhalb seines Berufes überhaupt tätig (d.h. akzeptiert) sein wird.
Ein Beispiel: wenn du heute nicht Informatik gelernt hast, dann kommst du auch als Quereinsteiger nicht an diese Arbeit, eine imaginäre Wand steht davor.

Also bis dann - ich bin neugierig

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 53 Minuten 2 hilfreich
    Ahnenforschung und Karriere

    Guten Morgen, Dirk!

    Ahnenforschung ist (Gott sei Dank) nicht die tägliche Beschäftigung von Pfarrern, eher schon eine Last, die Gemeindesekretärinnen tragen ;-)

    In Fürth kommst du auf jeden Fall weiter, wenn du weißt, in welcher Kirche der "Ahne" getauft wurde. Schau mal unter http://www.fuerth-evangelisch.de !

    Der rätselhafte Eintrag deutet auf jeden Fall auf etwas wie Schande, Skandal, peinliches Geheimnis... aber darauf bist du wohl schon selbst gekommen.

    Was die "Karriere" betrifft, kann es ein kath. Pfarrer bekanntlich maximal bis zum Papst bringen. (Als ein jüdischer Rabbi fragte, ob es nicht noch weiter hinauf gehe, und der gefragte Pfarrer antwortete: "Nun, der Heiland selbst kann ich schließlich nicht werden", soll der Rabbi erwidert haben: "Sehen Sie - und von uns ist es einer geworden!")

    PC-Kenntnisse sind für eine kirchliche "Karriere" heute ebenso unentbehrlich und selbstverständlich wie in anderen Bereichen, aber natürlich nicht ein Informatik-Studium.

    Gruß & schönen Tag,
    Pietro

  2. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Karriere

    Hallo,
    2. Ich möchte auch gerne wissen, welche Karriere ein Pfarrer
    innerhalb des Berufes gehen kann, wo es Hindernisse gibt, und
    ob der Pfarrer auch ausserhalb seines Berufes überhaupt tätig
    (d.h. akzeptiert) sein wird.
    Ein ev. Pfarrer fängt in der Regel als Pastor an, d.h. er hat zwar eine "Pfarrstelle", aber keine "Kanzel". Gerade in größeren Gemeinden sind ja oft mehr als ein Pfarrer tätig. Derjenige, der im Pfarrhaus wohnt, ist sozusagen der "Boss", er hat das Kanzelrecht. Letztlich ist das vergleichbar mit dem Verhältnis eines StR zum OstR in der Schule - also, viel zu sagen hat es im Alltag oft nicht. Man erhält dann im Laufe der Zeit eine eigene Pfarrstelle, d.h. in der ev. Kirche muß man sich bei den Gemeinden bewerben und wird gewählt. Es gibt auch "Funktionspfarrämter", die die Landeskirchen vergeben, z.B. der Militärseelsorger, Gefängnisseelsorger, oder auch so etwas wie Beauftragter für Kindergottesdienst etc. Diese sind auf einer Stufe mit den Pfarrstelleninhabern. Darüber gibt es den "Superintendenten" (was ich hier schreibe, gilt für unierte LAndeskirchen, bei den lutherischen heißen die m.W. Probst). Das ist der Vorsitzende eines Kirchenkreises, der zu den anderen Pfarrer steht wie der Direktor eines Gymnasiums zu den Lehrern. Danach geht der Weg nicht viel weiter als bis zur Leitung der Landeskirche. Diese besteht aus mehreren Personen, halb Theologen, halb Laien. Hier gibt es dann das "höchste" Amt, den Präses in unierten Gemeinden, Kirchenpräsidenten eher in Süddeutschland, Bischof in den lutherischen Landeskirchen. In alle Ämter kommt man durch Wahl, mit Ausnahme der "Funktionspfarrämter", die man aber nur auf begrenzte Zeit ausfüllen darf. In den jeweiligen Wahlgremien ist die Anzahl der kirchlichen Theologen begrenzt, durchschnittlich auf 25 %: Ein Beispiel: wenn du heute nicht Informatik gelernt hast,
    dann kommst du auch als Quereinsteiger nicht an diese Arbeit,
    eine imaginäre Wand steht davor.
    Viele "gelernte" PFarrer sind nicht als solche tätig. Bei den Katholiken hat es viel mit dem Zölibat zu tun, bei den Protestanten eher mit einer zynischen Personalpolitik. Der Vorteil eines Theologen liegt in seiner breiten Ausbildung, zu der eine "klassisch-humanistische" Ausbildung in den alten Sprachen gehört, Literaturwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Rhetorik, Pädagogik, europäische Geschichte etc. In Stellenanzeigen wird nie ein Theologe gesucht (es gibt zu wenig davon), aber ich selbst habe in der "freien Wirtschaft" sehr gute Erfahrungen sammeln können. Natürlich nicht in der Informatik, aber in allen Bereichen, die etwas mit den berühmten "soft skills" zu tun haben. Theologen findest zu meistens in beratenden Täigikeiten, Verlagen, Bibliotheken, Erwachsenenbildung, Personalabteilungen. Allerdings, so auch meine Erfahrung, muß sich ein ausgebildeter Theologe für den "Traumberuf" schon ein Jahr Zeit geben...

    Grüße,
    Taju

  3. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Kirchenbücher

    Hallo Dirk,

    die Kirchenbücher werden je nach Landeskirche entweder wirklich noch in der eigentlichen Kirchen-Gemeinde aufbewahrt oder in Zentralarchiven ( z.B. Landeskirchliches Zentralarchiv der Pfalz in Speyer). Am besten, du fragst in Fürth einfach nach, d.h. rufst mal an, wo die Bücher aus der entsprechenden Zeit gelagert/archiviert sind. Das kann dir jedes Pfarrbüro mitteilen.

    Der Eintrag klingt für mich so, als ob es sich um ein uneheliches Kind handelte und der Vater vielleicht sogar mit jemand anderes verheiratet war, offensichtlich nicht genannt werden wollte/sollte/durfte...

    Kopien im Zentralarchiv waren recht teuer, so ca. 30-50 Pfennig (oft sind es bei ganz alten Büchern ja auch Microfich-Kopien). Dafür haben dort die Angestellten auch gerne geholfen, das Sütterlin zu entziffern etc. Wie das die einzelnene Pfarrer handeln weiß ich nicht. Die Welt kostet es sicher nicht.

    beste Grüße,

    barbara

  4. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: ich hätte gerne einen Pfarrer gesprochen zu Ah

    Hallo Dirk,
    wenn Du Ahnenforschung treiben willst (macht unheimlich Spass), so können dir auch die Mormonen helfen. Die haben sehr viel Daten gesammelt. Sie geben allerdings keine auskunft über Lebende.
    Der Zentralrechner in Salt lake City ist propenvoll mit Kirchenbüchern, Geburtdaten der Ortschaften, usw.
    Wende Dich doch ganz einfach an diese Kirchengemeinde. Die helfen Dir unentgeltlich.
    Unter Mormonen findest Du die allerdings nicht. "Kirche der heiligen der letzten Tage" glaube ich, heißt das.
    Grüße
    Raimund

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      mormonen taufen tote

      diese "hilfe" hat einen handfesten hintergrund.

      seht euch mal diesen artikel an:

      http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitun...

      unfaßbar, fast wie ein scherz. tun sie aber wirklich.


      "Als Ziel gab er seinen Gläubigen vor, alle namentlich bekannten Menschen, die jemals auf der Erde gelebt haben, zu taufen. .... Sämtliche deutsche Kirchenbücher wurden schon in den 80er-Jahren kopiert. Um die Kopien bis zum jüngsten Tag aufzubewahren, werden sie in einem atombombensicheren Bergwerk in den Rocky Mountains gelagert. Mehr als zwei Millionen Mikrofilme und Hunderttausende Kataloge liegen dort; Informationen über schätzungsweise sechs Milliarden Menschen - ein großer Teil davon schon getauft. Jeden Monat kommen noch Tausende Filmrollen und Kataloge hinzu. ....Als 1995 in den USA bekannt wurde, das übereifrige Mormonen 380 000 Juden getauft hatten, deren Namen sie den Listen von Konzentrationslagern entnommen hatten, kam es zu einem handfesten Skandal. Mehrere jüdische Organisationen drohten mit Klagen. "

      statt klopfklopf an der haustüre klopfklopf an den sarg.

      grüße
      lehitraot.

      • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
        Re: mormonen taufen tote

        Hallo Lehitraot, unfaßbar, fast wie ein scherz. tun sie aber wirklich.

        Ahnenforschung OK, aber welchen Sinn soll dieses unfreiwillige Taufen machen? Ich kann keinen erkennen!

        Und was genau sind Mormonen?

        lieben Gruß,
        Fionny

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^2: mormonen taufen tote

          hallo fionny,: Ahnenforschung OK, aber welchen Sinn soll dieses unfreiwillige
          Taufen machen? Ich kann keinen erkennen!
          damit ihre Seelen gerettet werden.
          Und was genau sind Mormonen?
          Eine christliche Sekte, die im 19. Jahrhundert (oder wars im 18.???) von einem Smith in den USA gegründet wurde. Da sie probleme mit den Andersgläubigen hatten (Vielweoberei, Ausschluss Ungläubiger...) suchten sie sich ein Gebiet. Nach langem Treck fanden sie es : Salt Lake City ist darin die Hauptstadt. Mit viel Fleiß und finanziellem Einsatz schufen sie dort eine blühende Gemeinde. Inzischen ist die Vielweiberei abgeschaft worden. Sehr konservative Gegend. Sehr bigott und sehr auf Moral bedacht. Bei der Olympiade war ihnen so manche Eislaufdarbietung zu sexistisch und musste entschärft werden.

          Grüße
          Raimund

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: mormonen taufen tote

            Hallo Raimund, Ahnenforschung OK, aber welchen Sinn soll dieses unfreiwillige
            Taufen machen? Ich kann keinen erkennen!
            damit ihre Seelen gerettet werden.
            Sorry, aber was ist denn das für ein *Schwachsinn*? (einen anderen Ausdruck finde ich gerade nicht dafür)
            Wie soll das denn gehen? Werden die Seelen nach 95J. Todeszeit gefragt, ob sie neu missioniert werden möchten? Na, dann werden sie ja an mir ihre wahre Freude haben! Ich freu mich schon drauf!
            Und was genau sind Mormonen?
            Eine christliche Sekte, die im 19. Jahrhundert (oder wars im
            18.???) von einem Smith in den USA gegründet wurde. Da sie
            probleme mit den Andersgläubigen hatten (Vielweoberei,
            Ausschluss Ungläubiger...)
            Na, die Probleme werden sie ja dann auch behalten! suchten sie sich ein Gebiet. Nach
            langem Treck fanden sie es : Salt Lake City ist darin die
            Hauptstadt. Mit viel Fleiß und finanziellem Einsatz schufen
            sie dort eine blühende Gemeinde. Inzischen ist die
            Vielweiberei abgeschaft worden. Sehr konservative Gegend. Sehr
            bigott und sehr auf Moral bedacht. Bei der Olympiade war ihnen
            so manche Eislaufdarbietung zu sexistisch und musste
            entschärft werden.
            Gut, vielleicht wäre es gut, denen mal etwas über *Moral* zu erzählen! Merke mir das mal vor.
            lieben Gruß und Danke für die Infos,
            Fionny



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!