Organspende

Von: , Frage gestellt am Do, 25. Apr 2002

Im Medizinbrett wurde ein Thread zur Organspende begonnen. Das veranlasst mich zu der Frage, wie die Weltreligionen das Thema behandeln.
Gibt es Glaubensrichtungen, die die Bestattung eines vollständigen Leichnams vorschreiben?

Otto

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 44 Minuten 1 hilfreich
    Christliche Bestattung

    Hallo, Otto!! Gibt es Glaubensrichtungen, die die Bestattung eines
    vollständigen Leichnams vorschreiben?
    Ich kann hier natürlich nur für das Christentum sprechen, als dessen Anhänger ich mich bekenne; dennoch denke ich, dass für den mosaischen Glauben ähnliches gilt:

    Es macht wenig Sinn, ausschließlich vollständige Leichname zu bestatten. Was sollte nämlich anderenfalls mit im Kriege verstümmelten Soldaten geschehen, oder mit Unfallopfern? Mir ist insbesondere auch keine biblische Textstelle bekannt, aus der ich auch nur annähernd eine Vorschrift ableiten könnte, derzufolge ein Leichnam bei der Bestattung vollständig sein muss.

    Langer Rede kurzer Sinn: Möglicherweise gibt es Glaubensrichtungen, die die Bestattung eines vollständigen Leichnams vorschreiben. Die sind aber dann nicht christlich.

    Liebe Grüße

    Chris

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Christliche Bestattung (nicht ganz ernst gemeint)

      Hallo,

      das Christentum kann es doch mit der vollständigen Bestattung des Körpers wirklich nicht ganz so streng meinen, schließlich stammt die Idee der Organspende vom Boss selbst:
      Mit einer Rippe fing es an ... *gg*

      Grüße
      Wolfgang

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re: Christliche Bestattung (nicht ganz ernst gemei

        Hallo !

        Na, und der jetzige Papst besteht zum Teil auch aus Edelstahl!!

        Oder bewahrt man sein Hüftgelenk, das kaputte, irgendwo auf?

        Grüße Max.

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Christliche Bestattung (nicht ganz ernst gem

          hallo Max
          als Beinknochen des Hl. Woitila. So wie die angeblichen Beinknochen von Petrus. Der muss allerdings etwa 4 m groß gewesen sein. Denn die Oberschenkelknochen könnte man glatt mit denen einer Kuh verwechseln.
          Schande über den, der Schmutziges dabei denkt!
          Grüße
          Raimund

          • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: Christliche Bestattung (nicht ganz ernst gem

            So wie die angeblichen
            Beinknochen von Petrus. Der muss allerdings etwa 4 m groß
            gewesen sein. Denn die Oberschenkelknochen könnte man glatt
            mit denen einer Kuh verwechseln.
            Hallo Raimund,

            glaubst du wirklich, dass die hl. Kirche so schlecht fälschen kann? Antike Menschenknochen besitzt sie in jedem Fall genug, auch wenn die Herkunft von Petrus unbewiesen bleibt. Aber Behauptungen unter der Überschrift: "Enthüllungen aus dem Vatikan" lassen sich halt stets lukrativ vermarkten.

            Im übrigen ist das Problem verbrannter oder von Tieren oder Menschen gefressener Körper schon in der ältesten christlichen Literatur ein stehender Topos. Der gesunde Menschenverstand wurde nicht im 20. Jahrhundert erfunden.

            Gruß,
            Pietro

            • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
              Re^4: Christliche Bestattung (nicht ganz ernst gem

              hallo Pitro, Im übrigen ist das Problem verbrannter oder von Tieren oder
              Menschen gefressener Körper schon in der ältesten christlichen
              Literatur ein stehender Topos. Der gesunde Menschenverstand
              wurde nicht im 20. Jahrhundert erfunden.
              Nein, mit Sicherheit nicht!
              Doch gab es eine Zeit, da konnte man den Christen alles verkaufen. Allein die Holzsplitter von Christi Kreuz zusammengesetzt würde für einen Riesen reichen. Die berühmtesten und größten Reliquienhändler waren.... Moslem!
              Die haben den bescheu... Christen alles verhökert.
              Grüße
              Raimund

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re

              Hallo Riamund,

              mit Reliquienkult, -handel und -kuriositäten kenne ich mich, mit Verlaub, ein bisschen aus.
              Nur hatte kein Händler die Chance, Petrusreliquien nach - Rom zu verkaufen. Das anzunehmen ist bescheu...

              Gruß,
              Pietro [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Handeslembargo?

              Hallo Pietro!

              Eigentlich möchte ich von dem Thema "Reliquien" ein wenig weg ... - Ich bin kein Katholik, und das Thema an sich interessiert mich nicht so sehr. Dennoch wüßte ich gern, worauf Du die Aussage Nur hatte kein Händler die Chance, Petrusreliquien nach - Rom
              zu verkaufen. Das anzunehmen ist bescheu...
              begründest. Theoretisch hätten doch auf allen möglichen Wegen und Umwegen Reliquien (egal ob echte oder gefälschte) nach Rom gelangen können. Geht es um die Hinrichtung des Petrus in Rom, also darum, daß alle denkbar möglichen Reliquien bereits in Rom waren?? Das würde mich dann doch interessieren. Ich kenne die (gültige?) Lehrmeinung, derzufolge Petrus auf Geheiß des Nero in Rom gekreuzigt wurde, auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten. Das soll am gleichen Tag geschehen sein an dem Paulus (als römischer Staatsbürger) enthauptet wurde. Eine zuverlässige Quelle dafür ist mir aber nicht geläufig. Kannst D u da weiterhelfen?

              Herzliche Grüße

              Chris

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re: Handeslembargo?

              Hallo Chris,

              ich finde das Thema auch nicht sooo spannend. Es geht ja auch nicht einmal darum, ob Petrus- oder andere Reliquien historisch echt sind.

              Tatsache ist, dass sämtliche Christen (Osten und Westen, "Rechtgläubige" und "Dissenter") seit Beginn der uns bekannten Zeugnisse darin übereinstimmten, Petrus sei in Rom hingerichtet und beigesetzt worden und die römische Gemeinde sei im Besitz seines Grabes und seiner Reliquien. Aus diesem Grund konnte kein Händler in Rom einen angeblichen Petrusknochen an den Mann bringen.

              Gruß,
              Pietro




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