Re^6: weil das Monopol dem Staat nützt!
Hallo Haploid,
finde ich auch nicht in Ordnung, dass die Kirche im sozialen
Bereich, teilweise ein Monopol hat, da sie doch auch von
allgemeinen Steuergeldern mitfinanziert wird.
wie jedes andere Krankenhaus, jeder Kindergarten oder Pflegedienst auch
umgekehrt ist es richtig: Weil die Kirchen hier wesentliche
Aufgaben übernommen haben, die eigentlich dem Staat obliegen,
zeigt sich der Staat durch unterstützende Finanzierung
dankbar.
Nicht die Kirchen haben sich ein Monopol geschaffen, es wurde
ihnen aus Gründen der Faulheit und der leeren Kassen des
Staates überlassen.
Ich sehe die Monopole nicht: es gibt jede Menge private Pflegedienste, Kindergärten in freier Trägerschaft (bzw. von AWO, ASB), Krankenhäuser in Kreisträgerschaft/privater Trägerschaft und von AWO/ASB
Sind Monopole in Deutschland nicht verboten?
wo
okay, der Staat nutzt die Kirchen aus, die Kirchen nutzen die
Pflegekräfte aus, weil sie weniger zahlen als üblich und
zusätzlich, muss man Kirchensteuern bezahlen um überhaupt in
der Diakonie arbeiten zu dürfen.
Macht sumasumarum ziemlich viel weniger Gehalt bei den
kirchlichen Arbeitgebern.
Bei Deinem Beispiel mit den Arbeitern von BMW und VW und dem
Angestellten in München und Verden an der Aller, vergisst Du,
dass im Pflegebereich ein sehr viel geringerer Lohn gezahlt
wird, gemessen an den Arbeitszeiten, der Verantwortung und der
physischen/ psychischen Belastung.
Nun ja, in Ballungszentren herrscht jetzt schon ein gewaltiger
Pflegebedarf, der nicht befriedigt werden kann.
Mal sehen, wie es in der Diakonie mit den sozialen Angeboten
weitergehen wird, wenn kein Personal da ist.
Jede Pflegefachkraft kann einen Pflegedienst gründen und in die Lücke stossen. Wenn so viele atheist. Pflegekräfte auf der Suche sind und so viele Nachfrager existiere, steht dem Wachstum ja nix entgegen. Ich kenne hier in DD mind. 2 Pflegedienste mit mind. 20 Autos (die stehen tagsüber in der Nähe der Zentrale, daher ist da noch eine D unkelziffer hinzuzurechnen). Die Zahl der kleinen mit 3-10 Angestellten möchte ich nicht zählen müssen.
Den Pflegebedürftigen dürfte doch kaum zu vermitteln sein,
dass die Kirche sich um sie sorgt und sie gleichzeitig in der
Pflege keine Hilfe von kirchlicher Seite bekommen können, weil
die Kirche nur zwingend konfessionelle Pflegekräfte einstellt.
Eine Ehefrau, die bei der Pflege ihres Mannes, die sie
überfordert, allein gelassen wird, interessiert es sicherlich
wenig ob die Pflegekraft, die ihr eine Erleichterung wäre,
getauft ist oder nicht, wenn sie geistlichen Beistand
benötigt, ist doch der Pfarrer für sie da.
s.o. Der Markt wartet auf ein Angebot. Aus meiner Anschauung ist dies platte Polemik.
Tschuess Marco.