Religion in Schulen

Von: , Frage gestellt am Fr, 16. Aug 2002

Hallo,

vielleicht kann mich jemmand über den (Un)Sinn der Religion in Schulen aufklären?
Sollten dafür nicht andere Fächer weiter ausgebaut werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Bewerber in
Religion=1
und
Mathe=5
von irgend einer Firma genommen wird.
Religion sollte Privatsache sein oder? Da würde das Fach "Bonsai" sicherlich mehr bringen.

Ich Glaube das die Religionslehre bei bekannten Persönlichkeiten nichts gebracht hat oder?
"Du sollst kein falsches Zeugnis geben ..." oder so ähnlich.

Gruss
Ralf

48 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 2 hilfreich
    Re: Religion in Schulen

    Hallo

    Ich kann Deiner Meinung nicht ganz zustimmen. Es gibt zwei Einwendungen:

    - Wie schon erwähnt der allgemein gültige Ethikunterricht

    - Mit 14 sind die Kinder Religionsmündig, d.h. sie dürfen wählen, welche Religionszugehörigkeit - wenn überhaupt - sie haben wollen. Wie kann man aber etwas wählen, über das man nichts weiss? Es ist notwendig, im Unterricht über alle Konfessionen und Religionen Dinge zu lernen. Dass es nicht leicht bis unmöglich ist, so etwas objektiv zu lehren, gebe ich zu, aber die Notwendigkeit der Informationsvermittlung besteht trotzdem.

    Gruss
    Thomas

    • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Religion in Schulen

      Hallo Thomas, ich zu, aber die Notwendigkeit der Informationsvermittlung
      besteht trotzdem.
      Was nützt die Informationsvermittlung den "kleinen Mann" im täglichen Leben, wenn er nicht aggressiv gegenüber alles fremde ist?

      Gruss
      Ralf

      • Antwort von nach 15 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Religion in Schulen

        Hallo Ralf: Was nützt die Informationsvermittlung den "kleinen Mann" im
        täglichen Leben, wenn er nicht aggressiv gegenüber alles
        fremde ist?

        Das habe ich jetzt nicht verstanden. Bist Du der Meinung, dass man aggressiv gegen alles Fremde sein sollte??

        Und es ist immer noch die beste Chance, Aggressivität durch Verständnis zu ersetzen, wenn man Menschen die Gelegenheit gibt, etwas kennen zu lernen.

        Gruß
        Thomas

        • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Religion in Schulen

          Hallo Ralf: Was nützt die Informationsvermittlung den "kleinen Mann" im
          täglichen Leben, wenn er nicht aggressiv gegenüber alles
          fremde ist?

          Das habe ich jetzt nicht verstanden. Bist Du der Meinung, dass
          man aggressiv gegen alles Fremde sein sollte??
          Ein klares NEIN, sonst könnten wir uns nicht über das Medium verständigen und wüsste nicht den Unterschied zw. einen Big Mac und Olivenöl. Und es ist immer noch die beste Chance, Aggressivität durch
          Verständnis zu ersetzen, wenn man Menschen die Gelegenheit
          gibt, etwas kennen zu lernen.
          Diesen Satz sollten sich Kirchenoberhäupter hinter die Ohren schreiben.

          Gruß
          Ralf

  2. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Re: Religion in Schulen

    Hallo,

    vielleicht kann mich jemmand über den (Un)Sinn der Religion in
    Schulen aufklären?
    Zumal nur die Religion der beiden Landeskirchen gelehrt wird, also Ev. und Kath, aber sogar christliche Minderheiten gibt es nicht, ganz zu schweigen von anderen Religionen. Die müssen alle brav außerhalb der Schule noch in einen Religionsunterricht, Koranschule, Sonntagsschule usw. Sollten dafür nicht andere Fächer weiter ausgebaut werden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Bewerber in
    Religion=1
    und
    Mathe=5
    von irgend einer Firma genommen wird.
    Täusch dich da mal nicht. Wenn du bei der Caritas oder in manchen Krankenhäusern als Zivi oder Pfleger anfangen willst, musst du erst mal deine Religion und Konfession zu deren Zufriedenheit nachweisen. Religion sollte Privatsache sein oder? Da würde das Fach
    "Bonsai" sicherlich mehr bringen.
    Bonsai vielleicht nicht unbedingt, aber vielleicht Ethik. Oder Religionsunterricht komplett ändern und Unterricht über die verschiedenen Religionen draus machen statt Bibelkunde und Glaubensfragen nach dem Kanon der jeweiligen Kirche.
    Gruss
    die Elbin

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Kleiner Einwand

      Hallo, Zumal nur die Religion der beiden Landeskirchen gelehrt wird,
      also Ev. und Kath, aber sogar christliche Minderheiten gibt es
      nicht, ganz zu schweigen von anderen Religionen. Die müssen
      alle brav außerhalb der Schule noch in einen
      Religionsunterricht, Koranschule, Sonntagsschule usw.
      Das ist so nicht mehr richtig. Inzwischen wird auch Islam- und sogar Buddhismusunterricht an staatlichen Schulen angeboten. Erweiterungen sind erwünscht.

      Grüße
      Jana

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re: Kleiner Einwand


        Das ist so nicht mehr richtig. Inzwischen wird auch Islam- und
        sogar Buddhismusunterricht an staatlichen Schulen angeboten.
        Erweiterungen sind erwünscht.
        Danke. Finde ich gut, dass das jetzt geht. Ich kenne aber keine Schule, die so was anbietet. Ist das noch in der Probephase bzw. jeder Schule freigestellt, ob sie das möchte? Sind diese anderen Religionsfächer dann auch Pflicht für die jeweiligen Gläubigen?
        Das ist es nämlich, was mich am meisten stört, dass Glaubenskunde Pflicht ist also staatlich vorgeschrieben wird.
        Grüße
        Jana

        • Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
          Re^2: Kleiner Einwand


          Das ist so nicht mehr richtig. Inzwischen wird auch Islam- und
          sogar Buddhismusunterricht an staatlichen Schulen angeboten.
          Erweiterungen sind erwünscht.
          Danke. Finde ich gut, dass das jetzt geht. Ich kenne aber
          keine Schule, die so was anbietet. Ist das noch in der
          Probephase bzw. jeder Schule freigestellt, ob sie das möchte?
          Sind diese anderen Religionsfächer dann auch Pflicht für die
          jeweiligen Gläubigen?
          Meines Wissens ist das wie bei allen Schulfächern abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Schüler. Wenn´s zuwenig sind, dann findet dieses Fach nicht statt. Das ist es nämlich, was mich am meisten stört, dass
          Glaubenskunde Pflicht ist also staatlich vorgeschrieben wird.
          Meines Erachtens sollte es sogar verboten werden, Kindern in den ersten Lebensjahren die Lehre einer bestimmten Konfession aufzuzwingen. Das grenzt an Gehirnwäsche und erzieht m.E. zur ethischen Unmündigkeit. Nach meiner Meinung sollte sich jeder Mensch frei entscheiden können, an wen oder was er glaubt, oder auch nicht glaubt. Und zwar, wenn er alt genug ist, daß es ihm selbst aus freier Entscheidung ein Bedürfnis ist. Und wenn Kinder schon ab einem Alter von 6 Jahren auf eine bestimmte Konfession "dressiert" werden, dann verhindert das eine freie Entscheidung. Etwas, das man schon so früh mit dem Anspruch, zu definieren, was "Gut" und was "Böse" ist eingetrichtert bekommt, kriegt man nur noch ganz schwer aus dem Kopf(der Seele/dem Gefühl).
          Nach meiner Meinung dient der Religionsunterricht in deutschen Schulen hauptsächlich einem Ziel : Den Nachwuchs und damit das zukünftige Einkommen zu sichern. Denn wer sich nicht traut, aus einer Kirche auszutreten, an die er nicht glaubt, weil er dadurch ein schlechtes Gewissen hat ( ...Sünde, nicht auf geweihtem Boden beerdigt werden, nicht heiraten dürfen, ewig in der Hölle brennen etc...), der zahlt brav weiter an die (katholische) Kirche. Was der Einzelne glaubt, ist der Kirche wurscht - Hauptsache die Kohle fliesst.
          Sorry, wenn das vielleicht etwas hart klingt. Ich bin auch durchaus davon überzeugt, daß es z.B. Pfarrer gibt ( und Kirchenmitglieder sowieso ), welche durchaus an ihre Sache und ihre Kirche glauben und dahinterstehen. Das ist auch gut so und soll natürlich Keinem verleidet werden. Aber daß die KIRCHE wirklich hinter den Idealen steht, welche sie so scheinheilig proklamiert, das kann ich leider immer weniger und inzwischen schon gar nicht mehr glauben.
          Ist nur meine Meinung und erhebt auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Allerdings für mich persönlich gilt diese Meinung uneingeschränkt.
          Grüße
          Jana
          Ebenfalls Grüsse,
          Jürgen

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: Kleiner Einwand


            Meines Erachtens sollte es sogar verboten werden, Kindern in
            den ersten Lebensjahren die Lehre einer bestimmten Konfession
            aufzuzwingen. Das grenzt an Gehirnwäsche und erzieht m.E. zur
            ethischen Unmündigkeit.
            Genau, das ist das Ziel der meisten Religionen!!!
            Damit erzieht man sich JA-Sager. Nach meiner Meinung sollte sich jeder
            Mensch frei entscheiden können, an wen oder was er glaubt,
            oder auch nicht glaubt. Und zwar, wenn er alt genug ist, daß
            es ihm selbst aus freier Entscheidung ein Bedürfnis ist. Und
            wenn Kinder schon ab einem Alter von 6 Jahren auf eine
            bestimmte Konfession "dressiert" werden, dann verhindert das
            eine freie Entscheidung. Etwas, das man schon so früh mit dem
            Anspruch, zu definieren, was "Gut" und was "Böse" ist
            eingetrichtert bekommt, kriegt man nur noch ganz schwer aus
            dem Kopf(der Seele/dem Gefühl).
            Nach meiner Meinung dient der Religionsunterricht in deutschen
            Schulen hauptsächlich einem Ziel : Den Nachwuchs und damit das
            zukünftige Einkommen zu sichern. Denn wer sich nicht traut,
            aus einer Kirche auszutreten, an die er nicht glaubt, weil er
            dadurch ein schlechtes Gewissen hat ( ...Sünde, nicht auf
            geweihtem Boden beerdigt werden, nicht heiraten dürfen, ewig
            in der Hölle brennen etc...), der zahlt brav weiter an die
            (katholische) Kirche. Was der Einzelne glaubt, ist der Kirche
            wurscht - Hauptsache die Kohle fliesst.
            Sorry, wenn das vielleicht etwas hart klingt. Ich bin auch
            durchaus davon überzeugt, daß es z.B. Pfarrer gibt ( und
            Kirchenmitglieder sowieso ), welche durchaus an ihre Sache und
            ihre Kirche glauben und dahinterstehen.
            Ich hatte schon mehrere Gespräche (auch mit Pfarrern) die auf harte Fragen keine Antworten wussten und mir mit ihren Lebensstil nicht religiös erschienen.
            Die einzigen den ich Glaube, das sind die Schwestern die in Armut (aus unserer Sicht gesehen) ihrer Dienst versehen. Das ist auch gut so
            und soll natürlich Keinem verleidet werden. Aber daß die
            KIRCHE wirklich hinter den Idealen steht, welche sie so
            scheinheilig proklamiert, das kann ich leider immer weniger
            und inzwischen schon gar nicht mehr glauben.
            Dazu ein passender Link:
            http://www.kirchensteuer.de/index.html

            Ebenfalls Grüsse,
            Ralf



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!