Das ist so nicht mehr richtig. Inzwischen wird auch Islam- und
sogar Buddhismusunterricht an staatlichen Schulen angeboten.
Erweiterungen sind erwünscht.
Danke. Finde ich gut, dass das jetzt geht. Ich kenne aber
keine Schule, die so was anbietet. Ist das noch in der
Probephase bzw. jeder Schule freigestellt, ob sie das möchte?
Sind diese anderen Religionsfächer dann auch Pflicht für die
jeweiligen Gläubigen?
Meines Wissens ist das wie bei allen Schulfächern abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Schüler. Wenn´s zuwenig sind, dann findet dieses Fach nicht statt.
Das ist es nämlich, was mich am meisten stört, dass
Glaubenskunde Pflicht ist also staatlich vorgeschrieben wird.
Meines Erachtens sollte es sogar verboten werden, Kindern in den ersten Lebensjahren die Lehre einer bestimmten Konfession aufzuzwingen. Das grenzt an Gehirnwäsche und erzieht m.E. zur ethischen Unmündigkeit. Nach meiner Meinung sollte sich jeder Mensch frei entscheiden können, an wen oder was er glaubt, oder auch nicht glaubt. Und zwar, wenn er alt genug ist, daß es ihm selbst aus freier Entscheidung ein Bedürfnis ist. Und wenn Kinder schon ab einem Alter von 6 Jahren auf eine bestimmte Konfession "dressiert" werden, dann verhindert das eine freie Entscheidung. Etwas, das man schon so früh mit dem Anspruch, zu definieren, was "Gut" und was "Böse" ist eingetrichtert bekommt, kriegt man nur noch ganz schwer aus dem Kopf(der Seele/dem Gefühl).
Nach meiner Meinung dient der Religionsunterricht in deutschen Schulen hauptsächlich einem Ziel : Den Nachwuchs und damit das zukünftige Einkommen zu sichern. Denn wer sich nicht traut, aus einer Kirche auszutreten, an die er nicht glaubt, weil er dadurch ein schlechtes Gewissen hat ( ...Sünde, nicht auf geweihtem Boden beerdigt werden, nicht heiraten dürfen, ewig in der Hölle brennen etc...), der zahlt brav weiter an die (katholische) Kirche. Was der Einzelne glaubt, ist der Kirche wurscht - Hauptsache die Kohle fliesst.
Sorry, wenn das vielleicht etwas hart klingt. Ich bin auch durchaus davon überzeugt, daß es z.B. Pfarrer gibt ( und Kirchenmitglieder sowieso ), welche durchaus an ihre Sache und ihre Kirche glauben und dahinterstehen. Das ist auch gut so und soll natürlich Keinem verleidet werden. Aber daß die KIRCHE wirklich hinter den Idealen steht, welche sie so scheinheilig proklamiert, das kann ich leider immer weniger und inzwischen schon gar nicht mehr glauben.
Ist nur meine Meinung und erhebt auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Allerdings für mich persönlich gilt diese Meinung uneingeschränkt.
Grüße
Jana
Ebenfalls Grüsse,
Jürgen