Wie gehe ich mit einem Zeugen Jehowas um?
Von: , Frage gestellt am Mo, 24. Jan 2000
ICh arbeite mit einem Zeugen zusammen er ist nett und sehr Koligal. Aber wie soll man sich verhalten wen man sich mit den Thesen der zeugen nicht befassen will?
ICh arbeite mit einem Zeugen zusammen er ist nett und sehr Koligal. Aber wie soll man sich verhalten wen man sich mit den Thesen der zeugen nicht befassen will?
Hallo Nik
ICh arbeite mit einem Zeugen zusammen er
ist nett und sehr Koligal. Aber wie soll
man sich verhalten wen man sich mit den
Thesen der zeugen nicht befassen will?
Das ist sehr einfach. Bitte ihn einfach ein bestimmtes Thema nicht anzusprechen.
Gruß
Carlos
Hatte auch mal einen "Zeugen" als Kollgen. War allerdings überhaupt kein Problem, da
er in der Firma nicht versucht hat irgendwen
zu "bekehren" (hätte wohl auch Probleme gegeben).
Ansonsten werde ich die "Haustür Zeugen" schnelle wieder los, wenn ich mich überhaupt nicht auf das negative Weldbild einlasse, das die haben. Ich verbreite einfach sprühenden Optimismus ("also mir gehts prima und versuchen sie doch mal das Ganze positiv zu sehen" und so blabla). Da sind die meistens schnell überzeugt, daß man nicht bekehrbar ist und geben es auf.
Gruß,
Lisa
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Hallo Lisa,
dir möchte ich nur mitteilen das Zeugen Jehovas sicherlich kein negatives Weltbild haben sondern uns nur daran halten was in der heiligen Schrift geschrieben steht und im Gegensatz zu anderen Relegionsgemeinschaften auch danach handeln.
gruss
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Hallo,
dir möchte ich nur mitteilen das Zeugen
Jehovas sicherlich kein negatives
Weltbild haben sondern uns nur daran
halten was in der heiligen Schrift
geschrieben steht und im Gegensatz zu
anderen Relegionsgemeinschaften auch
danach handeln.
Ich wollte deine Überzeugung nicht angreifen. Bin der Meinung, daß jeder selbst
entscheiden muß, wie und nach welchen Regeln etc. er leben will. Habe aber schon das Gefühl, daß (zumindest manche) der Zeugen Jehovas sich kaum vorstellen können, daß jemand der nicht nach der Bibel lebt auch glücklich (oder was auch immer) werden kann.
Das ist es, was ich mit negativem Weltbild meinte. Also jeden der nicht der eigenen Religionsgemeinschaft angehört für einen schlechten frustrierten Menschen halten.
Tut mir leid, wenn ich das mißverstanden habe, aber das ist es, was ich bei den "Haustürwerbern" herausgehört habe.
Gruß,
Lisa
Hallo Lisa,
du hast mich sicherlich nicht in meiner Überzeugung angegriffen. Es herschen in der Öffentlichkeit nur so viele Vorurteile über unsere Relegionsgemeinschaft, da dachte ich mir ich müsste mal über diesen Weg versuchen damit aufzuräumen.
Jeder Zeuge wird ein nein akzeptieren und ist dann auch nicht frustriert darüber und hält auch diesen Menschen nicht für einen schlechten, der nich glücklich ist oder sein kann.
Viele Menschen wollen nur nicht zuhöhren oder sind so von Vorurteilen befangen, dass sie von der Wahrheit nichts wissen wollen, das ist schon frustrierend. Die meisten Menschen die wenigstens nur zuhöhren und versuchen sich damit auseinanderzusetzen erkennen die Wahrheit, die dahintersteht!!! Darum ist es so frustrierend das viele nicht zuhöhren wollen!!!
Gruss alex
Hallo Alex,
ohne auch nur ansatzweise über Eure Gemeinschaft urteilen zu wollen, hier ein "Erfahrungsbericht" der besonderen Art:
Ich habe mich ca. drei Jahre lang (korrigiere mich bitte, wenn das zu lang ist, ich weiss es nicht mehr genau) in regelmäßigen Abständen von Euren Leuten missionieren lassen, weil ich die ausgesprochen klaren, logischen und gut vorbereiteten Gespräche regelrecht genossen habe. Das war selbst als Student ein riesiger Unterschied zum Alltagsblabla.
Über viele Dinge durften eure Leute aber einfach nicht reden. Das fand ich schade. Und zuletzt wurde sogar schlichtweg bestritten, dass die Missionieung zeitlich begrenzt ist und danach derjenige als nicht missionierbar gilt - ob das nun eine Wertung ist oder nicht. (Das war kurz bevor niemand mehr kam...). Habe selbst Zeugen in der Verwandschaft, mit denen ich aber (nicht deswegen) keinen Kontakt habe, und stehe dem Ganzen zwar kritisch, aber nicht negativ gegenüber (individuell verschieden). Aber warum diese penible Geheimhaltung / Leugnen von Regeln etc., die nun mal sehr streng und nicht konsequenzenlos sind?
Gruss
Rudi
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Hallo Alex und Rudi,
Über viele Dinge durften eure Leute aber
einfach nicht reden. Das fand ich schade.
Da muß ich beipflichten. Ich habe mich ca. ein Jahr lang jeden Sonntag mit einem Paar Zeugen zu recht interessanten Gesprächen getroffen, und habe die gleiche Erfahrung gemacht: bestimmte Diskussionen waren einfach tabu, ob nun aus Angst vor "geistiger Kontamination" oder aus anderen Gründen, ist mir bis heute nicht ganz klar.
Ansonsten fand ich das Ganze allerdings auch ganz gut.
Kubi
Hallo Kubi,
und habe die
gleiche Erfahrung gemacht: bestimmte
Diskussionen waren einfach tabu, ob nun
aus Angst vor "geistiger Kontamination"
oder aus anderen Gründen, ist mir bis
heute nicht ganz klar.
Welche Themen waren es denn?
Gruß
Carlos
Hallo Carlos,
bestimmte
Diskussionen waren einfach tabu
Welche Themen waren es denn?
Da hast du mich auf einem schwachen Bein erwischt: Ich weiß es schlicht gesagt nicht mehr. Ist schon ein paar Jahre her, und durch die Weigerung, über manche Themen zu diskutieren, habe ich die Leute als "nicht würdig" als Diskussionspartner eingestuft.
Kann jetzt natürlich sein, daß es nur die beiden waren, und nicht die zeugen als solche, für die solche Tabus gelten. Dann tut's mir leid, und die beiden haben ihrer ganzen "Zunft" geschadet.
Wie auch immer, ich habe wie gesagt auch Zeugen unter meinen Freunden. Nur wir haben ein stillschweigendes Abkommen, nicht über Religion zu reden, da unsere Ansichten zu verschieden sind und wir keinen Streit provozieren wollen.
Kleine Frage am Schluß: Wieso heißt es eigentlich immer noch Zeugen JEHOVAS, obwohl die Sprachwissenschaftler sich schon seit längerem weitgehend darüber einig sind, daß JHWH eher "Jahwe" gelesen wurde?
Gruß, Kubi