Hallo lehi
auf dieser grundlage keonnten wir die ganze religion gleich in
die tonne kippen. wenn keiner mehr sicher ist, ob das auch so
gewesen ist wie es da steht, ehm, woran glaubt man dann
nochmal? da steht sprechen, so wie jeder spricht. naja ich
kann mir nicht im entferntesten vorstellen wie sich das
anfuehlt, vielleicht so wie das borg-kollektiv, aber wenns da
steht, entweder ich glaubs oder eben nicht. :)
Das sehe ich ganz anders, denn ich habe ja nicht davon gesprochen, dass alles Unsinn ist, sondern davon, dass nicht wesentliche Details anders gewesen sein könnten als es sich die Schreiber vorgestellt haben.
Dahinter steckt natürlich eine bestimmte Vorstellung. Gott ist real, so real wie Du und ich. Und wenn Gott redet, dann kommt es - wie in jedem zwischenmenschlichen Gespräch auch - nicht nur darauf an, was er sagt, sondern auch, was verstanden wird.
Mit anderen Worten: Gott steuert diejenigen, die die Bibeltexte geschrieben haben, nicht fern, sondern das, was Gott sagt, wird von diesen Schreibern im Licht ihrer kulturellen, sozialen und persönlichen Erfahrung verstanden.
Damit ist kein Text in der Bibel erfunden, aber in jedem Text ist immer auch zu fragen, was ist die reale Botschaft, die wir für uns übernehmen müssen, und was sind zeitlich bedingte Aussagen, die wir in unseren zeitlichen Kontext übertragen müssen.
Zugegeben: Ein schwieriger und oft nicht eindeutiger Prozess. Aber wir Christen haben wenigstens den heiligen Geist als Hilfe, nicht wahr ;-))
Gruss
Thomas