Dank Tessa folgendes entdeckt:

Von: , Frage gestellt am Do, 12. Dez 2002

53.) Ist der Islam religiösen Minderheiten gegenüber intolerant ?

Der Islam erkennt die Rechte und die Religionsfreiheit von Minderheiten an. Im Koran kommt dies unter anderem in dem folgenden Qur'ãn-Vers zum Ausdruck: ,,Es gibt keinen Zwang im Glauben" (2:256). Um ihr Wohlergehen und ihre Sicherheit zu garantieren, wird den Minderheiten eine Steuer (Dschizja) auferlegt. Außerdem sind sie vom Wehrdienst befreit. Der Prophet Muhammed verbot muslimischen Heeren, Kirchen oder Synagogen zu zerstören. Der Kalif Omar erlaubte muslimischen Eroberern nicht einmal, in einer Kirche das islamische Gebet zu verrichten, um nicht die Gefühle der Christen zu verletzen.


Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses Verbot Mohammeds gebrochen?
Oder habe ich was falsch verstanden?

Grüße
Raimund

29 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Dank Tessa folgendes entdeckt:

    Hi
    Und wenn? was für Restriktionen von Seiten Mohammed sind wohl zu erwarten?
    HH [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    lebende und tötende Religionen

    Hi,

    nun ist das ganze so um die 1.500 Jahre her und seitdem haben sich die Zeiten geändert, wie es scheint. Jedenfalls hat man damals Christen- und Judentum als Religionen gekannt, die den wahren Gott usw. Damals waren die Ungläubigen die Naturvölker bzw. solche mit Vielgötterei und es gab noch reichlich davon.

    Heute gehören wir auch zu den Ungläubigen und damit unterliegen Kirchen, Synagogen etc. nicht mehr einem besonderen Schutz.

    Je nach Schule unterliegt der Koran einer viel intensiveren (auch lokal und politisch geprägten) Interpretation als z.B. das Christen- oder Judentum. Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
    Verbot Mohammeds gebrochen?
    Oder habe ich was falsch verstanden?
    Bei einer buchstabengetreuen Interpretation wäre der Attentäter ganz sicher "dran" gewesen. aber auch wir sind ja sehr dafür, daß die Bibel nicht buchstabengetreu gelebt wird, insofern müssen wir das auch bei anderen Religionen tolerieren und können nicht mit dem Finger auf die Stellen zeigen, deren heutige Interpretation uns nicht paßt.

    Bzw. machen können wir das shcon, nur kann man "uns" dann auch eine nicht buchstabengetreue Interpretation der Bibel vorwerfen.

    Gruß
    Christian
    Grüße
    Raimund

    • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
      Re: Das Menschenbild des Islam

      Hi,

      nun ist das ganze so um die 1.500 Jahre her und seitdem haben
      sich die Zeiten geändert, wie es scheint. Jedenfalls hat man
      damals Christen- und Judentum als Religionen gekannt, die den
      wahren Gott usw. Damals waren die Ungläubigen die Naturvölker
      bzw. solche mit Vielgötterei und es gab noch reichlich davon.

      Heute gehören wir auch zu den Ungläubigen und damit
      unterliegen Kirchen, Synagogen etc. nicht mehr einem
      besonderen Schutz.
      Ich habe eventuelle frühere Diskussionen hier nicht verfolgt und weiß nicht, ob es schon gesagt wurde:

      Im Islam wird die Menschheit in 1) Muslime, 2) Dhimmi (d.h. Schutzbefohlene/Juden und Christen) und 3) Ungläubige (alle anderen) unterteilt: Es können nur die Dhimmi (also Juden und Christen) unter dem Banner des Islam toleriert werden, wenn auch nur als Schutzbefohlene, d.h. als Menschen zweiten Ranges (und früher nur durch Zahlung einer Kopfsteuer). Frauen werden dabei der Kategorie 2 zugeordnet. Die Existenz der dritten Gruppe wird von den Muslimen nicht anerkannt, weil für den Islam nur Monotheisten tolerabel sind.

      Diejenigen Muslime, die diese vorherrschende islamische Scharia-Sicht nicht teilen, riskieren, als Apostaten (einer, der offen gegen die Anwendung der Scharia eintritt) verfolgt und getötet zu werden.

  3. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Dank Tessa folgendes entdeckt:

    Hallo Raimund,

    es heisst auch:

    "Du sollst nicht morden"
    "Du sollst nicht stehlen"
    ...

    Ob nun religioes in welcher Religion auch immer oder im Gesetzbuch des Staates.

    Einzelne Menschen stehlen und morden trotzdem.

    So koennen Islamisten die Worte des muslimischen Propheten Mohammed ueberlesen/uebertreten oder andere Worte von ihm oder aber ganz andere Drittmeinungen fuer einen solchen Anschlag wie diesen heranziehen fuer eine "Mordlegitimierung". Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
    Verbot Mohammeds gebrochen?
    Ja, offenbar. Oder habe ich was falsch verstanden?
    Wieso, ist doch eindeutig?



    viele Gruesse, Peter

  4. Antwort von nach 3 Stunden 2 hilfreich
    Re: Dank Tessa folgendes entdeckt:

    Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
    Verbot Mohammeds gebrochen?
    schau dir an, wo die berühmten moscheen stehen. da wurde nicht nur zerstört, sondern gleich eine moschee drübergebaut. oder was meinst du stand VOR dem felsendom auf dem tempelberg? es ist unerheblich, was mohammed alles verboten hat. es kommt drauf an, wie die menschen handeln!

    grüße
    lehitraot.

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      zusatz

      um keine mißverständnisse aufkommen zu lassen: es waren natürlich nicht die moslems, die den tempel in diesem beispiel zerstört haben! aber draufgebaut wurde. und wech.

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Dank Tessa folgendes entdeckt:

      hallo Lehi,
      könnte es sein, dass dort, wo der Felsendom heute steht nichts stand?
      Auch kein jüdischer Tempel?
      Oder bezeichnest Du Schutt als Synagoge?
      Grüße
      Raimund

      • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Dank Tessa folgendes entdeckt:

        könnte es sein, dass dort, wo der Felsendom heute steht nichts
        stand?
        Auch kein jüdischer Tempel?
        historie ist unerheblich. der ort ist der heiligste für das judentum, vergleichbar mit der kaaba für den islam. es geht um das symbol, nicht um die historie (ich bin mir sicher, daß der tempel dort stand, es spielt aber letztendlich keine rolle.) es geht um den symbolischen akt der vernichtung. dieses prinzip wurde von vielen religionen betrieben. das heiligtum der eroberten wird eben nicht respektiert, sondern geschleift und ein eigenes draufgebaut.

        grüße
        lehitraot.

        • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Dank Tessa folgendes entdeckt:

          einen Schutthaufen als religiöses Heiligzum zu definieren bedarf schon besonderer Phantasie. Genauso zu behaupten, Palästina ist sei von jeher jüdisch, weil mal in grauer Vorzeit dort Juden gewohnt haben.
          Habt Ihr eine Logik!
          Grüße
          Raimund



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