Geistliche und Ehrenamt
Von: , Frage gestellt am So, 31. Aug 2003
Es klingt zu Beginn wie ein spezifisch katholisches Thema, es wird sich aber herausstellen, daß es keineswegs eines ist:
Das II. Vatikanische Konzil hatte die Rolle der Laien (Nicht-Geistlichen) in der Kirche neu bewertet. Statt bloße Adressaten der Botschaft der Kirche sollten sie künftig deren Mitverantwortliche sein. Eine Konsequenz war die Einführung von Kirchengemeinderäten und andere Aufwertungen des ehrenamtlichen Engagements. Es gibt heute keinen Bischof mehr, der nicht in seinen Ansprachen auf diese Entwicklung hinweist und sie weiter fördern will.
Nun hat aber ein Teil der Geistlichen diese Entwicklung nicht mitbekommen oder lehnt sie ab. Gemeinden mit solchen Pfarrern fühlen sich an, als seien ehrenamtliche Mitarbeiter dort überflüssig oder sonstwie unerwünscht. Meine Frage: Was tun in dem Fall Leute, die sich für ein Engagement interessieren? Das Interessengebiet wechseln (das Rote Kreuz freut sich auch über Ehrenamtliche!)? Die Gemeinde wechseln? Den Pfarrer attackieren? Den Dekan einschalten?
Nochmals: Bitte nicht antworten, daß und warum solche Pfarrer sich unbiblisch oder sonstwie falsch oder auch richtig verhalten. Oder warum kirchliches Engagement sowieso Blödsinn ist. Es geht nur um die Reaktion der (potentiellen) ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich unerwünscht vorkommen. O.k.? Danke.
