Hallo Dagmar
Wenn du wirklich wissen willst, was mit deinem Geld geschieht,
warum guckst du nicht mal erst, wies in deiner Nachbarschaft
aussieht? Oder frag einen Pfarrer oder ähnliches. Es gibt
bestimmt Kinder bei euch in der Nähe, die von Sozialhilfe
leben müssen. Als ehemals Alleinerziehende und
Sozialhilfeempfängerin war ich dankbar, wenn mir jemand etwas
zukommen lies!
Wenn du mein Profil bemühst, siehst du, dass wir deinen Vorschlag schon seit vielen Jahren sehr intensiv befolgen. Wir leben seit 1995 mit vier "Heimkindern" zusammen und ein fünftes wird in zwei Wochen folgen. Und nun möchten wir alle (meine Freundin und ich, aber auch unsere Kinder) gerne eine Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt übernehmen. Nicht um unser Gewissen zu beruhigen (ich denke, dass wir das bei unserer Arbeit nicht mehr barauchen) sondern um einem Menschen im Rahmen unserer inzwischen eher bescheidenen finanziellen Möglichkeiten zu helfen. Ich weiß, dass du Recht hast: Es gibt unzählige Beispiele für notleidende Menschen auch in unserem Land. Ich glaube aber, dass selbst die Ärmsten hier im Vergleich zu vielen Kindern in der sog. 3. Welt noch wie Könige leben. Hier gibt es zumindest niemanden, der verhungern MUSS; es besteht eine Schulpflicht und es gibt (noch) ein funktionierendes Gesundheitssystem. Dass es natürlich für Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, viele Rentner ... alles andere als ein angenehmes Leben ist, weiß ich - dennoch: In der Regel ist hier niemand in seinem Leben bedroht, weil er nichts zu essen, keine Ausbildung, kein Geld hat. Und das wird auch, dessen bin ich mir sicher, trotz der Agenda 2010 so bleiben.
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntagabend, Fralli