NAK und Ausstieg
Von: , Frage gestellt am Fr, 31. Okt 2003
Hallo liebe Mitwisser,
nachdem im Archiv zu diesem Thema leider kaum etwas zu finden ist, stelle ich die Frage einfach selbst.
Vorgeschichte (in versuchter Kurzform ;-)):
Mein Partner ist in einer "NAK-Familie" aufgewachsen, die auch streng nach den Vorschriften der Kirche "denkt" und lebt. Nachdem er mich kennenlernte, und mir irgendwann offenbart hat, dass seine Familie neuapostolisch ist, war ich zugegebenermaßen zunächst einmal etwas schockiert. Insbesondere darüber, dass zu dem Zeitpunkt bei ihm noch gar kein kritisches Denken bezügl. der NAK und ihrer Endzeittheorien eingesetzt hatte. Für mich war dies Anlaß mich intensiv mit der NAK, ihren Methoden, Lehrinhalten, Glauben usw. auseinanderzusetzen. Er dachte zu diesem Zeitpunkt noch, es handle sich um eine "normale" Kirche, die der evang. in etwa gleichkommt....
Nun kurzum: Nachdem er seit seinem ca. 4 Jahren eh keinen Gottesdienst mehr besucht hat, ist er aus der NAK ausgetreten und macht jetzt eine Psychotherapie um seine Kindheit etc. aufarbeiten zu können. Der Kontakt zu seiner Mutter (sein Vater ist gerade verstorben) tangiert seitdem gen Null. Nun frage ich mich, WIE kann ein Mensch damit klarkommen, so dogmatisch aufgewachsen zu sein, dieses auch nie in Frage gestellt zu haben und nun - letzlich auf meine Initiative hin - alles in Frage zu stellen bzw. abzulehnen? Kann das wirklich nach so langer "Erziehung" Ekenntnis sein oder muss ich befürchten, dass die Angst mich und sein Kind zu verlieren hier im Vordergrund steht? Kann man so einfach aufhören zu glauben???
Wäre schön, mal Meinungen hierzu zu hören...
Danke,
Ironlady
