Nachtrag: Quelle & Anmerkung

Von: , Frage gestellt am Do, 25. Mär 2004

Achja, die Quelle:

Die Bibel. Einheitsübersetzung Altes und Neues Testament. Herder: Freiburg / Basel/ Wien, 2002.

Zur Sklaverei noch eine Anmerkung: Dass die Sklaverei im zu alttestamentarischen Zeiten üblich war, bestreite ich nicht. Dass die Sklaverei nach heutigen Begriffen den Menschenrechten widerspricht, ist ebenfalls klar.
Jedoch sollte man bedenken, dass auch Christen lange Zeit Sklaven hielten (gerade unsere streng puritanischen Amerikaner, ganz zu schweigen von Europa) - und es heute auf der ganzen Welt (auch in Israel) außer Frage steht, dass Sklaverei verboten und strafbar ist.

Zum Heiraten: Ich möchte keinen Moslem heiraten. Auch meine Eltern könnten es mir zwar nicht verbieten, wären darüber höchst unglücklich. Sind wir deswegen jetzt alle Rassisten?

Gruß,

Mirjam

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 47 Minuten 0 hilfreich
    Re: Nachtrag: Quelle & Anmerkung

    Hallo ihr Lieben:

    Bevor sich noch mehr Experten mit dem Wort > SKLAVEN < herumquälen,
    gebe ich einen guten Tip.

    SKLAVEN ist eine altdeutsche Übersetzung aus dem Hebräischen.

    Heute übersetzt man das Wort mit > ARBEITER < !!!

    (Was mittlerweile auch schon fast ein Sklave ist)

    Gruß Rolf [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 56 Minuten 1 hilfreich
      Re^2: Nachtrag: Quelle & Anmerkung

      hallo, SKLAVEN ist eine altdeutsche Übersetzung aus dem Hebräischen.

      Heute übersetzt man das Wort mit > ARBEITER < !!!
      wenn du mit "heute" heutigen hebräischen sprachgebrauch meinst, dann stimmt das nicht.

      "eved" (עבד) pl. "avadim" (עבדים) sind sklaven, während "arbeiter" ("wir arbeiten") "ovdim" (עובדים)heißt. "eved" hat zwar dieselbe wurzel wie arbeiten ("avad", "la'avod" עבד, לעבוד), es bedeutet aber sklave. "die arbeiter" als politischer begriff wie in "arbeiter"bewegung heißen "po'alim" (פועלים).

      gruß
      datafox

      • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Nachtrag: Quelle & Anmerkung

        Hallo datafox
        Für einen Außenstehenden muß es wohl sehr lustig sein, wenn sich ein "Israeli" mit dem anderen "Israeli" über die eigene
        Muttersprache "auseinandersetzen".

        Also erstmal vielen Dank für deinen Exkurs in hebräisch.
        Das gleiche Beispiel findest du in meinen Schulheften, die irgendwo vor 40 Jahren in Holon in einer Kiste verschwanden.

        Aber du hast Recht:
        Po-el =der Arbeiter Po-elim =die Arbeiter
        Es sei nur zu bemerken,dass es dieses moderne hebräische Wort
        offiziell erst seit dem letzten Jahrhundert gibt.
        Die Diskusion ging allerdings um eine Zeit, die bis zu 2-3 Tausend Jahre zurückliegt.
        Da gab es noch keinen Po-el und keine Po-elim (neuhebr.Arbeiter)
        Selbst wenn du die ganze Tenach(sog. AT) durchsuchst,findest du es nicht. (Zumindest nicht im Sinne des/der Arbeiter/s.)

        - also gab es nie Arbeiter in der Antike, sondern nur SKLAVEN -
        ???

        UND JETZT MEIN (alt-)HEBRÄISCH EXKURS:

        Es geht um das Wort EWED (Wurzel = aijn / bet / dalet)

        Übersetzungsformel :
        1. hebräisch (der reißende Strom)
        2. zu griechisch (das Bächlein)
        3. weiter zu deutsch/engl usw. (das RINNSAL)

        Der EWED wurde im MA (Mittelalter) als Sklave aus rein anti- judaistischen Gründen ins Althochdeutsche übersetzt (eine
        Erläuterung über die Herren Luther und Melanchton erspare ich
        mir)
        Richtig übersetzt wäre DIENER / KNECHT / ARBEITER (was zum
        Teil auch korrigiert wurde)
        SKLAVE ist nur dann richtig, wenn es sich auch um Sklaven-haltung handelt.Selbst dann sollte man bedenken, ob es sich
        vielleicht nur um "Knechtschaft" (AWDUT) handelt.

        Im modernen deutschen Sprachgebrauch (und über den wurde m.Ea.
        gesprochen), ist ein Sklave das, was man unter unrühmlichen
        "NEGERVERSKLAVUNG" versteht, oder bei der christlichen Erobe-
        rung bei den "INDIANERN" oder die Kriegszüge im Banner des
        "Kreuzes".

        Günstiger in der deutschen Sprache schneiden die "SKLAVEN" ab,
        die als "KRIEGSGEFANGENE" verschleppt wurden. Diese stehen
        allerdings mit den o.g. bezüglich "Sklaverei" in keinem Verhältnis.

        >SUMMA SUMARUM < (sagt der Schweizer)
        Es ist wichtig, was man in welcher Sprache auch immer WIE ? übersetzt.
        Wird der reißende hebräische Strom weitergeführt, oder bleibt wie sooft ein kümmerliches RINNSAL übrig.
        - Über den sich dann meist Fach-Laien den Kopf heißreden -

        Nichts für Ungut und tschüss
        Rolf Schroth (Familie Malkowsky) [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Frage

          Für einen Außenstehenden muß es wohl sehr lustig sein, wenn
          sich ein "Israeli" mit dem anderen "Israeli" über die eigene
          Muttersprache "auseinandersetzen".
          סליחה לא ידעתי שעברית שפת האם שלך. אין לי בעיה להמשיך
          את השיחה שלנו בעברית למרות שזה לא שפת האם שלי... חבל.
          מה אתה אומר על זה?

          israeli bitte nicht in anführungszeichen, zumindest für mich nicht mehr seit ca. 2 monaten. danke :-) Selbst dann sollte man bedenken, ob es
          sich
          vielleicht nur um "Knechtschaft" (AWDUT) handelt.
          sklaverei und knechtschaft sind für mich synonym. aber meine sprachkenntnisse sind keine linguistischen. Im modernen deutschen Sprachgebrauch (und über den wurde m.Ea.
          gesprochen), ist ein Sklave das, was man unter unrühmlichen
          "NEGERVERSKLAVUNG" versteht, oder bei der christlichen Erobe-
          rung bei den "INDIANERN" oder die Kriegszüge im Banner des
          "Kreuzes".
          oder auch das was 400 jahre in ägypten geschah... knechtschaft sklaverei, für mich einerlei. beides avdut. Es ist wichtig, was man in welcher Sprache auch immer WIE ?
          übersetzt.
          ja das finde ich wichtig. Nichts für Ungut und tschüss
          Rolf Schroth (Familie Malkowsky)
          wer ist eigentlich familie malkowksy, für die du hier emails reistellst?

          gruß
          datafox

          • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Frage

            Wir alle sind Familie Malkowsky!
            (7 Stück : IMA - Hagar, geboren während des 6 Tagekrieges in
            Naharija; Die Kinder Vidhura(Dodi), Joela,Joram,Asarja und die
            4 Monate alte Sinaja) Nur der ABA hat seinen "Mädchennamen"
            behalten, und heißt Rolf Schroth
            Schön zu wissen, daß du seit kurzem Israeli bist, ging aus
            deiner Visitenkarte nicht hervor.
            Wir, Familie Malkowsky würden uns auf weiteren Kontakt freuen.

            Viele Grüße Hagar Malkowsky, Rolf und alle Kinder. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    ARGH!!!!!

    Hi Mirjam, und es heute auf
    der ganzen Welt (auch in Israel) außer Frage steht, dass
    Sklaverei verboten und strafbar ist.
    Auf der ganzen Welt? Auf welcher Welt lebst Du? Ich wusste gar nicht, dass das Internet nun schon interplanetar ist! Zum Heiraten: Ich möchte keinen Moslem heiraten. Auch meine
    Eltern könnten es mir zwar nicht verbieten, wären darüber
    höchst unglücklich. Sind wir deswegen jetzt alle Rassisten?
    Es geht nicht um Religion, Moslems sind keine Ethnie!!!!
    Ist die Unterscheidung wirklich so schwierig?

    Grüße,

    Anwar

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Ruhig Blut...

      Hi Anwar
      Auf der ganzen Welt? Auf welcher Welt lebst Du? Ich wusste gar
      nicht, dass das Internet nun schon interplanetar ist!
      Gut, ich korrigiere und beschränke meine Aussage auf die 53 Länder (welche alle Regionen der Erde repräsentieren), die Mitglied in der Menschenrechtskommission sind. (Aber: die Menschenrechte gelten für ALLE Menschen auf der ganzen Welt).
      Es geht nicht um Religion, Moslems sind keine
      Ethnie!!!!
      Ist die Unterscheidung wirklich so schwierig?
      Sie scheint es zu sein. Denn das "Judentum" ist für mich eine Religion. "Israelis" sind eine Ethnie. Zum Judentum kann jeder übertreten. Die israelische Staatsbürgerschaft hingegen bekomme ich nicht einfach so. Wenn ich also sage: ich würde keinen Israeli heiraten, ist das rassistisch, wenn ich sage, keinen Juden, dann nicht. Oder wie oder was?

      Grüße,

      Mirjam

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re: Ruhig Blut...

        Denn das "Judentum" ist für mich eine
        Religion.
        auch. "Israelis" sind eine Ethnie.
        nein, sondern bestehen aus ethnien. beispiele: marokkaner, jemeniten, deutsche, polen, argentinier, russen, jordanier, araber... mit unterschiedlichen zugehörigkeiten, zb. judentum. Zum Judentum kann jeder
        übertreten.
        ja. Die israelische Staatsbürgerschaft hingegen
        bekomme ich nicht einfach so.
        nein. keine staatsbürgerschaft bekommt irgendwer "einfach so". Wenn ich also sage: ich würde
        keinen Israeli heiraten, ist das rassistisch, wenn ich sage,
        keinen Juden, dann nicht. Oder wie oder was?
        das kommt drauf an wie du judentum definierst. ein gläubiger christ würde sicher keinen juden heiraten wollen, ebenso umkehrt. der grund ist trivial. die probleme sind vorprogrammiert. wenn aber die abstammung allein ein auswahlkriterium ist, dann spielt rassismus höchstwahrscheinlich eine rolle. ob das immer der fall ist, ist zu weit gegriffen. dann wären sämtliche adeligenheiraten rassistisch, oder immer dann, wenn "ein gutes elternhaus" gefragt ist (was auch immer das bedeuten mag).

        gruß
        datafox

        • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
          Für die Einführung eines Bretts...

          ...Fachtermini für Fachidioten.
          Vor der Diskussion sollte klar sein, worüber wir eigentlich sprechen, wenn wir Begriffe wie "Volk", "Ethnie", "Religion", "Rassismus" etc. verwenden. -)
          Mirjam



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