Seid euren Männern untertan / liebet eure Frauen

Hallo Nelly

Wenn die Frauen sich dem Mann unterordnet und der Mann die Frau nicht vom ganzen Herzen liebt, dann wird die Frau nur das zweite Rad und nicht gleichberechtigt sein.
Wenn der Mann die Frau liebt, wird er bei den Entscheiden aus Liebe zur Frau tendenziell nach der Vorliebe der Frau entscheiden.
Ist in etwa so, wie wenn Du zuerst zwischen einem grossen und kleinen Stück leckeren Dessert auswählen dürftest, aus Liebe würdest Du wahrscheinlich das Kleinere wählen damit der Partner das Grössere bekommt

Von Männern wird der Ausspruch „Ihr Frauen ordnet Euch Euren Männern unter“ gerne für Machogehabe und entsprechende abschätzige Behandlung missbraucht. In der Bibel steht aber auch, wie sich ein Leiter verhalten soll. Als Beispiel sei erwähnt, dass der Leiter Jesus seinen Jüngern die Füsse wusch (in der orientalischen Tradition auch eine Demutsgeste) und nicht umgekehrt.
Die biblisch gemachte Aussage ist also eine Rollenverteilung, die aber erstens gemäss der biblischen Führungsrolle interpretiert werden sollte (d.h zb das der Mann die Verantwortung tragen soll, auch die verantwortung das es der frau gut geht, was heute ja kaum mehr praktiziert wird) und zweitens keine Aussage zum Wert von Mann und Frau macht. Beide sind gleichwertig und entsprechend soll auch der Umgang zueinander sein.

Gruss
beat

Paulus, Franz von Assisi, Spinoza & Co.
Hallo Nelly,

entweder ich mache irgendwo einen Denkfehler oder die von Dir erwähnte Begründung (ich weiß, Dein Artikel ist nicht für das Archiv freigegeben, aber ich erlaube mir trotzdem - im Interesse der Verständlichkeit - kurz daraus zu zitieren):

_[…] warum die Frauen den Männern untertan sein sollen, die Frauen aber die Männer lieben sollen.

[…] dass es so begründet wurde, dass Frauen sowieso mehr lieben als Männer und dehalb dazu nicht aufgefordert werden müssen, Männer aber eben mehr dazu aufgefordert werden müssen,_

hinkt… Ja wie denn nun? *nachdenklichamkopfkratz*

Die ‚Das Weib ist dem Manne untertan‘-Kiste stammt aus der Bibel (siehe auch: Paulus-Briefe an die Korinther und Epheser oder so); später stiegen dann Franz von Assisi, Thomas von Aquin und die Jesuiten voll drauf ein. Ich vermute deshalb, daß die Begründung den Hirnwindungen eines dieser Herren entsprungen sein wird… BTW: das muß frau gelesen haben (zum Brüllen!): http://www.ibka.org/artikel/ag98/frauen.html. Himmel, wat sind wir Weiber bööööööse! *LOL*

Und aus dem Archiv (das konnte ich mir seinerzeit echt nicht verkneifen): http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…. Ich sage nur ‚eingeschränkter Verstand‘ und ‚minderwertiger Körperbau‘…

Viele Grüße

Renee

Moin, moin, Nelly,

diese Vorstellung geht zurück auf den Brief des Paulus an die Epheser, Kap 5, vv22-24. Ich zitiere jetzt mal Luther, weil seine Übersetzung die bekannteste ist:
„Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus ist das Haupt der Gemeinde, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde ist Christus untertan, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen.“
Beat hat recht, wenn er schreibt, diese Stelle werde von vielen Männern als Begründung für ihr Machogehabe mißbraucht. Auch kann ich ihm in der Beschreibung und der Deutung in der Demut Jesu folgen. Hinzu kommt aber noch dies: Das Verhältnis von Mann und Frau wird verglichen mit dem Verhältnis Christus - Gemeinde. Das heißt: wenn der Mann von der Frau Unterordnung verlangt, muß er auch bereit sein, sich für sie totschlagen zu lassen (Die Kreuzigung ist ja zum Glück etwas aus der Mode gekommen). Wenn er das nicht tut und dazu nicht bereit ist, hat er auch keinerlei Recht, sich über die Frau zu erheben.
Nun mag man einwenden, in der Schöpfungsgeschichte stehe der Satz: „Es ist nicht gut, daß der Mensch (in diesem Fall der Mann) allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“ und schon hier werde die Überordnung des Mannes begründet und festgeschrieben. Dem steht der andere Satz (1. Mose 1, 27) gegenüber: „Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und er schuf sie als Mann und als Weib.“ Hier werden beide gleichberechtigt nebeneinander geschaffen; die Frau ist ebenso wie der Mann Ebenbild Gottes. Das bedeutet, daß sich erst im Mann u n d der Frau die Bestimmung des Menschen verwirklichen kann. Einer oder eine allein ist eben immer nur ein Teil, erst beide zusammen ergeben das Ganze.

Es grüßt Dich Rolf (der sein Weib liebt)

[bissl off topic]
Hallo Rolf,

da Du quasi ‚an der Quelle‘ sitzt, zwei Fragen:

  1. Wurde Lilith nur, weil sie Adam nicht untertan sein wollte und auf Gleichberechtigung bestand, aus der Bibel ‚verbannt‘?

  2. Was mich schon immer interessierte und worauf ich bisher keine einleuchtende Antwort bekam/fand: warum sind Engel eigentlich geschlechtslos?

Viele Grüße

Renee

Hallo, Renee Bernadette,

Du bringst mich richtig ans Arbeiten! Dabei ist die Frage nach den Engeln noch die leichtere: „…ward eine Stille in dem Himmel bei einer halben Stunde“ (Offenbarung 8, 1)Glaubst Du, daß Frauen eine halbe Stunde schweigen können? Also steht schon mal fest, daß Engel nicht weiblich sein können. **gg**
Nun aber ernsthaft: über Jahrhunderte hat die abendländische Theologie keine ausgefeilte Lehre von den Engeln hervorgebracht; der erste, der sich systematisch damit beschäftigte, was m.W. Thomas von Aquin. Der ging aus von der „Vollkommenheit des Alls“ (denn alles, was Gott geschaffen hatte, war sehr gut)und schloß daraus auf die Engel: sie sind reine Form und stehen zwischen Gott und den körperlichen Geschöpfen. Gott, der die Ursache für alles ist, beteiligt die Engel an der Durchführung seiner Pläne.
Biblischer Hintergrund ist Matth. 22, 30: „In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel im Himmel.“ Also sind die Engel geschlechtslos, weder Mann noch Frau.
Luther und Calvin erspare ich Dir (und mir).

Nun zu Lilith: ich schätze mal, Du kennst den Mythos von Lilith besser als ich. Sie ist eine alte sumerische und babylonische Göttin (babyl. Lilita) und kommt in der Bibel nur in Jes 34, 14 als Nachtgeist vor.
Lajil oder Lajela (hebr.) = die Nacht, vgl. das arab Laila.
Erst im Talmud und im Midrasch (das sind die Bücher der jüdischen Schriftauslegung, die nicht in den Talmud aufgenommen worden sind) und im kabbalistischen Buch Sohar wird von Lilith erzählt. Sie wird also in der Exegese erschlossen, möglicherweise unter dem Einfluß eben jener babylonischen Mythen.
Die Überlieferungsgeschichte des Alten Testaments ist inzwischen auch ziemlich klar, und ich meine, es kann keine Rede davon sein, daß Lilith aus der Bibel „verbannt“ wurde. Sie kommt einfach nicht drin vor, das ist alles. Es kommen unzählige andere Dinge und Personen, die auch in die Zeit des Alten oder Neuen Testaments gehören, ebenfalls nicht vor. Aber deswegen sind sie nicht verbannt worden; sie waren in dem Zusammenhang einfach nicht von Interesse.

Über das Menschenbild der Bibel, über Mann und Frau, Gleichberechtigung und all das können wir uns gern austauschen, aber ich kann mich einfach nicht mit den vielfältigen Verschwörungstheorien anfreunden, die da sagen, dies oder jenes sei aus der Bibel getilgt worden, weil es unbequem oder ärgerlich war. Dahinter steckt ein bestimmter, meist unbewußter, Anspruch an die Bibel, den wir vielleicht mal diskutieren sollten.

Ich glaub zwar nicht so richtig an die Lilith, aber ich wünsche Dir, daß Du ein wenig von ihr hast.

Lieber Gruß - Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Nelly,

entweder ich mache irgendwo einen Denkfehler oder die von Dir
erwähnte Begründung (ich weiß, Dein Artikel ist nicht für das
Archiv freigegeben, aber ich erlaube mir trotzdem - im
Interesse der Verständlichkeit - kurz daraus zu zitieren):

_[…] warum die Frauen den Männern untertan sein sollen,
die Frauen aber die Männer lieben sollen.

[…] dass es so begründet wurde, dass Frauen sowieso mehr
lieben als Männer und dehalb dazu nicht aufgefordert werden
müssen, Männer aber eben mehr dazu aufgefordert werden
müssen,_

hinkt… Ja wie denn nun? *nachdenklichamkopfkratz*

Die ‚Das Weib ist dem Manne untertan‘-Kiste stammt aus der
Bibel (siehe auch: Paulus-Briefe an die Korinther und Epheser
oder so); später stiegen dann Franz von Assisi, Thomas von
Aquin und die Jesuiten voll drauf ein. Ich vermute deshalb,
daß die Begründung den Hirnwindungen eines dieser Herren
entsprungen sein wird… BTW: das muß frau gelesen
haben (zum Brüllen!):
http://www.ibka.org/artikel/ag98/frauen.html. Himmel, wat sind
wir Weiber bööööööse! *LOL*

Erinnert mich an:
Frauen wollen vom Mann viel Zeit und Geld.
D.h. Frauen = Zeit*Geld
Zeit ist Geld, sagt der Volksmund.
D.h. Frauen = Geld*Geld
Geld ist die Wurzel allen Übels.
D.h. Frauen = sqrt(Übel)².
D.h. Frauen = Übel
ejal das war offtopic.

Paulus sagt, daß die Frau dem Manne untertan sein soll wie die Gemeinde gegenüber Christus, und daß im Gegenzug der Mann die Frau lieben soll wie Christus die Gemeinde geliebt hat.

Interpretiert ist das ganz einfach: der Mann ist bereit, für die Frau JEDES Opfer zu bringen, und sei es daß er für sie stirbt.
WENN ein Mann seiner Frau diese Ehre und Haltung gegenüberbringt, ist es nur recht, daß die Frau auch darauf hört, was der Mann von ihr bittet. Man bedenke, daß auch Christus von der Gemeinde nicht sonderlich viel fordert, außer daß sie sich treu zu Ihm bekennt und Sein Gegenstück auf ewig sei.
Dieses „Untertan sein“ hat NICHTS mit einer sklavenartigen Mentalität zu tun, daß sich die Frau alles bieten lassen muß und alles ungefragt tun soll. Es geht einfach darum, daß sie zu dem Mann steht, der sie über alles liebt (das ist ja die andere Seite der Medaille, wenn das nicht gegeben ist trifft auch das hier nicht zu).

Dumm wird es dann, wenn mal wieder (wie es in der Vergangenheit üblich war) nur einer der beiden Aspekte, normalerweise die Untertänigkeit, gepredigt wurde. Zusammen jedoch gibt es ein Bild von dem, was ich persönlich in einer Beziehung für normal erachten würde.

Gruß
Michael

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hi nelly

für mich ist es kaum nachvollziehbar,warum eine frau von heute
sich überhaupt mit solchen aussagen beschäftigt,die eindeutig aus einer zeit stammen,in welcher der frau im allgemeinen kein besonderer gesellschaftlicher wert beigemessen wurde.

begriffe wie liebe und untertänigkeit sind innerhalb einer beziehung nicht vereinbar.
wenn man guten willens ist,dann kann man die unzulänglichkeit solcher
überlieferten aussagen bestenfalls auf die damals eingeschränkte terminologie zurückführen und vermutlich auch noch bewußt ein wenig verfälscht überliefert,da es wie zufällig zu dem umstand passt,daß männer die schreiber der überlieferungen waren.wärend frauen noch nicht einmal schreiben und lesen durften.

aber wenn du dich im bezug auf liebe und partnerschaft gerne reorientieren willst,dann ist das deine sache.
denn so viel sollte jeder aus der geschichte gelernt haben.
wo keine gegenseitige achtung und liebe ist,da ist eine partnerschaft fehl am platze und von vorne herein zum scheitern verurteilt.

darüber können auch keine „frommen bibelsprüche“ hinwegtäuschen.
eine liebe die auf der gegenseitigen achtung beruht (die einzig wirkliche form der liebe) schließt aber jede form der untertänigkeit aus.

gruß
taothustra

aber wenn du dich im bezug auf liebe und partnerschaft gerne
reorientieren willst,dann ist das deine sache.

Interessant, was hier immer so hereininterpretiert wird.
Danke, dass du dir solche Sorgen um mich machst *g*

Gruß
Nelly

Hallo Renee.

  1. Wurde Lilith nur, weil sie Adam nicht untertan sein wollte
    und auf Gleichberechtigung bestand, aus der Bibel ‚verbannt‘?

Das sie nicht verbannt wurde, hat Rolf ja auch schon aufgezeigt, vor allem, da sie bei uns in anderen Schriften ja sehr wohl auftaucht. Für die Schöpfungsgeschichte spielt sie aber keine weitere Rolle.

Mit Gleichberechtigung hat dieses aber erst einmal nichts zu tun, da ja eben Adam und Chawa das sein sollen, was zumindest ich mir unter Gleichberechtigung in einer Partnerschaft vorstelle. Nein, Lilith wollte mit Adam keine Partnerschaft, sie wollte alleine bleiben, beziehungsweise über Adam herrschen.

  1. Was mich schon immer interessierte und worauf ich bisher
    keine einleuchtende Antwort bekam/fand: warum sind Engel
    eigentlich geschlechtslos?

Da sie keine körperlichen Wesen sind, ist mir unklar, warum sie überhaupt eines haben sollten?

Scholem,
Eli

Hallo taothustra.

für mich ist es kaum nachvollziehbar,warum eine frau von heute
sich überhaupt mit solchen aussagen beschäftigt,die eindeutig
aus einer zeit stammen,in welcher der frau im allgemeinen kein
besonderer gesellschaftlicher wert beigemessen wurde.

Und ich frage mich immer, woher dieses Wissen kommt. Immerhin sagt dieser alte Text, dass Frau und Mann wieder ein Fleisch werden sollen. Das macht sicherlich keinen grossen Sinn, wenn die Frau angeblich keinen Wert haben soll. So finden sich dann auch hierzu im Widerspruch zahlreiche Aussagen, welche eine andere Sprache sprechen.

Somit müsste man sich mit dieser Stelle noch einmal auseinandersetzen und prüfen, was hier genau gemeint sein kann.

wärend frauen noch nicht einmal
schreiben und lesen durften.

Das ist nun bezogen auf diese Überlieferung nachweislich falsch.

darüber können auch keine „frommen bibelsprüche“
hinwegtäuschen.

Nur das diese frommen Bibelsprüche darüber hinaus gehen und eben beide dazu verpflichten, denn anderen kennen zu lernen, eins mit dem anderen zu werden. Ich würde sagen, dass ist mehr als Liebe und Achtung und somit könnte man - wenn man will - hiervon sehr wohl etwas lernen (aber das schreibt ja wieder ein Mann :wink:.

So ist im Orginaltext auch von „Untertan“ nicht die Rede, sondern von „Hilfe an seiner Seite“. Ich meine, dass ist schon eine ganz andere Formulierung und im Kontext des Fehlers von Chawa und Adam auch verständlicher. Es geht hier darum, dass die Frau ihren Mann stützen soll und darauf achten soll, was für ihn gut ist, so dass beide eben zusammen wachsen und eben nicht fallen wie durch den Apfel. Somit dreht sich die Wertung hier auch um, dass es eben die Frauen sind, weswegen oft die Männer ihren Lohn erhalten. So würde Israel nur wegen der Frauen aus Mitzrajim geführt und nur wegen der Frauen werden wir einmal erlöst werden. So sagte auch der grosse Gelehrte Hille zu seinen Schülern: Alles was ich weiss und was ihr wisst, kommt alleine von meiner Frau.

Scholem,
Eli

1 „Gefällt mir“

hi nelly

für mich ist es kaum nachvollziehbar,warum eine frau von heute
sich überhaupt mit solchen aussagen beschäftigt,die eindeutig
aus einer zeit stammen,in welcher der frau im allgemeinen kein
besonderer gesellschaftlicher wert beigemessen wurde.

Woher, um Himmels willen, hast Du Deine Weisheit? Daß für Dich etwas nicht nachvollziehbar ist, kann ja unmöglich bedeuten, daß es a priori Unsinn sei. Zum Wert der Frau hat ja schon Elimelech das Passende geschrieben.

begriffe wie liebe und untertänigkeit sind innerhalb einer
beziehung nicht vereinbar.

Hast Du eigentlich schon mal die Liebe erlebt, die dich packt wie ein Feuer, gegen das du nicht wehren kannst? Da werden alle diese theoretischen und ungeheuer klugen Ratschläge und Begriffe, die klingen, als seien sie taubblinden Eheberatern ersonnen worden, unwichtig.

wenn man guten willens ist,dann kann man die unzulänglichkeit
solcher
überlieferten aussagen bestenfalls auf die damals

eingeschränkte terminologie

Als ob die Menschen damals nicht fähig gewesen wären, das auszudrücken, was sie meinen! Hast Du möglicherweise eine Spur von einer Ahnung davon, daß der Epheserbrief, von dem wir ursprünglich ausgegangen sind, in Griechisch geschrieben wurde, immerhin der Sprache des Plato, der Aristoteles, des Demosthenes? Daß die griechischen Philosophen zu Recht vergessen wurde, liegt zweifellos an ihrer unzulänglichen Terminologie. (Achtung: das ist Ironie!)

zurückführen und vermutlich auch

noch bewußt ein wenig verfälscht überliefert,

Also, diese Diskussion führe ich nicht noch einmal. Ich weiß zwar, daß die Lektüre kluger Bücher und intensives Nachdenken Deine Vorurteile gefährden würde, aber ich kann Dir den Rat dennoch nicht ersparen: Mach Dich erst einmal klug!

da es wie

zufällig zu dem umstand passt,daß männer die schreiber der
überlieferungen waren.wärend

frauen noch nicht einmal schreiben und lesen durften.

Nochmal: woher hast Du Deine Weisheit? Hast Du schon mal von der Purpurkrämerin Lydia - sie kommt in der Apostelgeschichte vor - gehört? Wie hätte sie ihr Geschäft führen sollen, ohne lesen und schreiben zu können?

aber wenn du dich im bezug auf liebe und partnerschaft gerne
reorientieren willst,dann ist das deine sache.
denn so viel sollte jeder aus der geschichte gelernt haben.

wo keine gegenseitige achtung und liebe ist,da ist eine
partnerschaft fehl am platze und von vorne herein zum
scheitern verurteilt.

darüber können auch keine „frommen bibelsprüche“
hinwegtäuschen.

Wieso müssen Bibelsprüche immer „fromm“ sein? Lies doch mal 1. Samuel 21, 15!

eine liebe die auf der gegenseitigen achtung beruht (die
einzig wirkliche form der liebe) schließt aber jede form der
untertänigkeit aus.

Wie gesagt: taubblinde Eheberater - in der brennenden Liebe wirst Du Dir nichts Schöneres wünschen, als Dich unterzuordnen und dem anderen zu dienen.

gruß
taothustra

hallo rolf

hi nelly

für mich ist es kaum nachvollziehbar,warum eine frau von heute
sich überhaupt mit solchen aussagen beschäftigt,die eindeutig
aus einer zeit stammen,in welcher der frau im allgemeinen kein
besonderer gesellschaftlicher wert beigemessen wurde.

Woher, um Himmels willen, hast Du Deine Weisheit? Daß für Dich
etwas nicht nachvollziehbar ist, kann ja unmöglich bedeuten,
daß es a priori Unsinn sei. Zum Wert der Frau hat ja schon
Elimelech das Passende geschrieben.

ich stelle fest,du bist nicht damit einverstanden.
du schreibst vier zeilen dazu, doch „wo“ bleibt das gegenargument ?

begriffe wie liebe und untertänigkeit sind innerhalb einer
beziehung nicht vereinbar.

Hast Du eigentlich schon mal die Liebe erlebt, die dich packt
wie ein Feuer, gegen das du nicht wehren kannst?

bla bla,ich rede von bewußter liebe und nicht von leidenschaft oder hörigkeit.offenbar bist du nicht in der lage diese verschiedenen erscheinungsformen die sich alle fälschlicherweise unter dem begriff liebe tummeln,zu differenzieren.
schon das sogenannte verlieben oder verknallen stellt sich allzuoft als strohfeuer heraus,weshalb man den begriff liebe durchaus mal einer
genaueren aufmerksamkeit unterziehen sollte.gerade um das damit verbundene schädliche und krankhafte verhalten zu vermeiden.

Da werden

alle diese theoretischen und ungeheuer klugen Ratschläge und
Begriffe, die klingen, als seien sie taubblinden Eheberatern
ersonnen worden, unwichtig.

so mögen sie wohl „für“ einen taubblinden klingen.
was du da schilderst ist krankhafte leidenschaft.
wenn man dieses thema diskutieren will kommt man nunmal nicht um die verwendung von begriffen herum .
wie sie für einen klingen mögen,hängt wohl mehr von dessen sprachbewußtsein ab.

wenn man guten willens ist,dann kann man die unzulänglichkeit
solcher
überlieferten aussagen bestenfalls auf die damals

eingeschränkte terminologie

Als ob die Menschen damals nicht fähig gewesen wären, das
auszudrücken, was sie meinen! Hast Du möglicherweise eine Spur
von einer Ahnung davon, daß der Epheserbrief, von dem wir
ursprünglich ausgegangen sind, in Griechisch geschrieben
wurde, immerhin der Sprache des Plato, der Aristoteles, des
Demosthenes? Daß die griechischen Philosophen zu Recht
vergessen wurde, liegt zweifellos an ihrer unzulänglichen
Terminologie. (Achtung: das ist Ironie!)

ich sagte ja auch „wenn man guten willens ist.“
das rätsel der liebe und ihre differenzierung zur hörigkeit oder zur leidenschaft ist jedenfalls nicht aus der damamligen zeit überliefert
worden.
selbst ein nietzsche im 18.jahrhundert sagte noch:„die frau ist ein rätsel,die lösung heißt schwangerschaft“
überliefert sind bestenfalls umschreibungen der liebe,aber wirklich begriffen haben sie nur sehr wenige leute.

zurückführen und vermutlich auch

noch bewußt ein wenig verfälscht überliefert,

Also, diese Diskussion führe ich nicht noch einmal. Ich weiß
zwar, daß die Lektüre kluger Bücher und intensives Nachdenken
Deine Vorurteile gefährden würde, aber ich kann Dir den Rat
dennoch nicht ersparen: Mach Dich erst einmal klug!

auch wenn es dir nicht in den kram passen wird,weder plato noch goethe
oder romeo und julia - um nur einige zu nennen-sind mir fremd.
hinzu kommt noch eine diesbezüglich nicht zu knapp ausgefallene
lebenserfahrung .
dennoch komme ich nicht zu deiner eher allgemeingehaltenen um nicht zu sagen banalen schlußfolgerung.

da es wie

zufällig zu dem umstand passt,daß männer die schreiber der
überlieferungen waren.wärend
frauen noch nicht einmal schreiben und lesen durften.

Nochmal: woher hast Du Deine Weisheit?

das ist doch nun wirklich nichts neues mehr.

Hast Du schon mal von
der Purpurkrämerin Lydia - sie kommt in der Apostelgeschichte
vor - gehört? Wie hätte sie ihr Geschäft führen sollen, ohne
lesen und schreiben zu können?

ich habs geahnt…jetzt werden natürlich wieder die einsamen ausnahmen an den haaren herbeigezogen…
schon mal auf die idee gekommen,daß

„ausnahmen die regel bestätigen ?“

aber wenn du dich im bezug auf liebe und partnerschaft gerne
reorientieren willst,dann ist das deine sache.
denn so viel sollte jeder aus der geschichte gelernt haben.
wo keine gegenseitige achtung und liebe ist,da ist eine
partnerschaft fehl am platze und von vorne herein zum
scheitern verurteilt.

darüber können auch keine „frommen bibelsprüche“
hinwegtäuschen.

Wieso müssen Bibelsprüche immer „fromm“ sein? Lies doch mal 1.
Samuel 21, 15!

hab ich was von „immer“ fromm gesagt ?! offensichtlich scheint dich
eher aggression als sachlichkeit zu leiten.
du reagierst schon auf dinge die ich gar nicht schreibe.

eine liebe die auf der gegenseitigen achtung beruht (die
einzig wirkliche form der liebe) schließt aber jede form der
untertänigkeit aus.

Wie gesagt: taubblinde Eheberater - in der brennenden Liebe
wirst Du Dir nichts Schöneres wünschen, als Dich unterzuordnen
und dem anderen zu dienen.

es mag ja sein,daß du so veranlagt bist,aber du wirst doch nicht
für deine individuellen tendenzen und persönlichkeitsmerkmale
allgemeingültigkeit beanspruchen wollen.
diese unterwürfigkeit die du da schilderst,entspricht vielleicht der liebe eines hundes zu seinem herrchen oder frauchen,mit der liebe eines selbstbewußten und freien menschengeistes hat sie recht wenig gemeinsam .

Hallo taothustra.

für mich ist es kaum nachvollziehbar,warum eine frau von heute
sich überhaupt mit solchen aussagen beschäftigt,die eindeutig
aus einer zeit stammen,in welcher der frau im allgemeinen kein
besonderer gesellschaftlicher wert beigemessen wurde.

Und ich frage mich immer, woher dieses Wissen kommt. Immerhin
sagt dieser alte Text, dass Frau und Mann wieder ein Fleisch
werden sollen. Das macht sicherlich keinen grossen Sinn, wenn
die Frau angeblich keinen Wert haben soll.

ich habe nie behauptet,daß sich die menschen damals in ihrem verhalten den frauen gegenüber immer der schrift gemäß verhielten bzw die schrift an sich - an die sie sich zu halten versuchten - immer auch
verstanden

So finden sich dann

auch hierzu im Widerspruch zahlreiche Aussagen, welche eine
andere Sprache sprechen.

an dieser stelle wären beispiele angebracht gewesen.
aber wie gesagt was irgendwo steht ist eine sache,wie man die frauen tatsächlich behandelte eine völlig andere.

Somit müsste man sich mit dieser Stelle noch einmal
auseinandersetzen und prüfen, was hier genau gemeint sein
kann.

dann tu das mal…

wärend frauen noch nicht einmal
schreiben und lesen durften.

Das ist nun bezogen auf diese Überlieferung nachweislich
falsch.

ich vermisse die argumente…inwiefern ist das nachweislich falsch ?
wieviele weibliche geschichtsschreiber bzw schriftgelehrte und pharisäerinnen sind dir bekannt ?!..komm hör doch auf…!

darüber können auch keine „frommen bibelsprüche“
hinwegtäuschen.

Nur das diese frommen Bibelsprüche darüber hinaus gehen und
eben beide dazu verpflichten, denn anderen kennen zu lernen,
eins mit dem anderen zu werden. Ich würde sagen, dass ist mehr
als Liebe und Achtung und somit könnte man - wenn man will -
hiervon sehr wohl etwas lernen (aber das schreibt ja wieder
ein Mann :wink:.

„eins miteinander zu werden“…ein wunderschöner spruch,was kann man da nicht alles hineininterpretieren.
mit solchen sprüchen kommen wir nicht weiter,denn die tatsache ,daß
solche sprüche und ihre bedeutung damals genauso wenig verstanden wurden wie heute lehrt die geschichte.

So ist im Orginaltext auch von „Untertan“ nicht die Rede,
sondern von „Hilfe an seiner Seite“.

die frau ist also die hilfe des mannes ?
und warum nicht umgekehrt ?
viel logischer wäre es doch zu sagen,daß die frau als letztes geschöpf
in der reihenfolge stein-pflanze-tier-mensch,das geistig höher entwickelte wesen ist und der mann deshalb die hilfe an ihrer seite ist.schließlich schildert der schöpfungsablauf deutlich,daß mit jeder neuen schöpfung eine höhere entwicklung zu tage tritt.

Ich meine, dass ist schon

eine ganz andere Formulierung und im Kontext des Fehlers von
Chawa und Adam auch verständlicher. Es geht hier darum, dass
die Frau ihren Mann stützen soll und darauf achten soll, was
für ihn gut ist, so dass beide eben zusammen wachsen und eben
nicht fallen wie durch den Apfel.

womit gesagt ist,daß zwar der mann die frau braucht aber nicht warum die frau den mann braucht.
eine dreingabe ohne eigenen wert,so etwas kann man auch davon ableiten.und es wurde auch hauptsächlich „so“ abgeleitet.

hier auch um, dass es eben die Frauen sind, weswegen oft die
Männer ihren Lohn erhalten. So würde Israel nur wegen der
Frauen aus Mitzrajim geführt und nur wegen der Frauen werden
wir einmal erlöst werden. So sagte auch der grosse Gelehrte
Hille zu seinen Schülern: Alles was ich weiss und was ihr
wisst, kommt alleine von meiner Frau.

aha,dann kann man also de facto sagen,daß juden wie christen diesen zusammenhang nie verstanden und deshalb auch nie praktiziert haben.
denn offensichtlich ist hier von einer grundsätzlich höheren weisheit der frau gegenüber dem manne die rede.

aber abgesehen davon kann man für alles mehrere geeignete stellen finden und seien sie noch so wiedersprüchlich.
man muß eben nur für jeden die richtige herausfinden.
wer sich mit so etwas abspeisen lässt hat selber schuld.
denn er macht sich selbst etwas vor.

und die stunde der wahrheit wird auch vor ihm nicht halt machen.

hallo nelly

Interessant, was hier immer so hereininterpretiert wird.
Danke, dass du dir solche Sorgen um mich machst *g*

wieso hineininterpretiert ? schon deine fragestellung zeigt doch,daß du dich mit gewissen überlieferungen auseinandersetzt.
ich habe auch nicht gesagt ,daß du dich daran orientierst,sondern
„wenn“ du dich daran orientieren willst,daß es deine sache wäre.

wie du darauf kommst,daß ich mir sorgen mache…ist wohl deiner
subjektiven interpretation zuzuschreiben.
obwohl ich mir im gewissen sinne,schon grundsätzlich sorgen darüber mache wenn menschen überholten und dogmatischen glaubensmuster zu verfallen drohen.
weil dies gleichbedeutend mit einem dahinsiechen des individuellen freien geistes ist.
da vor allem blinder glaube dabei gefordert ist und blindheit nicht mit erkenntnis in einklang zu bringen ist.