Wer hat eigentlich recht???
Von: , Frage gestellt am Mo, 19. Jun 2000
Welche Religonsgemeinschaft ist den nun die Wahre Religion??
RK,EV,Zeugen Jeowas, islam, u.s.w.
Wer kann mir da eine genau antwort geben.
Oder ist alles eh nur erfunden??
Welche Religonsgemeinschaft ist den nun die Wahre Religion??
RK,EV,Zeugen Jeowas, islam, u.s.w.
Wer kann mir da eine genau antwort geben.
Oder ist alles eh nur erfunden??
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Lies doch mal "Nathan der Weise". Das gibts als Reclam Heft (die gelben Teile). Da steht ne tolle Antwort
Grüsse
Wolfgang
Lies doch mal "Nathan der Weise". Das gibts als Reclam Heft
(die gelben Teile). Da steht ne tolle Antwort
Mist ;-) da warst Du schneller!
Gandalf
Lies doch mal "Nathan der Weise". Das gibts als Reclam Heft
(die gelben Teile). Da steht ne tolle Antwort
ja, wollt ich auch schreiben! (Ringparabel is ganz wichtig!)
Hallo Samenspender,
was religiöse Rechthaberei und religiöser Fanatismus in den letzten Jahrhunderten angerichtet haben, brauche ich Dir wohl nicht zu erzählen. Darum will ich hier auch nicht rechthaberisch schreiben, sondern bezeugen, was die Wahrheit ist und was ich glaube.
Hinter Deiner Frage verbergen sich - meiner Auffassung nach - viel tiefergehende Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich nach diesem Leben? Wer ist Gott? Wie kann ich zu ihm kommen bzw. Kontakt zu ihm aufnehmen? Diese Fragen wird sich wohl jeder denkende Mensch einmal stellen.
Die Bibel beschreibt, dass jeder Mensch grundsätzlich durch Schuld und Sünde von Gott getrennt ist und damit den Tod verdient hat. Diese Trennung kann durch keine menschliche Anstrengung überwunden werden. Also hat Gott seinen eigenen Sohn Jesus Christus auf die Erde geschickt um ihn für unsere Schuld sterben zu lassen. Durch seine Auferstehung vom Tod hat Jesus den Tod besiegt und für jeden Menschen den Weg zu Gott wieder frei gemacht. Ich glaube also nicht an eine Ideologie, an ein perfektes System (z. B. guter Werke) oder an perfekte Argumente, sondern an eine lebendige Person, mit der ich jederzeit Kontakt haben kann, die mir zuhört und mir bei Problemen hilft. Das ist für mich viel wichtiger als ein geschlossenes Argumentationssystem oder eine falsche Werkgerechtigkeit. Die Bibel ist für mich der Maßstab zum Leben, auch wenn sie nicht auf alle Fragen des täglichen Lebens eine Antwort gibt. Aber sie ist Gottes Wort an uns. Da es mir in Gemeinschaft leichter fällt, diesen Glauben zu leben, habe ich mich einer Gemeinschaft von Christen angeschlossen, die ebenfalls eine lebendige Beziehung zu Jesus haben.
Es ist ganz einfach, mit Gott in Beziehung zu treten, man kann einfach mit ihm reden, wie von Mensch zu Mensch (das nennt die Bibel "beten"). Man kann zu ihm sagen: "Es tut mir leid, dass ich mich mein bisheriges Leben nicht um Dich gekümmert oder sogar vor Dir davongelaufen bin. Bitte komm in mein Leben und vergib mir alle meine Schuld. Von jetzt an sollst Du die Kontrolle über mein Leben haben. Ich danke Dir für Deine Vergebung." Diesen Vorgang nennt die Bibel "Bekehrung" - es ist der Anfang einer persönlichen Beziehung zu Gott. Das ist Glaube mit Gewissheit, aber ohne Rechthaberei.
Von dem unten zitierten Mischmasch aus allen Religionen in Lessings "Nathan" halte ich übrigens gar nichts - das hat sich ein Mensch ausgedacht!
Bei weiteren Fragen antworte ich gerne!
Viele Grüße,
Alex
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hallo alex,
schöne antwort.
Von dem unten zitierten Mischmasch aus allen Religionen in
Lessings "Nathan" halte ich übrigens gar nichts - das hat sich
ein Mensch ausgedacht!
wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran, beispielsweise.
zweitens vermischt nathan nicht das geringste an religionen, eher im gegenteil!
aber er tut das einzig richtige, was man tun kann, wenn jemand mit brennendem interesse eine frage stellt, die in sich völlig verkehrt ist.
auch wenn kirchen, theologen, propheten und gläubige das immer wieder kundtun wollen: eine religion ist nicht wahr oder falsch. sie ist. mit keinem argument der welt wirst du hieb- und stichfest beweisen können, dass der buddhismus unrecht hat, und gleiches gilt für islam und christentum (oder was auch immer...). das ist das großartige an der ringparabel: nathan sagt nicht, alle religionen sind gleich oder sollen vermischt werden. er sagt nur: die frage nach der wahrheit von religionen gehört nicht hierher, gehört nicht ins hier und jetzt.
ich will niemanden seinen glauben nehmen. ich will aber um gotteswillen auch niemanden meinen glauben geben. wir sollten uns nur alle darauf verständigen, dass die frage nach der wahrheit von religionen für uns keine sinnvolle frage ist.
gruß
jonas
Hallo Jonas,
wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von
menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran,
beispielsweise.
Und wer hat den geschrieben? Ist er als Quantenfluktuation spontan entstanden, oder hat Allah höchstpersönlich seinen Füller geschwungen?
eine religion ist nicht wahr oder
falsch. sie ist. mit keinem argument der welt wirst du hieb-
und stichfest beweisen können, dass der buddhismus unrecht
hat, und gleiches gilt für islam und christentum (oder was
auch immer...).
Dem stimme ich zu...
Gruß, Kubi
Hallo Jonas,
hallo kubi 8^>
wieso wertest du menschen so gering? die bibel ist von
menschen aufgeschrieben worden - im gegensatz zum koran,
beispielsweise.
Und wer hat den geschrieben? Ist er als Quantenfluktuation
spontan entstanden, oder hat Allah höchstpersönlich seinen
Füller geschwungen?
ich bin kein moslem, aber AFAIK ist es ein glaubensgrundsatz (zumindestens element muslimischer theologie) dass der Qur-ân (ihc liibä fremmdæ schr@ipwaizen *g* - so hab ich den koran auch mal buchstabiert gesehen, lustig, nicht?) tatsächlich gottes wort ist - wohingegen die schreiber der jüdisch-christlichen bibel "nur" von gott inspiriert wurden.
im islam herrscht die vorstellung, dass es im himmel tatsächlich eine art urbuch gibt. nachdem die juden und später die christen trotz aller propheten (z.b. abraham, mose, jesus: das sind auch für den islam propheten!) immer wieder mist verzapft haben, erwählte gott muhammad als seinen letzten und wichtigsten propheten. er offenbarte sich ihm (da war muhammad so um die 40 jahre alt) und - wie es genau ablief, weiß ich auch nicht - offenbarte ihm auch den koran. da muhammad nciht schreiben konnte, diktierte er den text einen diener oder sklaven - dessen namen weiß ich nicht, aber der ist auch bekannt. abu zaid? oder irre ich mich da? wahrscheinlich... herrgott, ich könnte ja auch mal wo nachschlagen *g*
hans waldenfels: lexikon der religionen (herder spektrum, bd.4090)
der koran heißt auf arab. al-kur'ân (punkt unterm k, strich überm a), das wort kommt wahrscheinlich vom verb kara'a und bedeutet "rezitation, vortrag".
>>Er enthält die Worte Muhammads, die er in mekkanischer und medinischer Zeit zu Offenbarungen Gottes erklärte. Gott aber sprach nicht unmittelbar zu Muhammad - dazu war seine Vorstellung von der Unendlichkeit und Allmacht Gottes viel zu groß -, sondern durch die Vermittelung des Geistes oder Engels, der in der Sure 2,97 mit Gabriel identifiziert wird. [...] Jedes Wort des K. ist Gottes Wort, und deshalb wird im Islam große Sorgfalt auf die Überlieferung dieser Worte verwendet. Schon früh ließ Muhammad seine an ihn ergangenen Offenbarungen schriftlich festhalten. Dabei dienten im in Medina Sekretäre wie z.B. Zaid ben Thabit.<< naja, lag ich also falsch mit dem namen ;-) die kanonbildung (festschreibung der texte) ging rasant, schon zwanzig-dreißig jahre nach muhammads tod war der koran unveränderlich festgesetzt. ich zitiere weiter aus dem lexikon: >>Für die Muslime ist der K. eine Teilwiedergabe des im Himmel gedachten Ur-K. (umm al-kitab, wörtlich "Mutter des Buches"), der ewig und unerschaffen ist und nicht mit irgendeiner menschlichen Schrift verglichen werden kann.<<
so weit, ein paar infos. bei fragen schlag ich gerne mehr nach.
noch eine anmerkung: ich (und das lexikon) sprechen immer von Gott statt Allah.
Allah ist arabisch (ach ne) und bedeutet Gott. nicht nur moslems, auch arabisch-sprechende christen sprechen von "allah".
wenn man von Allah spricht (oder, in judaistischem zusammenhang, von jahwe-elohim oder so), dann vertuscht man dabei (ungewollt?) den traditionszusammenhang der drei religionen judentum, christentum, islam. diese religionen sind verwandt, genauer: sie stammen voneinander ab.
klar, ich rede auch von "allah", aber nicht immer *g*
übrigens, ich bin kein moslem und meine einzige religiöse aktivität ist mein studium der (vergleichenden) religionswissenschaften. :-)
kubi, zu deinem sprachhobby: ist denn arabisch auch darunter? ich hab im hinterkopf, es vielleicht ab dem nächsten semester zu lernen...
viele grüße
jonas
Hi Jonas,
ich bin kein moslem, aber AFAIK ist es ein glaubensgrundsatz
(zumindestens element muslimischer theologie) dass der Qur-ân
(ihc liibä fremmdæ schr@ipwaizen *g* - so hab ich den koran
auch mal buchstabiert gesehen, lustig, nicht?)
Halt näher am Original...
tatsächlich
gottes wort ist - wohingegen die schreiber der
jüdisch-christlichen bibel "nur" von gott inspiriert wurden.
Sieh an...
im islam herrscht die vorstellung, dass es im himmel
tatsächlich eine art urbuch gibt. nachdem die juden und später
die christen trotz aller propheten (z.b. abraham, mose, jesus:
das sind auch für den islam propheten!)
Ist mir sogar bewußt. Ein kleines Grundwissen habe ich auch. Daher weiß ich auch, daß Jesus bei den Moslems Isa heißt ;-)
hans waldenfels: lexikon der religionen (herder spektrum,
bd.4090)
Empfehlenswert? Seit Jahren will ich mir so'n Ding zulegen, bin aber immer noch nicht so weit gekommen.
der koran heißt auf arab. al-kur'ân (punkt unterm k, strich
überm a), das wort kommt wahrscheinlich vom verb kara'a und
bedeutet "rezitation, vortrag".
Und al ist der Artikel. Die Araber haben diverse "k"-Laute, die halt bei unserer Umschrift mit K, Q, und diakritischen Zeichen ausgedrückt werden. Daher Dein Punkt unterm K.
[Zitat]
so weit, ein paar infos. bei fragen schlag ich gerne mehr
nach.
Danke, für den Moment ist das schon ok.
noch eine anmerkung: ich (und das lexikon) sprechen immer von
Gott statt Allah.
Allah ist arabisch (ach ne) und bedeutet Gott. nicht nur
moslems, auch arabisch-sprechende christen sprechen von
"allah".
Weiß ich. Auf Malta liest Du nämlich auch immer von allah, und die sind christlich.
übrigens, ich bin kein moslem und meine einzige religiöse
aktivität ist mein studium der (vergleichenden)
religionswissenschaften. :-)
Bei mir ist es nur allgemeines Interesse.
kubi, zu deinem sprachhobby: ist denn arabisch auch darunter?
Im Prinzip ja, um mit Radio Eriwan zu sprechen. Ich spreche es aber nicht. Ich habe wohl einiges über die Sprache gelesen, aber sie noch nicht selbst gelernt.
ich hab im hinterkopf, es vielleicht ab dem nächsten semester
zu lernen...
Solltest Du dann auch. Da die Araber den Wortlaut des Korans so ernst nehmen, sollte man ihn natürlich eigentlich auch nur im Original lesen. Viel Spaß, kannst ja schon mal mit dem Alphabet anfangen.
Grüße, Christian