der einfache weg?

Von: , Frage gestellt am Fr, 17. Jun 2005

hallo

nehmen wir an person A glaubt an die wiedergeburt und person B ist atheist

A sagt, das er mit seinem unzufriedennem leben abschliessen will, indem er keine nahrung mehr zu sich nimmt.

B möchte das nachvollziehen.

A weiss das B auch unzufrieden ist mit seinem leben.

A redet mit B und kann ihn von seiner meinung überzeugen, das B ebenso an wiedergeburt glaubt.

das führt dazu, das B das gleiche vorhaben sich als ziel gesetzt hat als A

nun nehmen wir mal an, A glaubt daran das er als engel oben erscheinen wird. es wäre das gleiche resultat.

was ist davon zu halten?

21 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 52 Minuten 1 hilfreich
    doofes leben

    was ist davon zu halten?
    ok, das ist eine meinungsfrage.

    ich würde sowohl A als auch B die lebenshilfe-ratgeber wegnehmen und
    eine reise in die minenfelder cambodias oder die aids-hochburgen
    afrikas vorschlagen.

    manchmal hilft die konfrontation mit der wirklichkeit, um für sich
    den begriff "leben" neu zu definieren und obskure glaubensmodelle zu
    relativieren.

    zum "engel" können sich die beteiligten jederzeit verflüchtigen,
    allerdings ist die lösung eher schlicht.

    und: durch "überreden" zu einem glauben zu gelangen, erscheint mir
    fragwürdig.
    es gehören doch "erlebnisse" dazu, die natürlich in keinster weise
    konditioniert sind?

    soweit, so schwammig. vielleicht kannst du noch etwas konkreter
    werden?

    gruß,
    e.c.

  2. Antwort von nach 53 Minuten 0 hilfreich
    Re: der einfache weg?

    Hallo,
    B wär ein Mitläufer.
    A wäre in seinem nächsten Leben wieder genauso unzufrieden ;-)
    und B,.. naja
    LG Patricia

  3. Antwort von nach 37 Minuten 0 hilfreich
    Re: der einfache weg?

    Hallo u
    A würde gewissenlos handeln.
    Gruß,
    Branden

    • Antwort von nach 56 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: der einfache weg?

      A würde gewissenlos handeln.
      nö, branden,

      A glaubt ja. das bedeutet, absolute gewißheit.
      B hat eigenverantwortung und kann entscheiden.

      warum beide sich nun aufgeben wollen, wäre interessant.
      mal sehen.

      gruß,
      e.c.

      • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: der einfache weg?

        Hi,

        Jeder hat Eigenverantwortung, stimmt.
        Aber darüber hinaus haben wir trotzdem noch Verantwortung für andere.


        Angel

  4. Antwort von nach 3 Stunden 3 hilfreich
    Re: der einfache weg?

    Hallo,

    was ich davon halte? Na zuerst einmal, daß es am Ende dann nicht einen lebensmüden Idioten gibt sondern zwei.

    Und ich denke mal, daß dann beide gar nichts begriffen haben. Denn der Gedanke der Wiedergeburt sagt ja nichts darüber aus, als was man wiedergeboren wird und ob man dann wirklich zufriedener ist mit seinem Leben.
    Schließlich gibt es eigentlich nur wenige Chancen, echt zu einem materiell besseren Leben zu kommen. Wir haben ein recht hohes Lebenserwartung, eine recht gute gesundheitliche Betreuung, ein Sozialsystem, das zumindest verhindert, daß man hungern und frieren muß oder obdachlos ist. Wann gab es all das schon mal in der menschlichen Geschichte? Selbst die Ritter des Mittelalters sind durch zugige Räume in ihren im Winter sehr kalten Burgen gewandelt, vom harten Leben auf Feldzügen und der Gefahr, im Kampg getötet zu werden oder auch nur an einer billigen Verletzung zu sterben, mal abgesehen.
    Wenn einer mit dem Leben heute nicht zufrieden ist - womit dann? Will er in Erdhütten hausen oder mit 30 am Rheuma sterben? Ist das echt besser?


    Gernot Geyer

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: einfach weg?

      Hallo Gernot, was ich davon halte? Na zuerst einmal, daß es am Ende dann
      nicht einen lebensmüden Idioten gibt sondern zwei.
      Lebensmüdigkeit=Idiotie? Und ich denke mal, daß dann beide gar nichts begriffen haben.
      Immerhin hat B A "begriffen"! Denn der Gedanke der Wiedergeburt sagt ja nichts darüber aus,
      als was man wiedergeboren wird und ob man dann wirklich
      zufriedener ist mit seinem Leben.
      "Wiedergeburt" (zumindest so wie sie vom Ausgangsposter dargestellt wurde) wäre doch zumindest eine neue Chance für A, die Chance neu anzufangen, die Würfel ein erneutes Mal zu werfen ...

      Allgemein bietet der Selbstmord die Chance aus dem bestehenden "Würfelspiel" aussteigen zu können: neu geboren zu werden, in einer "besseren Welt" zu sein oder eben -für die Atheisten mit Freud gesprochen- ein Zurück ins Anorganische, ein Ende eines als leidvoll empfundenen Lebens.

      Kann man hier wirklich die Gleichsetzung Lebensmüdigkeit=Idiotie aufrecht erhalten? Schließlich gibt es eigentlich nur wenige Chancen, echt zu
      einem materiell besseren Leben zu kommen.
      "materiell"!

      Man muss bestimmt kein "Idealist" sein, um fragen zu können: was besagt dies?

      Ist eine Gleichsetzung zulässig: materieller Wohlstand=gutes Leben?

      wer darauf mit Ja antworten möchte, der wird auf der Suche nach guten Argumenten dafür lange beschäftigt sein. Wir haben ein recht
      hohes Lebenserwartung, eine recht gute gesundheitliche
      Betreuung, ein Sozialsystem, das zumindest verhindert, daß man
      hungern und frieren muß oder obdachlos ist. Wann gab es all
      das schon mal in der menschlichen Geschichte?
      Zweifellos ist dies eine Erfolgsgeschichte (natürlich nur, wenn man davon absieht, dass dies auch alles seinen Preis hat), aber:

      kann man solche historische Fortschritte, also die Fortschritte, die im Laufe mehrerer Menschenleben und im Zuge von Zusammenwirken vieler Menschenleben erzielt worden sind, als aussagekräftig betrachten, wenn man sich ein einzelnes Menschenleben anschaut?

      Es mag sein (wobei ich mir dabei nicht einmal sicher bin), dass sich der achso weltflüchtende Mensch des Jammertal-Barocks, würde er im 20. Jahrhundert landen, plötzlich im guten Leben finden würde;

      was aber mit uns Menschen, die wir ins 20. Jahrhundert geboren sind, welchen Vergleich könnten wir finden?
      ab nach Kambodscha?
      oh sancta simplicitas!

      Was also besagt Dein Hinweis auf unseren hohen materiellen Lebensstandard?

      Dass wir doch zufrieden sein sollen, dass wir dafür uns als dankbar erweisen müssen, da wir doch so mit reichen Gaben gesegnet seien,...?

      Was könnte dem A ein solcher Dankbarkeit fordernder erhobener Zeigefinger bringen? Wenn einer mit dem Leben heute nicht zufrieden ist - womit
      dann?
      Mit einem glücklichen Leben vielleicht! Will er in Erdhütten hausen oder mit 30 am Rheuma
      sterben? Ist das echt besser?
      Gegenfrage: Ist das echt schlechter?, denn als eine ironische, ihre Antwort bereits implizierende Frage, kann ich diese gewiss nicht akzeptieren.

      Die große Frage wäre doch: Was ist mit einer "inneren" Wirklichkeit, einer "eigentlichen", psychisch-wirksamen Wirklichkeit, einer Wirklichkeit des Einzelnen, die seiner Außenwelt, der materiellen Welt (Lebensstandard, statistische Lebenserwartung, Erdhütte und Rheuma) gegenüber eine relative Autonomie besitzt, die sich nicht viel darum schert, ob sie in der Hütte oder im Palast sich in Selbstzweifeln und ähnlichen Dingen wälzt?

      Darf man eine solche Wirklichkeit, in der ein Trip nach Cambodia nicht viel wirkt, so einfach übersehen?

      Viele Grüße
      franz

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: einfach weg?

        Hallo franz,

        ich lehne für mich den Gedanken an Selbstmord ab. einfach, weil ich ja nicht weiß, was danach kommt und überhaupt etwas kommt. Auf jeden Fall beendet ein Selbstmord erst einmal das Leben und das ist erst einmal eine einmalige Sache.
        ES ist dabei ja nicht gesagt, daß ich immer zufrieden und glücklich bin. Aber so lange ich lebe, habe ich wenbigstens die Chance es irgendwann mal zu sein. Von dem, was danach kommt, kann ich das nicht sicher sagen.
        Insofern halte ich es nicht für ein Zeichen von Intellegenz, wenn jemand sein Leben wegwerfen will (mal abgesehen von unheilbar Kranken, die leiden müssen, aber um die geht es in diesem Beispiel ja wohl nicht). Weil es ja auch ein Verzicht ist, das Leben aktiv mitzugestalten.

        Klar ist Glück nicht unbedingt gleichzusetzen mit Wohlstand. Das ist wohl richtig. Und sicher waren die Menschen auch früher auf ihre Weise zufrieden und glücklich.
        Ich habe aber die erfahrung gemacht, daß Glück und Zufriedenheit auch immer etwas mit mir selbst zu tun hat, mit meiner einstellung zum Leben und davon, was ich vom Leben erwarte. Es ist immer auch die Frage, ob ich unter den Rahmenbedingungen zufrieden leben kann, unter denen ich mich befinde.
        Und da denke ich schon, daß jemanden, dem die Bedingungen udn Chancen heute nicht für ein zufriedenes Leben reichen, die Bedingungen im 17. Jahrhindert zum Beispiel schon gar nicht reichen werden.
        Wer (mal krass gesagt) heute nach einem Zweitwagen schielt und auf den NAchbarn neidisch ist und auf seinen Chef sowieso - der wird das auch in jeder anderen Zeit sein.

        Unser Lben ist doch letztlich immer, was wir selber daraus machen. Und ich denke, es greift einfach zu kurz, da zu sagen, ich ein freilos und irgendwann nochmal neu anfangen.


        Gernot Geyer

  5. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: gar nichts

    was ist davon zu halten?
    Dein Beispiel hat keine Substanz. Es beruht auf einer logischen Formulierung, die man vielleicht für faule und gesunde Äpfel hernehmen könnte, aber nicht für die Wiedergeburt :-)

    rolf



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