e.c.,
du fügst der Diskussion nichts neues hinzu, merkst du das nicht?
Deine Ausgangsfrage war, wie die katholische Fraktion den Fall der Nonnenkreuzigung beurteile.
Nun, wie dir dargelegt wurde, würde die katholische Kirche diesen Fall als Straftat ansehen, weil der Exorzist 1.) die medizinische Betreuung des Opfers völlig vernachlässigt hat und 2.) offenbar eigenmächtig gehandelt hat, ohne vom Bischof zum Exorzismus ermächtigt worden zu sein.
Die Einschätzung der orthodoxen Kirche sieht offenbar genauso aus, wie aus der von mir bereits gelinkten Pressemeldung hervorgeht:
"Ein Sprecher der orthodoxen Kirche erklärte nach Medienberichten vom Wochenende, eine solche Praktik sei barbarisch und unentschuldbar. Sie habe nichts mit der Tradition der orthodoxen Kirche zu tun."
http://www.kipa-apic.ch/meldungen/sep_show_de.php?id...
Der Exorzismus ist ein Ritus, bei dem mit Hilfe von Gebeten einem besessenen Menschen Dämonen ausgetrieben werden sollen. Nirgendwo im Ritus ist beschrieben, dass das Subjekt des Exorzismus bei dieser Gelegenheit auch noch zu kreuzigen wäre!
Welcher Teufel also auch immer den selbsternannten orthodoxen Exorzisten (sic!) geritten haben mag, er hat mit seinem Handeln weit über das hinaus geschossen, was einem Exorzisten erlaubt ist, und damit eine schwere Straftat begangen. Und zwar sowohl in katholischer wie auch in orthodoxer Sicht. Punctum.
Der Rest deiner Argumentation zielt gegen das Verfahren des Exorzismus allgemein. Wie ich eben dargelegt habe, ist dieser scheußliche Fall der Nonnenkreuzigung dafür ein denkbar schlechtes Beispiel.
Im übrigen gehe ich nicht darauf ein, weil zu diesem Punkt jetzt schon genügend Diskussionsbeiträge hier im Brett stehen.
aber nun gut,
bevor ich ins endgültig ins schwafeln komme
Ja, besser ist das.
Grüße
Wolfgang