Der Heilige Geist und das Ohr

Von: , Frage gestellt am Mi, 29. Jun 2005

Hallo,

angeblich hat einer der Päpste irgendwann einmal die Idee gehabt zu erklären wie der Heilige Geist Maria schwängern konnte: er fuhr durch das Ohr in sie ein. Leider konnte ich trotz google nicht die richtigen Suchworte finden um eine nähere Stelle dazu zu finden. Wisst ihr was?

Ciao, Holger

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 48 Minuten 0 hilfreich
    Blödsinn

    Hallo,

    meinst du dieses "Märchen":

    "Kleine Vorgeschichte:
    Pabst (sic!) Pius der soundsovielte hat das Dogma der unbefleckten
    Empfängnis von Maria eingeführt, wobei der Heilige Geist
    Ihr 'durchs Ohr einfährt' -"
    Quelle: http://www.city-suchmaschine.de/jokes/Kirchen-witze.htm

    Nun, das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkündete Papst Pius IX. am 8.12.1854.
    Du kannst den kompletten Wortlaut das Dogmas hier nachlesen - keine Rede vom Ohr!
    http://www.stjosef.at/dokumente/ineffabilis_deus_185...

    Grüße
    Wolfgang

  2. Antwort von nach 3 Stunden 4 hilfreich
    Re: Der Heilige Geist und das Ohr

    angeblich hat einer der Päpste irgendwann einmal die Idee
    gehabt zu erklären wie der Heilige Geist Maria schwängern
    konnte: er fuhr durch das Ohr in sie ein. Leider konnte ich
    trotz google nicht die richtigen Suchworte finden um eine
    nähere Stelle dazu zu finden. Wisst ihr was?
    Guten Abend Holger,

    über die Päpste kann und will ich nichts sagen - da habe ich keine Ahnung (naja: nicht genug)

    Zweitens: alle diese Diskussionen kranken in der Regel daran, daß die Leute nicht unterscheiden zwischen Aussagen des Glaubens und naturwissenschaftlichen/biologischen Fakten. Sie nehmen die Aussagen des Glaubens für ebensolche naturwissenschaftlichen Tatsachen. Das bringt natürlich unendliche Verwirrung und macht ein Gespräch à la longue unmöglich.

    Drittens: Wenn Gott wirkt, dann wirkt er durch sein Wort. Insofern wäre also in der Tat das Ohr das Organ, durch welches die Empfängnis stattzufinden hätte.
    Du siehst, ich drücke mich vorsichtig aus. Denn dies wäre eine theologische oder eine Glaubensaussage.

    Ich erinnere mich aber, in Würzburg (glaube ich wenigstens) in einer Kirche (ich weiß wirklich nicht mehr, in welcher) eine Statue / Plastik / Relief gesehen zu haben, bei der tatsächlich das Wort (in der Form eines Spruchbandes) in Marias Ohr ging und so die Zeugung Jesu bewirkte.

    Es ist hier also eine ganze Kette von theologischen Schlußfolgerungen nötig:

    1. Jesus ist der Sohn Gottes
    2. Jesus ist durch den Heiligen Geist von Gott gezeugt
    3. Gott wirkt nur durch sein Wort
    4. Also ist Jesus durch das Wort gezeugt
    5. Mithin ist das Ohr das dafür geeignete Organ.

    Diese Folgerungen sind natürlich, wenn Du die Voraussetzung akzeptierst, in sich stimmig. Aber natürlich kann niemand Dich von der Wahrheit der Voraussetzungen überzeugen oder Dich zum Glauben an sie zwingen. Die Diskussionen in diesem Forum belegen das deutlich.

    Ob diese Kette von Folgwerungen jemals dogmatisiert worden ist, weiß ich freilich nicht, kanns mir aber auch nicht so recht vorstellen.

    Es mag sein, daß dieser oder jener Papst diesen Gedanken einmal geäußert hat - in einer Predigt, einer Audienz, einem Hirtenbrief, einem apostolischen Schreiben -, aber dadurch gewönne sie noch keine dogmatische Relevanz.

    Gruß - Rolf

  3. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Der Heilige Geist und das Ohr

    Hallo,

    die These nach Alwin Zcyrkowski besagt, dass die Empfängnis durch das Einfahren des "körperlosen Befruchters" durch die Nase ("naris fecundo") erfolgt ist. Wissenschaftliche Untersuchtungen (http://www.uni-braunschweig.de/publikationen/dr_s_sc...) unterstützen diese These.

    MfTG
    Anaxi

  4. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Der Heilige Geist und das Ohr

    Hi,

    wer weiß, was für ein Geist das war, der Maria schwängerte und sie dann auf Nimmerwiedersehen sitzen ließ. "Heilig" dürfte er ganz bestimmt nicht gewesen sein. Zu ihrem Glück gab es einen Zimmermann Namens Josef, der sich ihrer liebevoll und beschützend annahm.

    Gruß Tom

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re: Wahrscheinlich war alles ganz anders ...

        genial... der herr moers trifft es wieder einmal auf dem punkt

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Wahrscheinlich war alles ganz anders ...

          genial... der herr moers trifft es wieder einmal auf dem punkt
          Von der falschen Web-Adresse bitte nicht irritieren lassen: der Comic stammt nicht von Walter Moers, sondern von Ralf König.

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re: Wahrscheinlich war alles ganz anders ...

        http://www.2get4.ch/images/fun/moers/images/josef_jp...

        ;-)
        Hallo Wolfgang,

        ich finde den Comic ja auch witzig, aber dafür wäre das Witze-Brett zuständig ;-)

        Inhaltlich hat der Autor allerdings einiges verwechselt.

        Maria war nicht auf dem Weg nach Ägypten, als sie schwanger war, sondern auf dem Weg nach Bethlehem.

        Maria wurde nicht von Herodes verfolgt, sondern der neugeborene Jesus. Vor dessen Geburt hatte Herodes nämlich keinen blassen Schimmer von der Sache ;-)

        Maria hatte auch ganz sicher keine Ambitionen für vorehelichen Geschlechtsverkehr, sonst wäre sie nicht auserwählt worden.

        In einem hat der Autor jedoch Recht:
        Wen Gott für eine Aufgabe auserwählt, der muss allerlei Unbill in Kauf nehmen.

        Gruss Harald

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Wahrscheinlich war alles ganz anders ...

          Hallo Harald, ich finde den Comic ja auch witzig, aber dafür wäre das
          Witze-Brett zuständig ;-)
          Da stand er auch schonmal (http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv...), aber im Zusammenhang mit diesem thread konnte ich einfach nicht anders, als das hier nochmal zu posten. 'tschuldigung ... ;-) Inhaltlich hat der Autor allerdings einiges verwechselt.

          Maria war nicht auf dem Weg nach Ägypten, als sie schwanger
          war, sondern auf dem Weg nach Bethlehem.
          Stimmt. Maria wurde nicht von Herodes verfolgt, sondern der
          neugeborene Jesus. Vor dessen Geburt hatte Herodes nämlich
          keinen blassen Schimmer von der Sache ;-)
          Auch richtig, aber danach war dann die ganze "Hl. Familie" auf der Flucht deswegen. Hier kann man ein (lachendes) Auge zudrücken. Maria hatte auch ganz sicher keine Ambitionen für vorehelichen
          Geschlechtsverkehr, sonst wäre sie nicht auserwählt worden.
          Darüber lässt sich streiten. Dieser Schluss gilt eben nur, wenn man die ganze christliche Leibfeindlichkeit als ultima ratio voraussetzt. In einem hat der Autor jedoch Recht:
          Wen Gott für eine Aufgabe auserwählt, der muss allerlei Unbill
          in Kauf nehmen.
          Das hat Ralf König ganz sicher so gemeint. *lach*

          Nicht alles so ernst nehmen, okay?

          Schöne Grüße
          Wolfgang

          PW: Und zum Schmunzeln noch ein Bild vom Ratze-Bär:
          http://www.deutsche-welle.de/dwelle/cda/popups/dwell...



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