Evolution

Von: , Frage gestellt am Mo, 11. Jul 2005

Hallo,

da entblödet sich also unser ösitamischer Kardinal nicht und lallt den extremistischsten Amerikanern ihren Schwachsinn nach, und zweifelt nicht nur die Darwin'sche Evolutionstheorie an, sondern behauptet gleich auch, sie sei als "unwissenschaftlich" abzulehnen.
Siehe z.B. hier: http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=h&resso...

Allerdings ist derzeit weder Fasching noch der 1. April.

Ich verleihe ihm daher den Ehrentitel "Scherzbischof".

Was folgt als nächstes? Galilei? Zurück ins Mittelalter?
Zurück auf die Bäume?

Kopfschüttelnde Grüße
Barney

45 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 40 Minuten 0 hilfreich
    Re: Evolution

    Hallo,

    da entblödet sich also unser ösitamischer Kardinal nicht und
    lallt den extremistischsten Amerikanern ihren Schwachsinn
    nach, und zweifelt nicht nur die Darwin'sche Evolutionstheorie
    an, sondern behauptet gleich auch, sie sei als
    "unwissenschaftlich" abzulehnen.
    Siehe z.B. hier:
    http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=h&resso...

    Allerdings ist derzeit weder Fasching noch der 1. April.

    Ich verleihe ihm daher den Ehrentitel "Scherzbischof".

    Was folgt als nächstes? Galilei? Zurück ins Mittelalter?
    Zurück auf die Bäume?

    Kopfschüttelnde Grüße
    Hallo Barney,

    so wie Du den Artikel verkürzt darstellst ist Deine Darstellung falsch. Der Bischof lehnt nicht die Evolutionstheorie ab, sondern lediglich die Vorstellung die Evolution sei zufällig und nicht etwa zielgerichtet erfolgt.

    Täte er anderes ... müßte er, wie jeder Christ ... den Glauben an Gott aufgeben.

    Gruss Jacobias.

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Evolution

      Hallo,
      Der Bischof lehnt nicht die
      Evolutionstheorie ab, sondern lediglich die Vorstellung die
      Evolution sei zufällig und nicht etwa zielgerichtet erfolgt.
      Das deutete dann aber auf eine mangelhafte Kenntnis, die den Äußerungen zugrunde läge. Die Mutationen erfolgen zufällig, die Selektionen hingegen nicht. Daraus eine Zielrichtung abzuleiten erscheint mir ein kühnes Unterfangen.
      Täte er anderes ... müßte er, wie jeder Christ ... den Glauben
      an Gott aufgeben.
      Es ist doch anerkannt, daß die Schöpfungsgeschichte als Allegorie zu verstehen ist. Wo ist sein Problem? (Lösung: Er will Papst werden)

      Gruß
      Barney

      • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
        zielgerichtete Mutationen

        Hallo,
        Der Bischof lehnt nicht die
        Evolutionstheorie ab, sondern lediglich die Vorstellung die
        Evolution sei zufällig und nicht etwa zielgerichtet erfolgt.
        Das deutete dann aber auf eine mangelhafte Kenntnis, die den
        Äußerungen zugrunde läge. Die Mutationen erfolgen zufällig,
        die Selektionen hingegen nicht. Daraus eine Zielrichtung
        abzuleiten erscheint mir ein kühnes Unterfangen.
        Also kühn empfinde ich den Glauben man könne nicht zielgerichtet das Erbgut ändern. Das Du ein Nichtgläubiger Mensch glaube ich Dir ja ... aber dem lieben Gott noch nicht einmal zu zutrauen, das was der Mensch schon lange kann ... im Erbgut gezielt herumzupfuschen nämlich ... empfinde ich ... der ich selbst Atheist bin ... nun doch als etwas allzu arrogant.

        2 Cents dafür, dass in spätestens 100 Jahren jedes Kind vermittels seines KOSMOS-BioBaukastens sich seine eigenen Wesen schaffen kann. Täte er anderes ... müßte er, wie jeder Christ ... den Glauben
        an Gott aufgeben.
        Es ist doch anerkannt, daß die Schöpfungsgeschichte als
        Allegorie zu verstehen ist. Wo ist sein Problem? (Lösung: Er
        will Papst werden)
        Wer hat das denn anerkannt ?

        Gruss Jacobias.

        • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
          Re: zielgerichtete Mutationen

          im Erbgut gezielt herumzupfuschen nämlich
          das muß man ja gar nicht. die "genmanipulation" ist so alt wie die menschheit: sobald der mensch zum viehZÜCHTER wurde, wurden gene manipuliert - durch zuchtwahl!

          analog dazu muß man gar nicht annehmen, gott würde in den erbanlagen herumpfuschen müssen, um eine "gottgelenkte evolution" zu erhalten. er müßte einfach bei der partnerwahl ein wörtchen mitreden, was ja von nicht wenigen menschen ohnehin "geglaubt" wird: "liebe auf den ersten blick", "das war schicksal" usw. bei tierchen ist es ganz sicher auch so :-))

          gruß
          dataf0x

          • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
            Re^2: zielgerichtete Mutationen

            im Erbgut gezielt herumzupfuschen nämlich
            das muß man ja gar nicht. die "genmanipulation" ist so alt wie
            die menschheit: sobald der mensch zum viehZÜCHTER wurde,
            wurden gene manipuliert - durch zuchtwahl!
            Hallo datafox,

            da magst Du sicher Recht haben, dass es gereicht hätte, wenn der liebe Gott sich als Viehzüchter betätigt hätte.

            Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass die Zeit, die der liebe Gott hatte die Welt zu erschaffen, mit einer einzigen Woche, ja nun wirklich sehr knapp bemessen war, zu knapp aufjedenfall, als dass er sich auf langwierige Züchtungen hätte einlassen können.

            Schließlich darfst Du nicht vergessen, dass die Tiere zu erschaffen, ja nur einer der vielen Punkte auf der Checkliste zur Erschaffung der Welt des lieben Gottes war. Damit die Juden beispielsweise ihre Feiertage auch exact bestimmen konnten, mußte er ja schließlich auch noch den Mond und die ganzen Sterne erschaffen ... was wäre schließlich die Welt ohne die jüdischen Feiertage ?

            Hinzukommt, dass es noch keinem Züchter gelungen ist aus einer Fliege beispielsweise ein Säugetier zu züchten ...

            Gruss Jacobias.

            • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
              Re^3: zielgerichtete Mutationen

              Hinzukommt, dass es noch keinem Züchter gelungen ist aus einer
              Fliege beispielsweise ein Säugetier zu züchten ...
              hehe na da hast du recht :-) witziger artikel btw. darf man witz besternen?

              gruß
              dataf0x

  2. Antwort von nach 45 Minuten 1 hilfreich
    Re: Evolution

    hallo Barney,

    Er lehnt nicht die Evolution im Sinne der Absatmmungslehre ab, sondern die Idee des ungeplanten Verlaufs der Evolution und das hat er sich vermutlich nicht von Amerika abgeguckt.

    Mit dieser Meinung ist der österreichische Bischof in Europa nicht allein, sondern jeder wirklich gläubige Christ den ich kenne, egal welcher Konfession, hat Schwierigkeiten mit der Idee der Zufälligkeit der Evolution. Gott wird nicht umsonst als Schöpfer bezeichnet und wer glaubt, das Gott die Erde und den Menschen erschaffen hat, muss zwangsläufig von einem Plan ausgehen, der Mensch als Zufallsprodukt ist nicht möglich.

    Da diese Ansicht Bestandteil des Glaubens ist, kann man auch nicht wirklich darüber diskutieren.

    In einem säkularen Staat jedoch sollte die Evolutionstheorie(die, wie der Name sagt eine Theorie ist)im Biountericht anders behandelt werden, als im Religionsunterricht.

    Viele Grüsse, Nicola [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Evolution

    Hallo Barney,

    dusutiere nie mit fundamentalistischen Christen - es ist aussichtslos.

    Ich habe diese Erfahrung mit meiner Exfreundin macnehn müssen, die sich irgendwann einer Freikirche angeschlossen hat, die die Bibel wörtlich nahmen. Entsetzlich - am Ende ist auch darüber unsere Beziehung zerbrochen.
    Die kam auch auf diese blödsinnige Idee, die Schöpfungsgeschichte aus der Bibrl wörtlich zu nehmen. (Die Frau hat stufiert - mein Gott, wie verbohrt kann ein mensch sein?) Und auf alle gegenargumente kam immer die Antwort "Wenn Gott allmächtig ist, dann ist es für ihn kein Problem, Beweise zu schaffen, die für die Evolutionstheorie sprechen." Oder andersherum: Wenn er die Erde vor rund 5000 Jahen geschaffen hat, dann kann er ohne weiteres auch alle Versteinerungen undKLnochenfunde mitgeschaffen haben und es so gedreht haben, daß sein prodult auch allesn wissenschaftlichen Prüfungen standhält und daß das GAnze äußerlich nach Evolution ausieht.
    N aj - und gegen diese ARgumentation bist Du mehr oder weniger machtlos. Weil es dann ja keine objektivben Beweise mehr gibt, die man anerkennen muß - ist ja alles von Gott gefälscht.


    Gernot Geyer

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Evolution

      Hey, N aj - und gegen diese ARgumentation bist Du mehr oder weniger
      machtlos. Weil es dann ja keine objektivben Beweise mehr gibt,
      die man anerkennen muß - ist ja alles von Gott gefälscht.
      wobei ich mich dann immer frage, warum er das tun sollte. Ist ihm so langweilig? Wäre uns sonst zu langweilig?

      Gruß
      Cess



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!